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Für
CDU Landesregierung
an der Saar ist Onanie kein Fremdwort
Arbeitsminister Vigener
und Saarfürst Müller tun's gemeinsam
Von Claude Michael Jung - Eine Saartire
Onanie ist die hohe Kunst der Selbstbefriedigung. Methoden und Fingertechnik
sind jedoch unterschiedlich. Was die saarländische CDU Landesregierung
betrifft, so ist deren Onanietechnik jedoch eher als monoton zu bezeichnen.
Allmonatlich der gleiche Griff zum Propagandaschwengel, wenn es um die Erwerbslosenstatistik
im Land geht.
Real betrachtet ist der CDU Statistik-Orgasmus allerdings eine
Vortäuschung
falscher Tatsachen. Während Arbeits- und Sozialminister Prof. Dr.
Gerhard Vigener von einer überdurchschnittlich rückläufigen
Arbeitslosigkeit bei langzeitarbeitslosen Hartz IV-Empfängern fabuliert
und dabei die neuesten Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für
Arbeit als propagandistische Masturbationsvorlage benützt, befriedigt
sich Saarfürst Peter Müller an der gleichen Vorlage,
sagt der saarländische Thekenphilosoph Max Flabbes.
Im Duo scheint Onanie eben mehr Spaß zu machen, kommentiert
Professor ElmarFiesling, arbeitsmarktpolitischer Berater der Saarländischen
Heissluftgesellschaft den wieder mal von der Saar-Landesregierung orgiastisch
gefeierten Rückgang der rwerbslosenzahlen im Saarland um statistisch
eben mal 477 Personen. Professor Fiesling weist darauf hin, dass gerade
christlich geprägten Politikern in früher Jugend bereits eingetrichtert
wurde, das pausenlose Onanie zur Erblindung führt. Völlig
blind und realitätsfern feiern Saarfürst Müller und sein
in Heidelberg geleaster Ministrant Gerhard Vigener ihre katastrophale
Arbeitsmarktpolitik, die das Saarland zum bundesweiten Spitzenreiter
bei Niedriglöhnen gemacht hat. Professor Elmar Fiesling möchte
von der Landesregierung wissen, wieviele dieser 477 vermittelten Personen
tatsächlich in reguläre Arbeitsplätze mit tariflich bezahlten
Löhnen, von denen es sich auskömmlich leben lässt, vermittelt
wurden. Es steht zu vermuten, dass der sogenannte Vermittlungserfolg
der 477 Personen zum größten Teil in Zwangsarbeit oder in
Jobs, die durch Hartz IV Leistungen aufgestockt werden müssen,
erfolgt ist, so Professor Fiesling.
Auch der Sexualtheoretiker Professor Dr. Heini Bummsbacher warnt die
christlichen Onanierer angesichts des bevorstehenden Anstiegs der Erwerbslosenzahlen
vor weiteren Griffen zum allmonatlichen Orgasmusschwengel. Gerade erst
steht der Beschluss der Telekom fest, ihr Saarbrücker Callcenter
zu schließen. Während es der rheinland pfälzischen Landesregierung
durch konstruktive Verhandlungen gelungen ist, die Callcenterstandorte
Trier und Ludwigshafen zu erhalten, hat sich die saarländische
CDU Landesregierung anscheinend in feuchten Träumen wohlgefühlt
und nichts gegen den Abbau der 220 Arbeitsplätze unternommen.
Professor Bummsbacher vermutet, angesichts der wirtschaftlichen Depression
könne die
Saar Regierung versuchen, die Katastrophe auf dem Arbeitsmarkt durch
andauerndes Onanieren auch weiterhin schön zu reden. Einen
Dauerorgasmus bis zu den Landtagswahlen wird die Landesregierung jedoch
nicht überleben, so der erfahrene
Sexualtheoretiker. Professor Bummsbacher befürchtet, dass das Masturbationsverhalten
der saarländischen Landesregierung anlässlich ihrer Pleiten
zu deren plötzlichem Herztod führen könne und der schwarze
Saarpeter dann mit seiner gesamten Truppe vor Petrus das Liedchen Onanie
Onana tirilieren muss.
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Saarfürst
Müller hat die Bux voll
Peter
Müller gegen "linke Experimente" und seine panische Angst vor
Oskar Lafontaine
Von
Claude Michael Jung
Heulen
und Zähneknirschen soll am vergangenen Samstag die Klausurtagung der
abgewirtschafteten Saar CDU dominiert haben. Der schwarze Peter hatte seine
Herde eigens in seine Heimatgemeinde Eppelborn treiben lassen, um die Marschroute
der Saar
CDU für das Superwahljahr 2009 abzustecken. Offen ausgebrochen ist dabei
die Oskarphobie des noch amtierenden saarländischen Ministerpräsidenten.
So soll es
verdächtig gerochen haben, als seine Saarmajestät vor "linken
Experimenten"
angesichts der Wirtschaftskrise fabuliert hat. Ein anwesender Fäkalanalyst
meinte
gar: Ich glaube Müller hat die Bux (Hose) gestrichen voll.
Auf
einer Pressekonferenz log sich CDU-Landeschef Peter Müller dann auch
selbst die Buxesäck (Hosentaschen) voll, als er behauptete im Saarland
sei der Strukturwandel dank der CDU Regierungskunst voll gelungen. Die CDU
zeige nun "Führung" und beweise, dass sie in der Lage ist auch
schwierige Probleme zu lösen, so Müller. Die Angst des schwarzen
Saarfürsten, die Linke könne ihm bei der Landtagswahl Ende August
seinen Thron unter dem Hintern wegziehen, stand im Mittelpunkt der Eppelborner
Kapitulationsrede nach zehn Jahren alleiniger CDU Regierungszeit.
Dabei
vergas Müller zu erwähnen, dass das Saarland gerade mal wieder einen
Spitzenplatz bei den Arbeitsmarktdaten erreicht hat. Für den bundesweiten
Höchststand an Kurzarbeitern konnte sich die Landesregierung aktuell
eine
Goldmedaille um den Hals hängen lassen. Auch die neueste Prognose des
statistischen Landesamtes die dem Saarland einen Sturz ins Bodenlose
vorhersagt, blieb in Müllers Untergangsbotschaft unerwähnt.
Wenig
Trost und schon gar keine Hoffnung bekam Saarfürst Müller für
seine
Untergangsvisionen am vergangenen Samstag vom Vorsitzenden der saarländischen
Linkenzugesprochen.
Peter
Müllers Angst vor der Landtagswahl kann man mit Händen greifen,
sagte der
Vorsitzende der saarländischen Linken, Rolf Linsler. Seine Angriffe
auf Oskar
Lafontaine sind ein untauglicher Versuch von seinem eigenen Versagen abzulenken.
Müller
sei in der peinlichen Situation, trotz zehnjähriger Regierungszeit keine
Leitinvestition vorweisen zu können. Während mit dem Namen Lafontaines
u.a. die Saar-Kanalisierung, der Bau der Saarbahn, die Schienenschnell-Verkehrsverbindung
von Saarbrücken nach Paris, der Ausbau der Forschungslandschaft mit Gründerzentrum
und Science-Park, die Rettung von Saarstahl, eine Teilentschuldung mit 6,5
Milliarden
Euro, die Ansiedlung neuer Betriebe, der Zulieferpark bei den Ford-Werken,
das
Max-Ophüls-Festival, Perspectives du théâtre, die Gründung
der Hochschule für
Bildende Künste verbunden sei, habe Müller außer Gruben- und
Schulschließungen lediglich die Renovierung des Landtages und den Neubau
eines Ministeriums vorzuweisen.
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Saarländische
Porno-Industrie ruft nach Vater Staat
CDU Landesregierung will Notruf prüfen
LINKE fordert: Das Würstchen muss in die Pelle
Von Claude Michael Jung
So
mancher Pimmel schrumpft gehörig bei arktischen Temperaturen. Eisige
Minustemperaturen in der Wirtschaft lassen jetzt auch die Pornoindustrie im
Saarlandstark schrumpfen. Auf der, zur Zeit in der saarländischen Metropole
Saarbrückenstattfindenden Pornomesse Interbums, jammern die
Aussteller aus dem letzten Loch.
Der wirtschaftliche Niedergang hat bereits ein ländliches Filmstudio
in die Pleitegetrieben. Weitere Studios und Verlage stehen kurz vor der Insolvenz,
sagte einSprecher des saarländischen Pornoverbandes dem Magazin Naggisch.
Uschi,
im vergangenen Jahr noch Gewinnerin der goldenen Muschi, dem Saar/Lor/Lux
Porno Award, wird sich schon bald vor den Augen ihrer Harz IV Fallmanager
ausziehenmüssen, anstatt ihre Hüllen gekonnt vor den Augen einer
Filmkamera oder Fotokamera
fallen zu lassen. Gaston Wutzig, stellvertretender Präsident des Pornoverbandes
Saar/Lor/Lux (PSLL) fordert dringend staatliche Hilfen für die bedrängtenPornomacher.
Wutzig kann sich einen Porno-Euro, etwa auf Hotelrechnungen durchausvorstellen.
Im
Saarland scheint es, haben die großen Parteien die Notlage der gebeuteltenPornoindustrie
als willkommenes Feuchtbiotop für den anstehenden Landtagswahlkampf erkannt.
Die pornographische Sprecherin der Saar-Linken, Yvette Belle Corsage ist grundsätzlich
bereit der heimischen Pornoindusttrie finanziell unter die Arme zu greifen.
Sie fordert aber auch Entgegenkommen von der Pornoindustrie. Sollte diese
Staatsknete erhalten, so müssen öfters auch Kondome beim filmischen
Rudelbumsen zum
Einsatz kommen. Das Würtchen gehört in die Pelle, so
Yvette Belle Corsage.
Auch
die CDU Landesregierung will im Vorfeld des Walkampfes allen helfen und
niemanden hängen lassen. In der kommenden Woche soll Staatssekretär
Frank Pissler das Ding in die Hand nehmen. Frank Pissler bereist in der kommenden
Woche die daniederliegenden Ateliers der Branche. Wie Staatssekretär
Pissler mitteilt, werde ein interregionales Rettungspaket, an dem sich auch
Luxembourg und Elsaß/Lothringen beteiligen, erforderlich.
Der
SPD Pornoexperte Kajo, Stenz zu Puderbach dagegen sieht keinen Handlungsbedarf.
Die Pornoindustrie wird sich im Gegensatz zur SPD von alleine wieder aufrichten,
meint der SPD Pornoexperte. Kajo, Stenz zu Puderbach fügt an: Bei
der Saar SPD kriegt sowieso keiner mehr einen hoch. Da nützten die beste
Pornographen auch nichts
mehr. Stimmt!
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Ryanair
denkt über Einführung einer Lokusgebühr nach
Bahnchef
Mehdorn soll sich schon für die Idee begeistert haben
Von Claude Michael Jung
Europas
größter Billigflieger Ryanair hat einen tollen Gedanken zur Erleichterung
seiner Passagiere in den Verkehr gebracht. Nach Medienberichten geht Vorstandschef
Michael O`Leary mit dem Gedanken schwanger, eine Gebühr von einem Pfund
(ca. 1,12 Euro) für die Benutzung des Aborts hoch über den Wolken,
einzuführen. Ich glaube
nicht, dass jemals ein Passagier eine Ryanair-Maschine bestiegen hat, und
weniger als ein Pfund in der Tasche hatte, vertraute der geschäftstüchtige
Ire O'Leary der BBC an. Bereits in der vergangenen Woche hatte Ryanair angekündigt,
die Passagiere
könnten demnächst sogar an Bord ihr eigenes Mobiltelefon benützen.
Dafür müssten sie jedoch zwei bis drei Euro je Gesprächsminute
an die Fluggesellschaft abdrücken.
Aus
Scheiße, Gold zu machen, diesem uralten Menschheitstraum ist man bei
Ryanair
einen entscheidenden Schritt näher gekommen, bewertet der Nobelpreisträger
für
Fäkalanalyse und Abzockkunst, Prof. Karl Wilhelm Holzkopp, den neusten
Dünnpfiff des
Billigfliegers. Holzkopp rät zur Optimierung der Nebeneinnahmen besonders
verdauungsfördernde Bordmenüs anzubieten. So könnten beispielsweise
mit Rizinusöl
verfeinerte Salate die Bordtoiletten während des Fluges voll auslasten
und zur
Gewinnmaximierung der Airline beitragen. Professor Holzkopp rät Ryanair
sogar mit
der Aufstellung von Toilettenpapierautomaten und der kostenpflichtigen
Bereitstellung von Wasser, Seife und Handtuch, einen weiteren Beitrag zur
Erleichterung seiner Passagiere zu leisten. Wer sich künftig über
den Wolken den
Hintern abwischt, kann sich nicht davor drücken, der Fluggesellschaft
ordentlich
Zucker in den Hintern zu blasen, so Prof. Karl Wilhelm Holzkopp in seiner
neuesten
Fäkalanalyse.
Derweil
soll auch Deutschlands Bahnchef Hartmut Mehdorn, im Verlauf einer
gemeinsamen Lokussitzung des Bahnvorstandes, eigene Vorschläge zur Gewinnmaximierung
des Schienenverkehrsunternehmens gemacht haben. Wie das Politmagazin Zappenduster
unter Berufung auf eine öfters undichte Stelle in Mehdorns Umkreis berichtet,
wolle
die Bahn bereits ab kommenden Sommer die Pläne von Ryanair Vorstandschef
Michael
O`Leary übernehmen. Es sei unter anderem an die Einführung einer
Flatrate für die
Benutzung der Zugtoiletten gedacht. Bahnreisende, die schwarz auf der Zugtoilette
ihre Notdurft verrichteten und vom Begleitpersonal erwischt werden, müssen
damit
rechnen ein saftiges Aufgeld auf den Beförderungspreis zu entrichten,
oder ratz-fatz
auf die Schienen gesetzt zu werden.
Wie
unterdessen aus dem bahneigenen Arbeitskreis Abtritt durchsickerte, soll auch
das Serviceangebot der Bahn für Lokusbesucher ohne Flatrate ausgeweitet
werden.
Unter dem Gesichtspunkt des Let's make Money Gedankens, werde demnächst
ein Zeittakt
für mehr Gerechtigkeit und raschere Abfertigung auf dem Zugklo sorgen.
Der einfache
drei Minutentakt soll schon ab zwei Euro zu haben sein. Die Premiumsitzung
dagegen
will sich die Bahn vergolden lassen. Hier ist an ein Sitzungsgeld, nicht unter
zehn
Euro, auf der nach oben offenen Abzockskala gedacht.
Wie
ein Bahnsprecher betonte, müsse das Unternehmen alle Möglichkeiten
in Betracht
ziehen, um seine Kassen zu füllen. Hier sei Ryanair Vorstandschef Michael
O`Leary
mit seiner innovativen Lokusiniative gerade zur rechten Zeit gekommen. Man
habe
O`Leary zu einem Gedankenaustausch nach Berlin eingeladen, um gemeinsam über
weitere
Schritte zur Förderung finanzieller Zubrote in schweren Zeiten zu beraten.
Geld
stinkt eben nicht, auch wenn es vom Lokus kommt.
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Atomklo Saar-Lor-Lux?
Politik muß Schweigen brechen!
Widerstand gegen alle Endlagerprojekte in Lothringen gefordert -Warum schweigt
die
rheinland-pfälzische Umweltministerin Conrad? Warum schweigt Luxemburg?
Trier
(sk) - Wie der Trierische Volksfreund mehrfach berichtet, könnte
als Alternative zu Gorleben -- im lothringischen Bure ab 2025 auch hochradioaktiver
Atommüll aus Deutschland eingelagert werden. Zudem ist jetzt ein weiteres
Endlager für schwach-radioaktiven Müll geplant. Drei Gemeinden sind
noch im Gespräch, nachdem andere aufgrund des Widerstands aus der Bevölkerung
ausschieden.
"Der
saarländische Landtag hat sich als ersten begrüßenswerten
Schritt gegen das Atommülllager für chwachradioaktiven Müll
ausgesprochen zum fertig ausgebauten, aber noch nicht in Betrieb befindliche
Endlager für hochradioaktiven Müll in Bure wird aber bisher geschwiegen.
Doch wer schweigt stimmt zu: Saar mweltminister Mörsdorf (CDU)
gibt der Atomindustrie damit Rücken-deckung, denn für den Weiterbetrieb
der Atomanlagen soll Bure eine Scheinlösung für das ansonsten unlösbare
Atommüllproblem abgeben." So Markus Pflüger von der Trierer
Antiatomgruppe Stop Bure.
"Wir
fordern die saarländische und rheinland-pfälzische Landesregierungen
sowie
Luxemburg auf, ihr Stillschweigen zu beenden und Position gegen die Großregion
als Atomklo und besonders gegen Bure zu beziehen! Hier zeigt sich wer sich
ernsthaft für eine ökologische Energiewende einsetzt oder die Riskiotechnologie
Atomenegerie
durch Ignoranz unterstützt!" sagte Julia Bäuerlein von der
Stop Bure Gruppe Trier.
"Sonst
wird mit Bure eine weitere große und dauerhafte Atomanlage in der Großregion
trotz Widerstand der Bevölkerung von der Politik stillschweigend
protegiert" so die
AtomkraftgegnerInnen. "Alle Parteien und die Bevölkerung sind aufgefordert,
den
Widerstand gegen alle Endlagerprojekte in Lothringen zu unterstützen.
Neben
juristischem und politischem Widerstand, beispielsweise grenzüberschreitenden
Umweltverträglichkeitsprüfungen, gehört dazu auch die
Abkehr von regional aktiven
Atomkonzernen wie RWE. "Wir wollen kein Atomklo in Saar-Lor-Lux noch
anderswo der unverantwortliche Betrieb von Atomanlagen muss sofort
beendet werden." so die Stop Bure Gruppe Trier.
Zwei
Dinge sind dabei bemerkenswert:
1.
Bure ist offiziell nur ein Foschungslabor - die Politik bestätigt
mit Ihren
Äußerungen, was Atomkraftgegner schon lange befürchten: Der
Standort scheint
entgegen dem französischen Recht schon festzustehen, so heißt es
im saarländischen
Landtag: "In Bure bei Metz gibt es bereits ein Endlager." Kein Wunder,
wo Millionen
zur Bestechung in eine Region gepumpt werden, geht es nicht um geologischen
sondern um politische Widerstandsfähigkeit und die ist in Bure bewusst
politisch geschwächt und medial vernachlässigt worden.
2.
Gegen das seit 2008 geplante grenznahe Endlager für schwachradioaktiven
Müll sind alle Parteien im saarländischen Landtag. Zum viel
gravierenderen Endlager für hochradioaktiven Müll in Bure, wo auch
die deutsche Atomwirtschaft "mitforscht", schweigen dagegen alle
Regierungen der Großregion seit gut 10 Jahren.
Hintergrund:
- Starke atomare Belastung der Großregion: Neben Urantransporten durch
die Region, der größten französischen Atomanlage Cattenom
mit regelmäßigen Störfällen sowie zwei oberirdischen
Atommülllagern für mittelradioaktiven Müll im
Departement l'Aube (Soulaines + Morvilliers) ist zusätzlich zu dem Endlager
für
hochradioaktiven Müll in Bure aktuell noch ein weiteres Endlager für
schwach-radioaktiven Müll geplant. Zuletzt war das Örtchen Dalhain
als Standort im Gespräch. Seine Bürger wehrten sich jedoch mit Erfolg
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www.dgb-saar.de
Der DGB Saar zur Initiative der Landesregierung zur Veränderung des
Besoldungs- und Versorgungsrechts
Offener
Brief des DGB Saar: Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
wie mit Ihnen vereinbart wurde, treffen sich die Spitzen des Innenministeriums
und der Gewerkschaften (DGB, GdP, GEW, ver.di, DBB etc.) im Rahmen des zwischen
Landesregierung und Gewerkschaften in dienstrechtlichen Angelegenheiten und
Vorhaben vereinbarten, engen und offenen Dialogs und
frühzeitigen Informationsaustausches in unregelmäßigen Abständen
unter der Bezeichnung Runder Tisch Föderalismusreform I.
Am 06. Mai 2009 fand letztmals ein solcher Runder Tisch statt.
Hier informierte - in Vertretung von Innenminister Meiser - Staatssekretär
Müllenbach über die aktuellen, dienstrechtlichen Maßnahmen
und Vorhaben der Landesregierung bzw. des MfIS im Zusammenhang mit der Umsetzung
der
Föderalismusreform im Saarland. Momentan bzw. bis zur Landtagswahl
so Staatssekretär Müllenbach am 6. Mai liege der Schwerpunkt
der Aktivitäten ausschließlich auf der Novellierung des
Laufbahnrechts. Bis zur Landtagswahl am 30. August 2009 seien keinerlei weitere
Maßnahmen geplant.
Auf die ausdrückliche Frage der DGB-Vertreter nach eventuell beabsichtigten,
besoldungs- und/oder versorgungsrechtlichen Maßnahmen versicherte
Staatsekretär Müllenbach, es gebe keinerlei diesbezügliche
Aktivitäten oder
Absichten.
Nun müssen wir erfahren, dass Ihr Kabinett am 19. Mai 2009 entgegen
diesen Aussagen sogar in einer besoldungsrechtlichen Grundsatzfrage einen
Beschluss
gefasst hat. Das entsprechende Gesetz soll am 1. Juli bzw. 1. August 2009
bereits in Kraft treten. Dem DGB Saar und seinen Gewerkschaften wurden nicht
einmal 14 Tage Zeit gegeben, um eine Stellungnahme zu verfassen. Da die zeitliche
Befristung des Sonderzahlungsgesetzes erst Ende 2010
ausläuft (Revisionsklausel), erschließt sich uns die an den Tag
gelegte Eile in keinster Weise. Augenscheinlich haben mit Blick auf die Landtagswahl
am
30. August nur wahltaktische Gründe dafür gesprochen, den Gesetzesänderungsprozess
ohne gleichberechtigte Beteiligung der vielen im DGB und seinen Gewerkschaften
organisierten Mitglieder
voranzutreiben. Offensichtlich gilt hier der Grundsatz Genauigkeit vor
Geschwindigkeit, wie Sie ihn etwa beim Vorhaben eines Tariftreuegesetzes
selbst zur Handlungsmaxime machen, nicht.
Herr Ministerpräsident, dieses Verfahren ist inakzeptabel! Für
die Vertreter des DGB Saar sowie seiner Mitgliedsgewerkschaften stellt dieses
Vorgehen
einen Vertrauensbruch dar. Wir empfinden es als einen gezielten Missbrauch
der Grundprinzipien eines Runden Tisches. Dieses intransparente
Handeln widerspricht auch dem zwischen Ihrer Landesregierung und den Gewerkschaften
im Saarland vereinbarten Grundsatz eines rechtzeitigen und intensiven Dialogs.
In einem demokratischen Beteiligungsprozess muss aus Gründen der Fairness
ausreichend Zeit eingeräumt werden, um eine Beteiligung wirklich zu ermöglichen.
Bedingt durch die zum Teil grundlegenden Änderungen in dem
vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Änderung dienstrechtlicher
Vorschriften hätten wir nicht nur die korrekten Informationen,
sondern auch deutlich mehr Zeitvorlauf benötigt, um eine Rückspiegelung
durch unsere Mitglieder zu koordinieren. Insofern ist ihre Feststellung in
einem Begleitbrief zur Besoldungsmitteilung zum Juni 2009 an alle Beschäftigten,
diese Neuregelung sei ein Wunsch der Beschäftigten bzw. der
Gewerkschaften, so nicht wahr! Mit uns bzw. unseren zahlreichen Mitgliedern
ist der Gesetzentwurf zuvor auch nicht ansatzweise erörtert worden. Ihre
Behauptung ist daher bezogen auf große Teile der Beschäftigten
so aus der
Luft gegriffen.
Gerne hätten wir mit Ihnen ergebnisoffen über die Vorteile, aber
auch die Nachteile des Einbaus der Sonderzuwendung in die Monatsbezüge
diskutiert. So
ist zwar nach Einbau der Zugriff des Dienstherrn auf die Sonderzuwendung zu
Sparzwecken erschwert. Mit dem Einbau auf derzeitigem Niveau ist aber auch
das von Ihnen selbst massiv beschnittene Weihnachts- und Urlaubsgeld in dieser
erheblich reduzierten Höhe die dauerhafte Bemessungsgrundlage. Im Vergleich
etwa zu Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten, bei denen ebenfalls ein Einbau
in die Monatsbezüge erfolgt, sind saarländische Beamtinnen und Beamte
deutlich schlechter gestellt. Ab Januar 2011 wird der saarländische Beamte
im Vergleich zu Beamtinnen/Beamten des Bundes in der Besoldungsgruppe A 9
über 400,-€, in A 11 über 900,-€ im Jahr weniger verdienen.
Bei
Versorgungsempfängern ist der Unterschied noch größer.
Herr Ministerpräsident, für uns im DGB wird durch die von ihrer
Regierung mittlerweile gewählte Verfahrensweise die Sinnhaftigkeit des
Runden Tischs
in Frage gestellt. Warum sollen wir dort mitarbeiten, wenn die wesentlichen
Fragen in dieser Runde gar nicht mehr besprochen, sondern an ihr vorbei geregelt
werden? Zeit genug für eine ordentliche Vorbereitung und Beteiligung
wäre gewesen, wenn eben diese Beteiligung aller durch die Landesregierung
tatsächlich gewünscht gewesen wäre. Gleichberechtigung und
Mitbestimmung waren aber offensichtlich doch nur leere Worte. Wir fragen Sie
daher: Wie stellt sich Ihre Regierung eine Verfahrensgrundlage vor, um in
Zukunft getreu dem Motto Verhandeln statt verordnen gemeinsam
mit dem DGB Saar und seinen
Mitgliedsgewerkschaften eine moderne Beamtenpolitik im Saarland zu gestalten?
Mit freundlichen Grüßen
(Unterschriften)
Eugen Roth
DGB Saar
Hugo Müller
GdP Saar
Alfred Staudt
ver.di Saar
Klaus Kessler
GEW Saarland
Thomas Breuer
IG BAU Rheinland-Pfalz-Saar
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Weniger
als hundert Tage vor der Landtagswahl machte der AStA der Universität
des Saarlandes heute den KandidatInnen von SPD, Die.LINKE und Bündnis
90/Die Grünen einen Vertrags-
vorschlag.
Dieser beinhaltete, dass sich die zukünftigen Fraktionen
im Falle einer
Regierungsbeteiligung verpflichten innerhalb von 100 Tagen die Studiengebühren
abzuschaffen. Andernfalls leistet jede(r) unterzeichnende Abgeordnete und
jedes unterzeichnende
Regierungsmitglied pro Semester eine Spende in Höhe der Studiengebühr
an den "Hilfsfonds für unverschuldet in Not geratene Studierende"
des
Studentenwerks.
"Den
Worten müssen auch Taten folgen" erklärte Daniel Werner, AStA-Vorsitzender
der Universität des Saarlandes den Vorschlag des
AStAs. Die Abschaffung der Studiengebühren sei das zentrale Thema der
Studierendenschaft im Zusammenhang mit der Landtagswahl,
dementsprechend stießen die Versprechen von SPD, Die.LINKE und Bündnis
90/Die Grünen auf reges Interesse. "Wir möchten aber nicht,
dass
dieses Thema nur im Wahlkampf angesprochen wird", so Waël Hamdan,
ebenfalls AStA-Vorsitzender, "jetzt müssen die Parteien zeigen,
wieviel Inhalt in ihren Wahlkampfparolen steckt."
Bei
den bisherigen Gesprächen zwischen AStA und Landtagsfraktionen waren
letztere diesem Vorschlag gegenüber sehr positiv eingestellt.
"Wir sind gespannt, wie die Kandidaten und Fraktionen nun reagieren werden."
"Die
Studiengebühren gehören abgeschafft", fordert Daniel Koster,
Referent für Studienfinanzierung. "Und falls nicht, können
wir
wenigstens denjenigen helfen, die am dringendsten finanzielle Unterstützung
brauchen," so Koster abschließend.
Kontakt:
Waël
Hamdan und Daniel Werner
AStA-Vorsitzende
E-Mail: vorsitz@asta.uni-saarland.de
Telefon: 0681/302-4321
Daniel
Koster
AStA-Referent für Studienfinanzierung
E-Mail: studienfinanzierung@asta.uni-saarland.de
Telefon: 0681/302-2945
--
Waël Hamdan
Daniel Werner
Vorsitzende des AStA der Universität des Saarlandes
Referat für Hochschulpolitik und Öffentlichkeit
Campus A5.2
66123 Saarbrücken
Tel.: 0681 302 4321
Fax : 0681 302 4323
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Wie 1929 ? Nachdem
die Kapitalisten das System gegen die Wand gefahren haben und große
Teile der Bevölkerung in die Armut getrieben haben kommt die Inflation,
und was kommt dann?
Institut warnt: Inflation deutlich
über 5 Prozent
Dass Hamburger Wirtschaftsforschungs-
institut HWWI erwartet mittelfristig eine hohe Inflation in Deutschland. "Die
Preise werden sich in diesem Jahr allenfalls für kurze Zeit leicht nach
unten bewegen. Für die Jahre nach 2010 wird heute aber die Saat ausgesät,
die zu höheren Inflationsraten führen wird. Ich rechne mittelfristig
mit Inflationsraten von deutlich über fünf Prozent", sagte
HWWI-Direktor Thomas Straubhaar der "Berliner Zeitung". "Historisch
betrachtet waren Phasen hoher Arbeitslosenraten immer auch Phasen steigender
Löhne und Preise."
Straubhaar zeigte sich überzeugt, dass die wirtschaftliche Talsohle in
diesem Jahr durchschritten wird. "2010 wird dann eine Art Übergangsjahr
mit positiven, wenn auch noch bescheidenen Wachstumsraten und ab 2011 wird
sich die wirtschaftliche Entwicklung sehr schnell wieder nach oben bewegen",
sagte der HWWI-Chef. Die USA würden schon bald wieder zur Konjunkturlokomotive:
"Dort dürften die Konjunkturpakete und die expansive Geldpolitik
schon im nächsten Jahr Wirkung zeigen. Und das wird sich auch positiv
auf Europa auswirken."
Im Gegensatz zu Straubhaar befürchtet der Wirtschaftsweise Peter Bofinger
eine lange Deflation. "Ich rechne für längere Zeit mit einer
deflationären Grundtendenz in Deutschland", sagte Bofinger. "Die
deutlich steigende Arbeitslosigkeit wird nun bald zu rückläufigen
Löhnen führen." Weil die Löhne der wichtigste Einflussfaktor
für die Preisentwicklung seien, werde es zu deutlich sinkenden Preisen
kommen. Was die wirtschaftlichen Perspektiven angeht, äußerte sich
Bofinger deutlich skeptischer als Straubhaar: Er sei überzeugt, "dass
wir diese ungünstige wirtschaftliche Entwicklung nicht nur 2009 und 2010
haben werden sondern dass die Stagnation bis 2013 andauern kann".
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Die
preiswerte Eintrittskarte
Die Wiedergutmachung vergaß
viele Opfer der Shoah
Von Stefan Gleser
Zwei
Fotos sind zu sehen: Das eine zeigt einen SS-Mann mit ausgestrecktem
Hitlergruss, das andere einen Überlebenden der Nazilager. Darüber
ist zu lesen: Raten Sie wer von den beiden von der Bundesregierung eine
Kriegsopferrente erhält! Die Bilder erschienen als Anzeige in einer
US-amerikanischen Zeitung. Der Druck des Auslands als Motor für die Entschädigung.
Das Buch
Die biologische Lösung. Wie die Shoah wiedergutgemacht wurde`
des
israelischen Journalisten Raul Teitelbaum berichtet davon, wie zwei von drei
Opfern
leer ausgingen.
Teitelbaum
wurde 1931 im ehemaligem Jugoslawien geboren. Er wurde mit seiner Familie
in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Dort wurde sein Vater
ermordet. Nach der Befreiung emigrierte Teitelbaum nach Israel. Schon während
seines Studiums der Geschichte und Wirtschaft war er bei den Linken aktiv.
Sein Lebenslauf spiegelte die Logik der Entschädigung. Im Lager lernte
er die Sprache seiner Peiniger. Deshalb
gehört er zum deutschen Sprach- und Kulturkreis. Deshalb wurde er in
den fünfziger Jahren entschädigt. Teitelbaum arbeitete jahrelang
als Korrespondent der
israelischen Zeitung Yedioth Acharonoth in Deutschland.
Die Geschichte
der Wiedergutmachung beginnt mit einer Einsicht Konrad Adenauers. Der US-amerikanische
Hochkommissar Mc Cloy hatte ihm klar gemacht: Ohne Entschädigung
der Opfer keine Marshall-Hilfe und keine Aufnahme in die Völkergemeinschaft.
Auf der anderen Seite: Israel brauchte Devisen für Weizen, Benzin und
Investitionsgüter. Auf dieser Grundlage schlossen Adenauer und Ben-Gurion
1952 das Luxemburger Abkommen. Das hieß: 5 DM pro Tag in
Auschwitz als individuelle Entschädigung. Wie es sich später herausstellen
sollte, hatte sich Israel bei den Rentenzahlungen für die Hinterbliebenen
böse verrechnet. Die Verhandlungen standen allerdings unter Zeitdruck.
Die Position der Bundesrepublik wurde im Kalten Krieg immer stärker.
Der sorgte dafür, dass Opfer, die im Ostblock lebten, draußen vor
der Tür blieben. .
Im Bundestag
war Adenauer auf die Stimmen der SPD angewiesen. Die KPD befürwortete
eine individuelle Entschädigung, lehnte aber kollektive Zahlungen an
Israel ab. FDP und Deutsche Partei waren dagegen. In Israel sprach die linke
und rechte Opposition von Blutgeld.
Teitelbaum
untersucht die Auswirkungen der Zahlungen auf die israelische
Gesellschaft. Die Opfer der Shoah waren Juden aus Europa, Einwanderer aus
den
arabischen Ländern waren nicht davon betroffen. Die Entschädigung
trieb einen Keil zwischen beiden Gruppen. Den nach dem Krieg Immigrierten
wurde vorgeworfen, sie hätten die zionistische Konsequenz
früher wählen sollen. Ihre militärische
Leistungen als Ghettokämpfer, Partisanen oder Soldaten der Alliierten
wurden erst
zögerlich nach dem Eichmann-Prozess anerkannt.
In Deutschland
sank der Anteil der Wiedergutmachung am Bruttosozial-
produkt stetig. 1996 zahlte jeder Deutsche für die individuellen
Entschädigungen der Überlebenden
nicht einmal 20 DM pro Jahr, also pro Monat 1,60 DM. Alle Zahlungen,
die
jahrzehntelang quälend langsam dahinflossen, zusammengerechnet sind gegenüber
den Milliarden, mit denen man blitzartig die Konten der Bankeigentümer
zumüllte, Peanuts. Teitelbaum spricht von einem juristischen Maschendraht,
der gegenüber den Überlebenden aufgebaut wurde. Verschleppte Anerkennung
war Voraussetzung für die Wiedergutmachung: Die Sintis und Romas erst
ab 1965, dann die Homosexuellen, dann die Opfer der Euthanasie, dann die Zwangsarbeiter
und nicht zu guter Letzt, die wenigen, die von den wenigen Deserteuren noch
am Leben waren. Die ersten, die ins Konzentrations-
lager verschleppt worden waren, bekamen die Entschädigung alsbald gestrichen,
die
Kommunisten.
Interessen jüdischer Verfolgter außerhalb Israels vertritt die
Conference on Jewish
Material Claims against Germany. Ihr wirft Teitelbaum vor, nach dem
Gießkannenprinzip zu arbeiten. Kulturelle und karitative
Organisationen seien
gegenüber direkter Hilfe bevorzugt worden.
Wie die
Alliierten sah Israel Österreich als befreites Land an. So
verhandelte nur
die Jewish Claim mit der Alpenrepublik. Vergleichbar mit der Bundesrepublik
war
Druck vonnöten. Erst als angekündigt wurde, einen Film über
den begeisterten
Empfang Hitlers in Wien vorführen zu lassen, fand sich Österreich
bereit einen
Hilfsfonds einzurichten. Die Waldheim-Affäre zerbrach endgültig
den Mythos vom
ersten Opfer des Nationalsozialismus.
Wer die
Macht hat, kann nach Belieben definieren. Teitelbaum erzählt die Geschichte
der Wörter. Zuerst wurden aus Handlangern des Naziregimes Opfer. Seit
1950 gab es Kriegsopferrenten. Oft weihevoll-religiös umwabert ist das
Opfer, unschuldig und vom Schicksal auserwählt. Anders ein Verfolgter.
Er kann für seine bedrängte Lage selbst verantwortlich sein: Die
Polizei verfolgt einen Straftäter. Deshalb waren die Überlebender
der Lager, Gefängnisse und Verstecke Verfolgte. Die Deutschen sprachen
von Wiedergut-
machung, als ob man es hätte wieder gut machen können. Für
den Katholiken Adenauer schwang in Wiedergutmachung gewiss auch so etwas wie
Schuldenerlass mit und Wiedergut-
machung bedeutet auch einen Schlußstrich ziehen, womit Adenauer
die Gegner des Luxemburger Abkommens innerhalb seiner Partei beruhigte.
Die Israelis dagegen sprachen von Entschädigung.
Islamische
Truppen lieferten Teitelbaum und seine Familie an die Deutschen aus.
Trotzdem entwirft er ein äußerst differenziertes Bild arabischer
Positionen. Er zitiert Moslems, die Mitgefühl mit den Opfern der Shoah
äußern und sich dagegen verwahren an die Seite der Mörder
und Blutvergiesser dieser Welt gestellt zu werden. Seine Empathie versetzt
ihn in die Lage der Palästinenser.
Die Wut
und die Verzweiflung über die Niederlage führten zur Religion als
Trösterin. Aber gerade diese sei für die Demütigung verantwortlich.
So schlösse sich der Kreis.Seinen arabischen Nachbarn empfiehlt er, ihre
Sache nicht allein den Klerikern, von denen sich manche auf europäische
Rechtsradikale beriefen, zu überlassen. Dies würde
wieder zu einer Katastrophe für die Palästinenser, wie unter dem
Grossmufti Amin Al-Husseini, der mit den Nazis paktierte, führen.
Äusserste
Sachlichkeit prägt Teitelbaums Buch. Ressentiment ist tatsächlich
ein
Fremdwort für ihn. Den Deutschen bescheinigt er, dass sie bezahlt und
eine stabile Demokratie aufgebaut hätten.
Die
biologische Lösung soll möglichst viele Leser finden. Darum
montierte er
Gespräche mit Traudl Jung, der ehemaligen Sekretärin Hitlers und
Ricardo Eichmann, dem Sohn Adolf Eichmanns, sowie Reiseeindrücke ein.
Bei uns
ist der Tod eines Menschen nur dann ein Kostenfaktor, wenn Hinterbliebene
Versorungsansprüche stellen, lässt sich Teitelbaum erklären.
Karl Brozik, lange Vertreter der Claims Conference in Deutschland fasste die
Entschädigung so zusammen:
Die Deutschen belohnen sich selbst für ihre Effizienz. Das ist
eine absurde
Situation. Je mehr Juden sie ermordet haben, desto weniger müssen sie
bezahlen.
Teitelbaum,
Raul
Die biologische Lösung - Wie die Schoah »wiedergutgemacht«
wurde Zu Klampen Verlag, Springe 2008; 367 S., 24,80 €, ISBN: 9783866740266
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