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Attac gewinnt internationale Handlungsfähigkeit
Erste Europäische Sommeruniversität der Globalisierungskritiker

Saarbrücken (sk) - Zehn Jahre nach der Gründung des globalisierungskritischen
Netzwerkes kommen Anfang August Attac-Aktivistinnen und Aktivisten aus ganz Europa
und Marokko zu ihrer ersten Europäischen Sommeruniversität (ESU) zusammen. "Ein
anderes Europa ist möglich", lautet das Motto des Treffens vom 1. bis 6. August in
der Saarbrücker Universität, zu dem mehr als 600 Attac-Aktive erwartet werden. "Die
ESU wird ein entscheidender Punkt in der Geschichte von Attac und ein wichtiger
Schritt zu einer stärkeren Vernetzung der sozialen Bewegungen in Europa werden",
sagte Sven Giegold, Mitbegründer von Attac Deutschland und Mitglied des
internationalen ESU-Vorbereitungsteams. In den letzten zehn Jahren habe Attac viele
Kämpfe gewonnen; Globalisierungskritik sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
"Gleichzeitig erleben wir angesichts der tief greifenden globalen Krisen heute
deutlicher denn je das Versagen des Neoliberalismus. Jetzt gilt es, unsere
internationale Handlungsfähigkeit zu stärken."

Ziel der Europäischen Sommeruniversität ist es, den Austausch unter den autonomen
Länderorganisationen von Attac zu intensivieren, Aktionen aufeinander abzustimmen
und gemeinsame Prioritäten festzulegen. "Wir brauchen ein demokratisches Europa von
unten. Die ESU wird ein Meilenstein dafür", sagte Sven Giegold.
Auf dem Programm stehen mehr als 200 Veranstaltungen - darunter rund 30
Vormittags-Seminare und 13 Foren, bei denen Attac-Vertreter aus 20 Ländern entlang
der fünf Themenstränge "Soziales Europa", "Demokratisierung der Wirtschaft",
"Demokratisierung Europas", "Ökologisches Europa" und "Europa in der Welt"
miteinander diskutieren. Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch; die
Veranstaltungen werden teilweise simultan gedolmetscht. Das umfangreiche
internationale Kulturprogramm richtet sich an alle Interessierten - unabhängig einer
Teilnahme an der ESU.

Zeit: Freitag bis Mittwoch, 1. bis 6. August 2008
Ort: Universität des Saarlandes, Saarbrücken