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Hohe Dunkelziffer bei Schulabbrechern im G8 - Turbo-Abitur

Korrekturvorschläge sind pure Hilflosigkeit der CDU Landesregierung

Saarbrücken (sk) - Die Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecherin der
LINKE.Saar, Barbara Spaniol, sagte im Anschluss an die Sitzung des
Bildungsausschusses des Landtages: „Mindestens 1000 Schüler verlassen jährlich das
achtjährige Gymnasium im Saarland. Das Bildungsministerium konnte in der heutigen
Ausschusssitzung diese Zahlen nicht widerlegen. Die Schulabbrecherquote des G8
spricht Bände! Diejenigen Schüler, die das Gymnasium während des Schuljahres
verlassen müssen, werden gar nicht statistisch erfasst. Es scheint, als ob das
saarländische Bildungsministerium den G8-Pfusch vertuschen will.“

Spaniol fordert dringend einen Kurswechsel auf dem Weg zum Abitur. „Gescheiterte
Bildungskarrieren – auch der Wechsel zu einer anderen Schule - tun weh. Zu wenig
Zeit zum Lernen, zu wenige Lehrer, zu große Klassen, Unterrichtsausfall und
Sitzenbleiben sind vielerorts die Ursachen. Hier haben wir schulpolitisch
Verantwortung zu übernehmen. Die jetzt hektisch angekündigten Vorschläge der CDU zur
Korrektur von G8 sind nichts anderes als pure Hilflosigkeit.“

Die Gesamtschule erlebe mit der Möglichkeit, nach neun Jahren Abitur zu machen, eine
Renaissance. Die bildungspolitische Sprecherin der Saar-LINKEN tritt deshalb erneut
für die Abschaffung des Turbo-Abiturs in der jetzigen Form ein. „Wir brauchen ein
Sofortprogramm zur Einstellung von Lehrkräften in allen Schulformen und eine
„Lehrerfeuerwehr“, die diesen Namen auch verdient. Wir benötigen dringend kleinere
Klassen und mehr individuelle Förderung. Es ist höchste Zeit für einen Kurswechsel“.