Schwere Tumulte nach Parteitag der Linken
Ostdeutsche Betonköpfe verweigern
Initiativantrag westdeutscher Landesverbände
Von Claude Michael Jung
Bereits wenige Minuten nach Abpfiff des 1. Parteitags der Linken kam
es zu
tumultartigen Szenen auf der Straße vor dem Cottbuser Parteitagsgelände.
Zuvor war
ein fußballpolitischer Initiativantrag der Delegierten des Saarlandes
und Rheinland
Pfalz, der zum Ziel hatte die klassenlose Fußballgesellschaft als
Dogma in das neue
Linke Parteiprogramm zu schreiben, von Fußballignoranten und Betonköpfen
aus der
Antragskommission, zur Diskussion abgelehnt worden.
Dessen ungeachtet debattierte der überwiegende Teil der anwesenden
Delegierten
hinter den Kulissen der offiziellen politischen Bühne den fußballpolitisch
sensationellen Reformantrag, der vorsieht, die europäischen Fußballligen
abzuschaffen und in eine einzige große Volksliga umzuwandeln.
Transparente mit der Losung: „Echte Liebe kennt keine Liga“
tauchten auf, als etwa
250 Delegierte, hauptsächlich aus westdeutschen Landesverbänden,
wenige Minuten nach
Abpfiff des Bundesparteitags der Linken zum nahegelegenen „Stadion
der Freundschaft“
in Cottbus zogen und dort mit hunderten Fans von Energie Cottbus im
Hau-Ruck-Verfahren ein Manifest verfassten, dessen Ziel es ist, in einer
klassenlosen Fußballgesellschaft künftig jedem abstiegsbedrohten
Verein den Sturz in
die nächst tiefere Liga zu ersparen.
Rufe nach einem sofortigen Rücktritt des gesamten neu gewählten
Parteivorstandes
wurden laut. Dem Parteivorstand wird vorgeworfen, kein Verständnis
für den neuen
linken Wind der Fußballgeschichte zu haben und die Zeichen der Zeit
zu ignorieren.
Auch der Ruf, der neue Parteivorstand solle zu einem Elfmeterschießen
im „Stadion
der Freundschaft“ anrücken wurde ignoriert. Lediglich Sarah
Wagenknecht und
Parteichef Bisky stellten sich dem Elfmeterduell, konnten aber das Runde
nicht ins
Eckige kullern. Auf dem Parteitag seien weder Zielwasser noch Fußballschuhe
aufzutreiben gewesen, hieß es von offizieller Seite.
Schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden die Fahrpläne der Bahn.
Immer wieder wurden
ICE Züge auf freier Strecke von begeisterten Fußballfans angehalten,
die das
„Cottbuser Fußballmanifest“ unterzeichnen wollten. Der
ICE von Berlin nach München
wurde stundenlang auf dem Nürnberger Hauptbahnhof aufgehalten. Hier
wollten nicht
nur die Fans des 1. FC Nürnberg das Manifest unterzeichnen, hier
standen auch
zahlreiche Würdenträger der fränkischen CSU, um die linke
Forderung nach
Fußballgerechtigkeit mit roter Tinte zu unterstützen.
Auf dem Frankfurter und Mannheimer Hauptbahnhof wurden Torwände
aufgestellt, um die
heimkehrenden Fußballpolitiker aus dem Saarland und Rheinland Pfalz
mit einem
Torwandschießen zu ehren. Über Nacht hat der abgelehnte fußballpolitische
Leitantrag
der linken Parteitagsdelegierten sich zu einer Volksbewegung von bisher
nicht
gekanntem Ausmaß entwickelt. Gegen 3.15 Uhr in der Nacht mussten
die Heimkehrer noch
zu einem Freundschaftsspiel gegen eine Auswahl des 1. FC Kaiserslautern
im
vollbesetzten Fritz Walter Stadion antreten. Wann und wie die Partie endete
ist
unbekannt.
In Berlin; Hamburg und Köln standen alle Räder der Bahn still.
Hier waren es
fußballbegeisterte Gewerkschaftler, die das „Cottbuser Fußballmanifest“
unterzeichnen und die Fußballdelegierten des 1. Parteitags der Linken
ehren und
unterstützen wollten. Hennes der Geißbock des 1. FC Köln
war ebenso gekommen, wie
seine Mannschaft, samt Präsidium und Trainerstab, um die Delegierten
aus Nordrhein
Westfalen, die das „Cottbuser Fußballmanifest“ als Erstunterzeichner
unterstützt
hatten, mit einem Fass Kölsch zu begrüßen.
Unterdessen hat DIE LINKE.Saar die gesamte kommende Woche zur „Woche
des Fußballs“
ausgerufen. Auf den Straßen, Plätzen und Stadien des Aufsteigerlandes
wollen linke
Elfmeterschützen und Eckballspezialisten Unterschriften sammeln.
Ministerpräsident
Peter Müller (CDU) soll damit aufgefordert werden eine Bundesratsinitiative
zu
starten, um dem linken Begehren nach Gerechtigkeit im Fußball Verfassungsstatus
zu
verpassen. Zumindest aber wollen die Linken im Saarland erreichen, dass
es ab der
kommenden Saison im Saarland nur noch eine einzige Liga, die „Saar-Championsleague“
gibt. „Der Fußball im Saarland ist rot“, so ein linker
Ortsvereinsvorsitzender mit
Eigentorerfahrung.
Ein Gespenst geht um bei der UEFA. Hier fürchtet man, dass die klassenlose
Fußballgesellschaft nicht nur das Ende des UEFA-Cups und der Championsleague
bedeutet. Sollte das „Cottbuser Fußballmanifest“ Realität
werden, erwartet die Alt
Herrenmannschaft der Associations Européennes de Football (UEFA)
an ihrem
Verwaltungssitz im schweizerischen Nyon eine Welt-Fußballrevolution.
Gemeinsam mit
der Fédération Internationale de Football Association (FIFA)
in Zürich befürchten
die UEFA Verantwortlichen, dass die Linken demnächst auch die Geschlechtertrennung
in der Männerdomaine aufheben und gemischte Teams obligatorisch machen
wollen.
Bundestrainer Yogi Löw teilte mit, er habe kein Problem damit eine
Frau ins
bundesdeutsche Tor zu stellen. „Nur högschd konzentriert müsse
sie sein.
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