zurück takt@takt.de

Stadtzeitung Saarbrücken

 

Raus aus dem Abseits

Podiumsdiskussion mit allen Landtagsparteien zum Umgang mit Flüchtlingen im Saarland

Mittwoch-25-Juni-19Uhr-Saarbrücken

Saarbrücken/Losheim (sk) - „Raus aus dem Abseits. Neue Perspektiven für Flüchtlinge
im Saarland“ heißt die öffentliche Diskussionsrunde des Saarländischen
Flüchtlingsrates e.V. (SFR). Ein Jahr vor der Landtagswahl lädt der SFR die Parteien
im Landtag zu einer Podiumsrunde ein: Mittwoch, 25. Juni, 19 Uhr, Saarbrücken,
Versammlungsraum der Arbeitskammer, Fritz Dobisch Str. 6-8.

Es diskutieren: Günter Becker (CDU, MdL, Vorsitzender des Innenausschusses), Claudia
Willger-Lambert (Bündnis 90/Die Grünen, MdL), Karl-Josef Jochem (FDP, MdL), Carmen
Lallemand-Sauder (SPD, MdL), Barbara Spaniol (Die Linke, MdL) und Roland Röder
(Vorstand des Saarländischen Flüchtlingsrates). Die Moderation übernimmt Thomas
Gerber (Saarländischer Rundfunk). Die Veranstaltung wird gefördert von Netzwerk
Selbsthilfe Saar und der EU /Europäischer Flüchtlingsfonds.

„Weil wir offen und konstruktiv über die Situation von Asylsuchenden und
Flüchtlingen im Saarland sprechen wollen, haben wir Vertreter/innen aller Parteien
im Landtag eingeladen. Rund ein Jahr vor der Landtagswahl 2009 bitten wir sie, zur
Frage der Asyl- und Flüchtlingspolitik im Saarland Stellung zu beziehen: Wie soll
in den nächsten Jahren die Asylpolitik im Saarland aussehen? Welche
Verbesserungsvorschläge gibt es? Was haben die Menschen zu erwarten, die auf ihrer
Flucht hierher gekommen sind?“. So skizziert Peter Nobert vom Vorstand des SFR das
Ziel der Veranstaltung.

Vor fast vier Jahren startete der Saarländische Flüchtlingsrat mit einer
Pressekonferenz im Lager Lebach seine Kampagne „Wenn das tägliche Leben zum Alptraum
wird“ gegen die dort in vielem entwürdigende Situation von Flüchtlingen. Im Lager
Lebach werden die Menschen zum Objekt staatlichen Handelns degradiert: Der
Ausschluss vom Arbeitsmarkt, die Versorgung durch Lebensmittelpakete oder die Angst
abgeschoben zu werden, beeinträchtigen ganz erheblich die gesundheitliche Situation
der Flüchtlinge. Hinzu kommt ein nur eingeschränkter Zugang zum Gesundheitswesen und
eine damit einhergehende mangelhafte medizinische Versorgung.

Es gibt also jede Menge Handlungsbedarf: Von der Unterbringung, über die Frage der
Sachleistungen, bis zur gesundheitlichen und sozialen Situation. Unmittelbare
Verbesserungen im Interesse der Flüchtlinge sind machbar, hier und heute,
vorausgesetzt der politische Wille dafür ist da. Darüber hinaus plädiert der
Saarländische Flüchtlingsrat für die Auflösung des Lagers: Nach der Einreise muss
die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften auf drei Monate begrenzt werden.

Weitere Informationen: Saarländischer Flüchtlingsrat e.V., Kaiser Friedrich Ring 46,
66740 Saarlouis, Tel: 0 68 31- 48 77 938, www.asyl-saar.de, -
http://www.asyl-saar.de/SFR-Flyer-08.pdf, -
http://www.asyl-saar.de/presseAktuell.html