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Bis der letzte Ortsverband zerschlissen
und die letzte Freud dahin, bleibt der Freund vom Genossen der Bosse. Clement
geh mit Gott, aber geh ... hau ab.
Mittwoch, 6. August 2008
Drohender Parteiausschluss
Clement nimmt Stellung
Im Streit um seinen möglichen Ausschluss aus der
SPD geht der frühere Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement an die
Öffentlichkeit. Er werde sich an diesem Donnerstag äußern,
hieß es aus Clements Umgebung. Das "Rheinhotel Dreesen" in
Bonn bestätigte, dass Clement für 13 Uhr eine Pressekonferenz angekündigt
hat. Die nordrhein-westfälische SPD habe diesen Termin nicht organisiert,
teilte ein Sprecher mit. Der "Focus" berichtete, der frühere
SPD-Vize werde nichts zurücknehmen. Nach Angaben der "Süddeutschen
Zeitung" soll er nicht vorhaben, seinen Austritt aus der SPD anzukündigen.
Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Peter Struck, hat den früheren
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement unterdessen zur Mäßigung
aufgerufen, sich gleichzeitig aber gegen seinen Parteiausschluss ausgesprochen.
"Wolfgang Clement hat für die SPD Wichtiges geleistet - auch bei
der Agenda 2010. So einen sieht man nicht gerne gehen, aber er muss auch sein
eigenes Temperament zügeln", sagte Struck dem "Münchner
Merkur".
Struck ist zuversichtlich
Die Landesschiedskommission der SPD in Nordrhein-Westfalen hatte den einstigen
Ministerpräsidenten Clement aus der Partei ausgeschlossen, weil er im
Hessen-Wahlkampf wegen der Energiepolitik der SPD-Spitzenkandidatin Andrea
Ypsilanti vor deren Wahl gewarnt hatte. Struck sagte: "Es wäre hilfreich,
wenn Wolfgang Clement endlich einsehen würde, dass das parteischädigend
war. Es geht nicht um die Frage, ob Clement eine andere Meinung zur Energiepolitik
hat als Frau Ypsilanti, sondern darum, dass ein SPD-Mitglied nicht erklären
darf, man solle die SPD nicht wählen." Er sei aber zuversichtlich,
dass die Schiedskommission auf Bundesebene "ein vernünftiges Urteil
finden wird".
Wie zuvor Parteichef Kurt Beck betonte auch Struck, es geht nicht um einen
Richtungsstreit. "Wolfgang Clement mag bei der Energiepolitik andere
Auffassungen haben. Aber die SPD hat sich beim Hamburger Parteitag 2007 klar
festgelegt, etwa mit dem Bekenntnis zum Atomausstieg."
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