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Stadtzeitung


 

Größter Knall
Unter dem Titel »Von der Krise zur Katastrophe. Das Hypothekendesaster in den USA spitzt sich zu – mit verheerenden Folgen für die Weltwirtschaft« schreibt Kolumnist Wolfgang Münchau in der Financial Times:
In den USA liegt der gesamte Korrekturbedarf von der Spitze des Marktes aus gesehen bei über 30 Prozent. Inflationsbereinigt sind es sogar weit über 40 Prozent. Wir sind bisher ungefähr knapp auf der Hälfte angelangt: Der reale Hauspreisverfall beläuft sich auf über 20 Prozent.

Es handelt sich fast mit Sicherheit um den größten Knall bei den Hauspreisen in der amerikanischen Geschichte. In Irland, in Großbritannien und in Spanien werden wir in den nächsten Jahren genau dasselbe erleben. (...)

Was wir erleben werden, ist ein massiver Schaden für den amerikanischen Staat und für das US-Finanzsystem. Die Notenbank wird in dieser Krise die Inflation völlig ignorieren und sich nur auf Wachstum und Finanzstabilität konzentrieren. Es werden noch viele Banken in Schwierigkeiten geraten. Das heißt: Die Zinsen bleiben niedrig, die Inflation steigt, und der Dollar wird weiter schwächeln, insbesondere gegenüber dem Euro. Ich würde mittlerweile nicht mehr einen Wechselkurs von eins zu zwei ausschließen. Und somit wirkt die Krise auch auf unsere viel zu exportabhängige Wirtschaft.

Die Kreditkrise wird von den Verantwortlichen – in den USA wie hierzulande – nach wie vor unterschätzt. Es ist die wahrscheinlich größte Finanzkrise aller Zeiten.