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Alt-Saarbrücken/ St. Arnual
Resolution der Kreismitgliederversammlung vom
14.06.2008 in Riegelsberg, eingebracht von dem Ortsverband Alt-Saarbrücken
/ St.
Arnual
Gegen Privatisierung der Saarbrücker
Stadtwerke - Kein Verkauf des städtischen
Tafelsilbers
Die Mitgliederversammlung der Partei DIE LINKE Kreisverband Saarbrücken
lehnt
jegliche Privatisierung öffentlicher Unternehmen oder Dienstleistungen
ab. Der jetzt
angestrebte Verkauf von Anteilen an dem Versorgungsnetz führt zum
Ausverkauf der
städtischen Werke und zum Verlust des öffentlichen Einfluss
auf Preisgestaltung und
Versorgungspolitik.
Begründung
des Antrags durch das Mitglied im Landesvorstand und Ortsverbandvorsitzender
Alt-Saarbrücken/ St. Arnual, Lothar Schnitzler:
„In Saarbrücken sollen die Stadtwerke, in Völklingen die
Verkehrsbetriebe
verscherbelt werden. Auch die städtischen Winterbergkliniken waren
schon häufig im
Gespräch. Offiziell heißt es, dass private Investoren beteiligt
werden, um die
Kapitaldecke der öffentlichen Unternehmen zu stärken, damit
diese wettbewerbsfähig
bleiben. Behauptet wird auch, dass privates Kapital die Unternehmen und
deren
Arbeitsplätze sichern und dass die kommunalen Kassen dadurch entlastet
werden. Dabei
haben bis jetzt Privatisierungen stets zum Gegenteil geführt: Arbeitsplätze
gingen
verloren oder wurden zukünftig unter Tarif bezahlt, die Kosten für
die Nutzer und
Verbraucher stiegen, Investitionen wurden zurückgefahren. Der Teilverkauf
der
Stadtwerke im Bereich der Stromerzeugung von 51 Prozent an den
belgisch/französischen Energieriesen Tractebel/Electrabel vor einigen
Jahren, wie
der Verkauf des Kraftwerks Römerbrücke und die Privatisierung
der Vermarktung von
Strom, Gas und Wasser, sind ein „strategischer Fehler" gewesen.
Weitere
Verkaufsabsichten äußert die Stadtratskoalition von CDU und
FDP, die mit ihrer
Eine-Stimme-Mehrheit im Stadtrat das letzte Tafelsilber der Stadt Saarbrücken
verscherbeln will. Da stellt sich die Frage, warum diese Eile bei dem
Verkauf von
Anteilen an private Investoren des städtischen Versorgungsnetzes?
Kein Wunder, steht
doch mit der doppelten Buchführung im städtischen Haushalt eine
Eröffnungsbilanz an,
die zeigen würde, welch kostbares Gut der Allgemeinheit den Profitinteressen
der
Mächtigen geopfert werden soll. Die CDU- und FDP-Kommunalpolitiker
stehen mit der
schweigenden SPD den privaten Kapitalinteressen willig zur Seite. Kurz
vor der
nächsten Kommunalwahl wollen sie noch einmal richtig hinlangen. Und
das zum Schaden
der Bürger der Stadt. DIE LINKE Saarbrücken fordert die Parteien
im Stadtrat auf,
eine konstruktive Politik zu Gunsten der Bürgerinnen und Bürger
zu machen, statt
ihre Lebensverhältnisse auf Dauer zu verschlechtern. DIE LINKE Saarbrücken
vertritt
die Position, dass die Stadtwerke Saarbrücken alle Varianten prüfen
muss, um den
bereits privatisierten Anteil an der Energieerzeugung zurück erwerben
zu können.
DIE LINKE Saarbrücken tritt mit aller Entschlossenheit gegen die
weitere
Privatisierung öffentlichen Eigentums ein. Dazu führt die Partei
derzeit Gespräche
mit Gewerkschaften, Kirchen und Vereinen, um eventuell ein Bürgerbegehren
in die
Wege zu leiten. Die Menschen in Saarbrücken haben ein Recht darauf
mit zu
entscheiden, was mit ihrem Eigentum geschieht. Es ist ein Unding, dass
solch
einschneidenden Maßnahmen vom Saarbrücker Stadtrat mit einer
Stimme Mehrheit allein
entschieden werden, zumal dieser Stadtrat im kommenden Jahr vollkommen
anders
besetzt sein wird. DIE LINKE Saarbrücken fordert: Hände weg
vom städtischen
Tafelsilber!“
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