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Deckeneinsturz
im Strasbourger EU Parlament - Pfusch am Bau oder Teil einer großen
Verschwörung?
Auch die Decken im Brüsseler Parlament könnten
demnächst einstürzen
Von Claude Michael Jung
Noch einmal ist alles glimpflich abgelaufen. Den
Deckeneinsturz im Plenarsaar des
Strasbourger Europaparlaments haben die Akteuere der politische Klasse
Europas nur
aus der Presse erfahren. Europas Abgeordnete befanden sich noch in den
Sommerferien,
als das große Malheur seinen Anfang nahm. Jetzt herrscht allerdings
Alarmstimmung
bei den Abgeordneten.
Zwar wird noch nicht über die Einführung
einer generellen Helmpflicht während der
Parlamentsdebatten gesprochen, jedoch wird bereits gemunkelt einige Abgeordnete
hätten bereits aus Sicherheitsgründen das Verlangen nach solch
einer knitterfreien
Kopfbedeckung geäußert. Dass bestimmte Teile der Aufhängung
der abgestürzten
Zwischendecke aus Plastik waren und wohl nicht gehalten haben, was die
Bauexperten
sich von dem Baustoff der Zukunft erwartet haben, steht derweil außer
Zweifel. Es
hat jedoch den Anschein, als seien in dem gesamten riesigen Glaspalast
noch eine
ganze Reihe anderer Zwischendecken mit Plastikbefestigungen abgesichert
worden,
verriet ein völlig von dem Einsturz verängstigter Hausmeister,
einem neugierigen
Journalisten.
Jetzt hat das Strasbourger Malheur auch noch führende
Veschwörungstheoretiker aus
allen Ecken Europas auf den Plan gerufen. Prof. Dr Laurent Pastis von
der
Universität Cognac, sieht hinter dem Deckeneinsturz eine große
Verschwörung gegen
Frankreich und insbesondere gegen Staatspräsident Nicolas Sarkozy.
Wie Professor
Pastis ausführte soll die Grand Nation vor ganz Europa blamiert werden
und
gleichzeitig Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der als derzeitiger
EU Ratspräsident
die ganze Verantwortung für Europas halsstarrige Ziegen und Böcke
trägt, in den
kalkulierten Wahnsinn getrieben werden.
Laut Prof. Dr Laurent Pastis ging seit der Übernahme
der EU Ratspräsidentschaft
durch Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy alles schief, was
der neue Besen
im Pariser Élysée-Palast in die Hand genommen hat. Da waren
diese sturen Iren, die
aus völlig egoistischen Gründen das Vertragswerk von Lissabon
torpediert haben,
Deutschlands Regentin Madame Angelique, hat Sarkozys Suppe mit der Mittelmeerunion
versalzen. Jetzt ist auch noch der Blitzkrieg der Georgier gegen die kleine
Provinz
Südosetien in die Hose gegangen und Monsieur le Président
musste sogar die Russen
besänftigen. „Das alles riecht mächtig nach Verschwörung“,
so Professor Pastis.
Derweil wird die Gerüchteküche von einer
groß angelegten Verschwörung gegen das
Image des französischen Staatspräsidenten weiter angeheizt.
Arbeiter genau jener
Baufirma, die damit beauftragt ist, die Decken im Strasbourger EU Parlament
vor
einem weiteren Einsturz zu bewahren, sollen sich mit einigen Gewerkschaftsführern
getroffen und über einen längeren Streik beraten haben, der
die EU und damit auch
ihren Turbolader im Pariser Élysée-Palast völlig aus
dem Tritt bringen könnte.
In den EU-Verträgen ist klipp und klar festgeschrieben,
dass das Europaparlament 12
mal pro Jahr in Straßburg zur Glorie Frankreichs tagen muss. Der
Verdacht liegt
somit nahe, dass eine unsichtbare Macht Schande über Frankreich und
seinen neuen
Verzingetorix bringen will. Sollen die ständig zwischen Brüssel
und Strasbourg
umherwandernden letzten Nomaden Europas gar sesshaft gemacht werden, nur
um jährlich
zig Millionen EURO an Wanderkosten einzusparen? Stecken etwa extremistische
Steuergeldeinsparer hinter der grande Blamage?
Klar ist bereits jetzt, das EU Parlament wird planmäßig
seine Sitzungen in
Frankreich abhalten. Die nächste Plenarsitzung ist für die erste
Septemberwoche
vorgesehen und sie wird keineswegs wie ein Spötter behauptet hat,
auf der Wiese
neben dem Glaspalast stattfinden, oder gar im gegenüberliegenden
Fussballstadion.
Unterdessen wurde bekannt, dass Europas Parlamentarier
Asyl im Strasbourger Münster
für ihre Sitzungen im September erlangen könnten. Ein hochangesehener
Wirt aus der
Strasbourger Altstadt soll Monsieur le Président in Paris versichert
haben, dass
noch niemals eine Decke in dem, Anno 1439 aus rosa Vogesensandstein fertiggestellten
Sakralbau eingestürzt ist.
Eine Experten-Kommission warnt bereits eindringlich
vor einer EU-Parlamentssitzung
in dem gotischen Bauwerk aus den 15. Jahrhundert. Die Experten behaupten,
das ganze
Bauwerk aus dem Mittelalter sei einsturzgefährdet, wenn die Decken
und Wände erst
einmal unter die Lügen-Kanonade der politischen Zirkusartisten aus
den Staaten
Europas gelangten.
Während man in Frankreich fieberhaft nach
einem stabilen Dach für Europas
Parlamentarier sucht, könnte eine neue Hiobsbotschaft aus Brüssel
gar den gesamten
EU Parlamentarismus jäh beenden. Wie das Politmagazin Zappenduster
meldet, sollen
auch zahlreiche Deckenkonstruktionen am Brüsseler Sitz des Parlament
an billigen
Plastikhaken hängen. Sogar der Palast der EU Kommission soll davon
betroffen sein.
Der Lethargie und dem Suff nahe, soll EU Ratspräsident
Nicolas Sarkozy bereits
einige Astrologen und Wahrsager in den Élysée-Palast bestellt
haben, um wenigstens
herauszufinden, wie das Ende der EU aussieht und vor allem ob das Ultimo
noch unter
seiner Präsidentschaft stattfindet.
Ein irischer Weissager soll Zeitungsberichten zufolge
tief in sein Glas der Wahrheit
geschaut haben und in einem Dubliner Pub verkündet haben, der Riese
Europa stehe
nicht nur auf tönernen Füßen, seine Großmachtpläne
seien auch allesamt an
Plastikhaken aufgehängt, deren Halbwertzeit längst überschritten
ist. Auf ein
genaues Datum, wann das Konstrukt mit Namen Europa einstürzt, wollte
sich der
Weissager allerdings nicht festlegen. Der graumelierte Zukunftsforscher
fabulierte
jedoch, bereits die nächste Sonnenfinsternis werde Europas Schicksal
und das seiner
Deckenhaken aus Plastik entscheidend beeinflussen.
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