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In Lothringen soll Frankreichs zweites Atom-Endlager
entstehen
Grüne Jugend kündigt Proteste an
Saarbrücken (sk) – Nach einem Bericht der Saarbrücker
Zeitung sucht die
französische Agentur für die Entsorgung radioaktiven Mülls
in Lothringen einen
weiteren Standort für ein Atom-Endlager. Dort sollen mittelaktive,
langlebige
Atomabfälle deponiert werden, die demnächst bei der Demontage
von acht Reaktoren
anfallen. In einem sogenannten Erkundungsbergwerk im Dorf Bure, zwischen
Saint
Dizier im Département Haute-Marne und der ostfranzösischen
Stadt Nancy laufen
derweil die Vorbereitung für die Endlagerung hochaktiver Abfälle
weiter.
Die Grüne Jugend Saar kündigt an, die Proteste in Lothringen
gegen die neuen
Endlagerstätten zu unterstützen. Man wolle nicht, dass die Großregion
zu einer
Müllkippe für Atommüll werde. "Wir fordern ein transparentes
Verfahren, wobei eine
echte Bürgerbeteiligung gewährleistet sein muss. Das schlimme
Scheitern der
bisherigen Endlagerprojekte in Morsleben sowie des "Forschungsendlagers"
Asse II
zeigt auf fatale Weise, was geschehen kann, wenn man sich auf die Aussagen
der
Atombefürworter verlässt." meint Thorsten Comtesse, Vorsitzender
der Grünen Jugend
im Saarland.
Die fieberhafte Suche der französischen Regierung nach einem weiteren
Endlagerstandort in Lothringen zeige deutlich, dass Atomkraft eine Energieform
sei,
die zu immensen Problemen für nachfolgende Generationen führe.
"Es kann nicht sein,
dass die Großregion nun die Kosten für eine falsche Energiepolitik
tragen muss. Die
Bürgerinnen und Bürger werden sich in Lothringen zu wehren wissen
und wir werden sie
hierbei unterstützen," sagt der Vorsitzende der Grünen
Jugend im Saarland.
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