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Stadtzeitung Saarbrücken

"Kirche der Raucher Gottes"steht in den Niederlanden kurz vor der Gründung


Credo et unum Fluppe -Ich glaube an die eine Fluppe

Den Haag (sk) – Qualmen und schloten wird jetzt in den Niederlanden zur Religion: Um
das seit Juli geltende Rauchverbot in Gaststätten zu umgehen, will ein Wirt aus
Alkmaar aus seiner Kneipe die "Kirche der Raucher Gottes" machen. Wie die
Nachrichtenagentur ANP am gestrigen Dienstag meldete, soll dort künftig die heilige
Dreifaltigkeit "Rauch, Feuer und Asche" in kräftigen Zügen angebetet werden.

Wer seiner Religionsgemeinschaft beitrete, solle einen Ausweis bekommen und in allen
angeschlossenen Kneipen rauchen dürfen, wurde Kneipier Cor Bush zitiert. Alle
anderen Ungläubigen müssten das Rauchverbot weiter befolgen. Es hätten sich bereits
ein Dutzend Kneipen gemeldet, die sich der "Raucher-Kirche" anschliessen wollen, so
der Stellvertreter des Raucherhimmels auf Erden.

Ähnlich wie in Deutschland darf in niederländischen Restaurants seit dem 1. Juli nur
noch in abgetrennten Räumen geraucht werden. Allerdings darf in den berühmten
Coffeeshops weiter zum Joint gegriffen werden - vorausgesetzt, er besteht aus purem
Marihuana oder Haschisch ohne die übliche Tabak-Beimischung.

Die Behörden in den Niederlanden kündigten strenge Kontrollen zur Überwachung des
Rauchverbots an. Bei Verstössen drohen Strafen von bis zu 2400 Euro. Laut Statistik
hängen bisher noch knapp ein Viertel der Niederländer an der Fluppe.

Ob, von den Behörden ertappte Raucher von der "Kirche der Raucher Gottes" als
Märtyrer oder Heilige anerkannt werden, ist ebenso noch offen wie die Frage, wann
die erste Raucherpassion oder das erste Räuchermusical kommt.