Saar-Jusos
kritisieren neue EU- Abschieberichtlinien und nehmen
SPD Abgeordnete in die Pflicht
Die Jusos Saar üben heftige Kritik an den beschlossenen Regelungen
zur Abschiebung.
Saarbrücken (sk) Der Vorsitzende der SPD Nachwuchsorganisation Sebastian
Thul
hierzu: "Europa wird immer mehr zur Festung. Das kann nicht das erklärte
Ziel einer
fortschrittlichen, humanen Einwanderungspolitik sein".
Insbesondere der fehlende Widerstand sozialdemokratischer Europapolitiker
stößt bei
den Jusos auf Unverständnis. "Es ist unerhört, dass der
Widerstand gegen eine
menschenunwürdige Richtlinie lediglich von der Linken- und Grünen-Fraktion
kommt und
nicht von den Sozialdemokraten", so Thul.
Die Jusos setzen sich seit ihrer Gründung für ein Asylrecht
ein, das auf
humanistischen Grundlagen steht. "Von einem solchen, menschenwürdigen
Asylrecht
haben wir uns mit dem heutigen Tag europaweit verabschiedet", so
Thul. Bereits die
deutschen Abschiebepraxis, in der sogenannte "Illegale" bis
zu 18 Monaten in
Abschiebehaft gesteckt werden, ist menschenunwürdig. Die Jusos Saar
machen die EU
direkt und indirekt für die immensen Flüchtlingsströme
verantwortlich. Die
EU-Agrarsubventionen, die Klimaschäden welche durch eine verfehlte
Klimapolitik in
den Industrienationen verursacht werden und die gnadenlose Ausbeutung
von
natürlichen Ressourcen durch europäische Firmen zwingen Millionen
Menschen in die
Flucht. "Die Europäische Union entzieht sich ihrer Verantwortung
und zeigt einmal
mehr, dass sie lediglich eine Wirtschafts- und Währungsunion ist",
so Thul. Die
Jusos Saar fordern von den sozialdemokratischen EU-Parlamentariern eine
gravierende
Richtungswechsel hin zu einer humanen Einwanderungspolitik.
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