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Immer mehr ältere Menschen im Saarland von Hartz
IV betroffen
Verarmungsrisiko älterer Saarländerinnen und
Saarländer steigt dramatisch an
Saarbrücken (sk) - „8.845 Menschen im Alter von 55 bis 64
Jahren waren Ende 2007 im
Saarland auf Hartz IV angewiesen. Für keine andere Gruppe stellt
sich die Lage so
verheerend dar wie bei den über 55-Jährigen“, kommentiert
der sozialpolitische
Sprecher der Saar-Linken, MdB Volker Schneider, die neuesten Zahlen der
Bundesagentur für Arbeit für den saarländischen Arbeitsmarkt.
„Trotz guter Konjunktur nimmt das Verarmungsrisiko älterer
Saarländerinnen und
Saarländer weiter zu: Ab dem Jahr 2005 bis heute haben wir einen
Anstieg der
Hartz-IV-Empfänger im Saarland im Alter ab 55 Jahren von etwa 2.000
Menschen zu
verzeichnen. Das ist ein dramatischer Anstieg von 30 Prozent!
Innerhalb von Januar bis Dezember 2007 ist die Anzahl dieser Menschen
um 561
Personen angestiegen. Die Zunahme instabiler und schlecht bezahlter Arbeit
wird das
Problem in Zukunft noch verschärfen. Hinzu kommt, dass ein Jahr Arbeitslosengeld
II-Bezug lediglich einen Rentenanspruch von 2,19 Euro monatlich begründet.
Für diese
Menschen droht nach Hartz IV gleich die Sozialhilfe im Alter.
Wir fordern daher ein sofortiges Maßnahmebündel zur Vermeidung
von Armut im Alter:
Neben der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sind Mindestlöhne
von 8,44 die Stunde
notwendig. Neben der höheren Berücksichtigung von Zeiten der
Arbeitslosigkeit,
müssen auch niedrige Erwerbseinkommen unter bestimmten Voraussetzungen
in der
Rentenversicherung aufgestockt werden.
Das Fazit ist eindeutig: Der Aufschwung geht an den über 55-Jährigen
Hartz-IV-Empfängern komplett vorbei. Die saarländische Landesregierung
muss sich
deshalb die Frage gefallen lassen, ob so ein Aufschwung aussehen kann,
wenn am Ende
eines langen Erwerbslebens Hartz IV und Armutsrenten herauskommen. DIE
LINKE lehnt
diese unsoziale Politik strikt ab", sagt Schneider.
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