Soziale
Emanzipation (ES) oder Barbarei
Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz warnt vor neuem Uranmülltransport
nach
Russland
BBU bezeichnet Transporte als „Hochgefährlich und
verantwortungslos“
Gronau (sk) - Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
e. V. hält
Urantransporte für hochgefährlich und unverantwortungslos. Nach
Angaben des BBU
befinden sich aktuell auf dem Gelände der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage
(UAA) im westfälischen Gronau mehrere Bahnwaggons, die offenbar mit
abgereichertem
Uranhexafluorid, einem Abfallprodukt der Urananreicherung, beladen wurden.
Örtliche
Bürgerinitiativen im Münsterland vermuten, dass der Sonderzug
am Mittwoch (21.5.)
gegen 19.00 Uhr die Uranfabrik über Steinfurt – Münster
– Bad Bentheim Richtung
Rotterdam verlassen könnte. Von dort soll das strahlende Material
mit einem Schiff
nach Russland transportiert werden. Erste Protestaktionen wurden bereits
für
Bahnabschnitte im Münsterland angekündigt.
In der Vergangenheit gab es wiederholt Urantransporte von Gronau nach
Russland, die
mit bis zu 1000 Tonnen Uranhexafluorid beladen waren. Gegen viele der
Transporte
wurde mit Mahnwachen und Kundgebungen demonstriert. Im Januar stoppte
die Polizei
einen Urantransport im Kreis Steinfurt für mehrere Stunden, weil
sich eine
Demonstrantin an einer Seilkonstruktion weit oberhalb der Schienen befunden
hatte.
Udo Buchholz vom BBU-Vorstand betont: „Uranmüll kann weder
in Deutschland noch in
Russland sicher gelagert werden. Damit nicht noch mehr Uranmüll anfällt,
muss die
Gronauer Urananreicherungsanlage sofort stillgelegt werden!“
Für Aufregung sorgte vor wenigen Tagen der russische Atommüllfrachter
„MCL Trader“,
der in der Vergangenheit auch schon Uranhexafluorid geladen hatte. Nach
Angaben der
„taz“
(http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/trunkenheit-am-steuerrad/?src=SE&cHash=698c4c4dce)
ist die „MCL Trader“ in der Ostsee vor Bornholm gestrandet,
weil der Kapitän
betrunken war. Buchholz: „Gemeinsam versuchen örtliche Bürgerinitiativen,
der BBU
und andere mit niederländischen und russischen Umweltgruppen die
irrsinnigen
Atomtransporte zu stoppen. Mit jedem gestoppten Atomtransport kommen wir
dem
Atomausstieg näher.“
Weitere Informationen über die Urantransporte von Gronau nach Russland
gibt es im
Internet z. B. unter http://www.bbu-online.de/Presse.htm und unter
www.aku-gronau.de. Einen Fahrplan zum aktuellen Transport von Gronau nach
Russland
gibt es unter http://www.sofa-ms.de/home.html.
Eine Filmdokumentation eines Urantransportes von Gronau nach Russland
gibt es unter
http://www.dailymotion.com/group/95965/video/x56b98_uranzug-am-9042008_tech?from=rss.
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