Das Reichen-Steuergeschengeschenke-Gesetz RLP Ministerpräsident Kurt Beck kommentierte die wochenlang anhaltende Luftnummer des CDU Ministerpräsidenten Carstensen. Dieser hatte sich aufgeblasen wie ein Pfau, bis er heute (18.12.09) Farbe bekennen sollte gegen das Reichen-Steuerge-schenke-Gesetz der Bundesregierung.
In der Sitzung des Bundesrates hat Kurt Beck die Haltung des Landes Schleswig Holstein und speziell die von Peter Harry Carstensen mit einem Gedicht kommentiert. Das Sprungbrett Ein Mensch, den es nach Ruhm gelüstet, Besteigt, mit großem Mut gerüstet, Ein Sprungbrett – und man denkt, er liefe Nun vor und spränge in die Tiefe, Mit Doppelsalto und dergleichen Der Menge Beifall zu erreichen. Doch läßt er, angestaunt von vielen, Zuerst einmal die Muskeln spielen, Um dann erhaben vorzutreten, Als gält’s, die onne anzubeten. Ergriffen schweigt das Publikum - Doch er dreht sich gelassen um Und steigt, fast möcht man sagen, heiter Und ollbefriedigt von der Leiter. Denn, wenn auch scheinbar nur entschlossen, Hat er doch sehr viel Ruhm genossen, Genau genommen schon den meisten - Was sollt er da erst noch was leisten?Ein Gedicht Eugen Roth (24. Januar 1895 in München; † 28. April 1976) war ein deutscher Lyriker und populärer Dichter meist humoristischer Verse.
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Stadtzeitung Saarbrücken

Ohne die Grünen-Partei-Kleinbürger wäre der Müller nix mehr, oder ? Ministerpräsident Müller sagte in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“, 18.Oktober: Den von den Gewerkschaften geforderten Mindestlohn lehne er ab, stattdessen spricht er sich für eine Lohnuntergrenze von 4,50 Euro aus
Wir dokumentieren einen sehr interessanten Text von SDS.die linke (Uni-Saarbrücken). Hier erfahrt Ihr, warum die Liberale Hochschulgruppe an der Universität des Saarlandes niemals einen Bus benutzen würde (noch nicht mal einen nach Dresden) und außerdem, daß Guido Westerwelle mangels schnee- und eisfreier Straßen ausgerutscht ist und mit dem Kopf gegen einen LKW gelaufen sein muß, bevor er in der Hartz-IV-Debatte Arbeitslose niedertrampeln wollte. In einer weiteren Hauptrolle: DER FÜHRER. Alle reden von sozialen Unruhen im Spätsommer/Frühherbst 2009
Soziale Unruhen haben historisch die Gesellschaft in Deutschland bisher kaum voran gebracht und demokratisiert. Ob 1848, 1918, oder 1968 waren es Massenbewegungen welche die unerträglich gewordenen gesellschaftliche Verhältnisse schüttelten, aber leider nicht wesentlich verändern konnten. Eine neue sehr unzufriedene Massenbewegung wird in den kommenden Monaten die Machtfrage stellen, oder ?

SPD = Hartz IV. Hartz IV SPD macht mobil gegen Arbeitslose. Die bauchen keinen Koch oder Westerwelle um zu hetzen. Das können sie selbst am besten.

Erbärmlich, das allerletzte: Hartz IV-DGB unterstützt Hartz IV-SPD in NRW

In der Diskussion über einen gemeinnützigen Einsatz von Hartz-IV-Empfängern verteidigt der DGB die nordrhein-westfälische SPD-Landeschefin Kraft gegen Kritik. Auch die SPD-Bundestagsfraktion stärkt ihr den Rücken. Schneider vom DGB sagte:. "Allerdings müsse bei gemeinnütziger Beschäftigung darauf geachtet werden, dass tarifliche Standards nicht unterhöhlt würden."

Welch ein Hohn Unterdessen sprach sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit für mehr Druck bei jungen Hartz-IV-Empfängern aus. „Den alleinstehenden, arbeitsfähigen jungen Mann, der nicht arbeiten will, muss man notfalls auch durch Kürzungen etwas beflügeln“, sagte der SPD-Bundesvize der „Welt am Sonntag“.Wowereit ist wohl bei seinem Ex-Senator Thilo Sarrazin, SPD, in die Lehre gegangen.

Die Wahl eine Farce Düster sieht es aus am deutschen Finanzhimmel. Und nicht nur dort: Die Weigerung der Parteien, vor der Wahl Aussagen darüber zu treffen, wie der Heuschrecken - Haushalt wieder in Ordnung gebracht werden soll, macht aus der Wahl ein leeres Ritual, denn aus den Millionen Hartz IVlern ist nichts mehr raus zu melken, die sind trocken gelegt, einfach fertig, oder ?
Erneuter Angriff der Bundesregierung auf Arbeitslose – Bundesregierung schafft ABM-Stellen ab .... Der zweitdümmste der Bande der Sozialstaat - Zerstörer Franz Müntefering, gratuliert Kanzler a. D. Gerhard Schröder zu seiner Wahl vor zehn Jahren mit folgendem Schreiben: ... Die tausend Masken der NPD ......  Mehr als 30 000 werden plattgemacht ...   
(B.R.) Wir fordern den Bundesvorstand der Partei, die sich die Die Linke nennt, auf sich eindeutig zu der Forderung: Hartz IV muss weg zu verhalten.
Das opportunistische Rumgeeiere im Wahlprogramm kommt in Erwerbslosen Foren und in Arbeitsloseninitiativen gar nicht gut an. Den Funktionären der Partei scheint der Tanz für eine Koalition mit der SPD wichtiger zu sein als ein klares Bekenntnis zu der Forderung: Hartz IV muss weg
. Daraus folgt: Keine Stimme für die Partei, die sich Die Linke nennt.
Wie alles begann: Am 1. Mai 2002 hatte die Anti-Hartz-Initiative-Saar beschlossen zu einem Bündnis gegen Hartz & Agenda 2010 aufzurufen. Gemeinsam gegen Hartz IV und die von Bündnis 90/Die Grünen und SPD angestrebte neoliberale Republik! ....

Am 30. August finden im Saar-
land Landtagswahlen statt.
Warum? wo es doch nur Hartz IV Parteien und Neo- Nazis auf den Listen zu wählen gibt, oder?
Die Zerschlagung des Sozialstaatsprinzips durch SPD und Bündnis 90/Die Grünen fordert eine radikale Antwort, oder? Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz in Kraft, das Sozialstaatsprinzip wurde als Teil der Gesellschaftsordnung festgeschrieben. Was haben die daraus gemacht? Die Antwort ist einfach: Hartz IV. Nein zum Krieg! - Nein zur NATO! Die Rolle der Bundeswehr zwischen weltweiten Kriegseinsätzen – Der Wandel von der Präventions- zur Interventionsarmee ...
  11.4.2010 Die Frauen des 1. FC Saarbrücken kämpften wie Löwen gegen den papiernen Favoriten, gegen Bayern München. Ergebnis 0:0
10.04.2010 Bis Morgen um 11 Uhr und Daumen drücken Am Sonntag, 11. April brauchen die Frauen vom FCS unsere ganze Unterstützung. Es geht gegen einen großen Papiertiger zumindest im Frauen-Fußball. Der FC Bayern München kommt am 18. Spieltag der Frauen-Bundesliga ins Stadion Am Kieselhumes. Anpfiff der Partie ist um 11 Uhr.
Euer Manne
 
(G.M.) Die Mehrheit der Wahlberechtigten Bevölkerung ging nicht zur Wahl. Mit 56,9 % gewinnen wir, die Nichtwähler gegen die gesamte Riege aller Hartz IV Parteien (SPD, Grüne, FDP, CDU, Die Linke). Protest und Widerstand lässt sich auf Dauer nicht unterdrücken. Nur 43,01% Wahlbeteiligung, eine Rekordniederlage für die Hartz IV Parteien, und wenn dann noch berücksichtigt wird, dass in den 43,01% noch die (10,8%) Stimmen enthalten sind welche andere Parteien wählten die an der 5% Klausel gescheitert sind, dann haben die fünf Hartz IV Parteien zusammen nicht einmal 40% der Wahlberechtigten Stimmen erhalten. Im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren ist die Wahlbeteiligung noch einmal gesunken.  "Wir gehen vor!" lautet das Mai-Motto des DGB am Tag der Arbeit 2010. Wir von der Anti-Hartz-Plattform Saar fragen uns und befürchten schlimmes: Nach der Zustimmung zur Agenda, zu Hartz IV und zur Riester-Rente , wohin der DGB noch gehen will? Steht die Arbeiterklasse, mit und ohne Job, nicht bereits mit dem Rücken an der Wand?
Deutschlands Helden der Arbeit rüsten zum 1. Mai
Vorwärts Kollegen, wir rudern zurück

Glosse von Gisbert Spränzer

Deutschlands Arbeiterführer sind derzeit schwer damit beschäftigt, ihre Reden zum Tag der Arbeit am 1. Mai zu verbrechen. Quer durch die ganze Republik werden sie ausschwärmen, um den staunenden Mitgliedern die unglaublichen Erfolgsmeldungen der letzten Tarifrunden und die kurz bevorstehende Kapitulation der Bosse vor dem Dampfhammer der DGB-Gewerkschaften zu verkünden. Orakelhaft sind die Ziele des DGB und seiner Einzelgewerkschaften: „Wir wollen helfen, Beschäftigung zu sichern, wo immer es geht, und stemmen uns gegen Trittbrettfahrer im Arbeitgeberlager und anderswo, die die Krise zu Lohndumping missbrauchen wollen.“ Boah, das ist eine glasklare Kampfansage, so glasklar und kämpferisch, wie sie Neumanns Dackel neulich einem Wolfshund gegenüber gekläfft und sich danach eiligst aus dem Staub gemacht hat, als dieser mal eben kurz mit den Zähnen zu lächeln begann.

In Essen wird der DGB-Vorsitzende Michael Sommer das Arbeiter- und Angestelltenparadies herbeireden. Seine Stellvertreterin, Ingrid Sehrbrock, wird in Bad Kreuznach auf den Putz hauen und ver.di-Chef Frank Bsirske wird in Hannover seine Fans darüber aufklären, wie man mit Buckeln und Schlichtersprüchen Erfolge an der Tariffront feiert. Detlef Wetzel, 2. Vorsitzender der IG Metall, wird in Ingolstadt über die siegreichen Schlachten am kalten Büffet der Arbeitgeber schwadronieren. Frankfurt am Main wird am Tag der Arbeit gar von Berthold Huber, 1.Vorsitzender der Metallergewerkschaft, heimgesucht. Der starke Berthold wird es sich nicht nehmen lassen, die List seiner Gewerkschaft, mit der es gelang, kampflos moderate Lohnabschlüsse, sogenannte Minusrunden zu erreichen, laut zu lobpreisen. Eugen Roth, Chef des Saar-DGB, wird Seit’ an Seit’ mit dem IG- Metall- Shooting- Star Helga Schwitzer die Gewerkschaftsprozession durch die Saarbrücker Innenstadt anführen. Im Schweiße ihres Angesichts wird „Eisen-Helga“ danach viel Blech produzieren, unter Umständen sogar den herbeigesehnten gesetzlichen Hungerlohn von 8.50 Euro als Errungenschaft der kämpfenden Gewerkschaften zum Segen aller schönreden.

Der kommende 1. Mai wird wieder ein toller Tag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden. Allerorten werden die Gewerkschaftssozis mit der Faust mächtig auf den Tisch hauen und danach schnell wieder verduften, bevor jemand mal nachfragt, ob die kommenden Trostpflaster auch so bitter schmecken wie die letzten. Die Rentnerinnen und Rentner auf dem Nullrunden-Karussell werden von dem markigen Geschwätz der Gewerkschaftsbosse zum 1. Mai allerdings weniger begeistert sein. Ihre Nullrunden und die damit drohende Altersarmut verdanken sie schließlich auch den Schlaffis auf den Gewerkschaftssesseln, denn hierzulande ist die Rentenentwicklung an die Höhe der Bruttolöhne geknüpft. Auch die längst von den Gewerkschaften akzeptierte Rente mit 67 führt unweigerlich zu Rentenkürzungen und damit zu einer Verschärfung der Altersarmut. Wehe euch, ihr Halunken, wenn Oma Meyer und Opa Müller zum Spazierstock greifen und euch für die Schönfärbereien zum 1. Mai mal kräftig den Arsch versohlen.

Nationale Anstrengung oder der Fliegenschiss einer banalen Diskussion

Von Jutta Ditfurth

Beim so genannten TV-"Duell" (ARD/ZDF/RTL/SAT1, 13.9.2009) saßen 500 JournalistInnen Ellenbogen an Ellenbogen in einer großen Halle, starrten auf die Riesenleinwand mit Merkel und Steinmeier, dann auf ihre Laptops, flüsterten miteinander wie bei einem unbeaufsichtigten Examen. Eine Meinungsvervielfältigungsfabrik. 500 JournalistInnen - 500 Meinungen? Wenigstens 20 unterschiedliche? Bitte, wenigstens sieben?

Der Fliegenschiss einer banalen Diskussion wurde zu Mount Everest-Größe aufgebläht. JournalistInnen interviewten JournalistInnen, die vorher die Spin-Doctors der Parteien befragt hatten. TV-Kameras jagten dem "Volk" Statements ab, sie bedrängten sogar die Patientinnen einer gynäkologischen Krankenhausstation (ZDF). Aber die ZuschauerInnen waren unsicher und schielten auf die KommentatorInnen, die vorher ... Eine endlose Reihe von sich ineinander spiegelnden Spiegelbildern, eine Herrschende-Meinung-Verwertungskette.

Dabei ist längst klar: Nach der Bundestagwahl gibt es wieder eine große Koalition aus CDU und SPD. Warum?

CDU/CSU/SPD/FDP/Grüne sind letztendlich ein Block bürgerlicher, staatstragender, prokapitalistischer Parteien. Gemobbt wird noch die Linkspartei (was beinahe das Reizvollste an ihr ist), die aber sehnsüchtig auf die Vollendung ihrer "Integration" wartet. Der herrschende Parteienblock wechselt sich bei Wahlen ab.

Ähnlich wie in den USA wird in Zeiten größter Krisen und unsozialster Pläne das freundlichere, fortschrittlichere Gesicht des bürgerlichen Parteienblocks gebraucht. So kam es zur SPD/Grünen-Regierung 1998 - ein Krieg war zu führen (gegen Jugoslawien), Reiche zufriedenzustellen (Steuerreform), neue Massenarmut zu schaffen (Agenda 2010 und Hartz IV). Wer hätte das grün-alternative Klientel und die Gewerkschafts-
führungen besser in den Krieg führen, einbinden, spalten und befrieden können als SPD und Grüne? CDU und FDP sicher nicht.

Zwei Jahre vor Beginn der Weltwirt-
schaftskrise (2006) sagte der reichste Mann der Welt, Warren E. Buffett, zur New York Times: "Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen." Er meinte damit den kapitalistischen Normalzustand vor der Krise.

Der Krieg geht weiter. Nicht nur in Afghanistan. Bald nach der Bundestagswahl wird es Massenentlassungen geben. Die Kurzarbeit wurde finanziert, damit das nicht vor den Wahlen geschieht. Die Weltwirtschaftskrise wird denjenigen Fraktionen des Kapitals irrwitzige Vorteile und Extraprofite bringen, welche die Krise überleben. Sie können Konkurrenten fressen, unser aller Reichtum als billige Beute einfahren und eingeschüchterten Menschen noch mehr Lohn und Rechte rauben - solange die sich nicht wehren. Käme nun eine Regierung an die Macht (nicht an die Herrschaft, denn die liegt beim Kapital), die keinen Einfluss auf die Gewerkschaftsspitzen hätte und keinen auf das reformistische Lager, könnte es Probleme geben.

Klüger (im Interesse von Staat und Kapital) ist es da, CDU und SPD regierten weiter. Gemeinsam können sie die reformistischen Teile des fortschrittlichen Lagers einbinden und so befrieden, dass ihnen keine Aufstände drohen und keine Humanisierung der herrschenden Verhältnisse - weder hier noch anderswo.

Millionen neue Arbeitslose. Massenarmut. Bankenrettungsmilliarden. 10 Milliarden Euro allein für Opel (wie viel Arbeitsplätze bekommt man dafür?). Wetten: bald werden die regierenden Parteien von großen, schicksalhaften "nationalen Anstrengungen" reden und uns einzureden versuchen, dass wir den "Gürtel enger schnallen" müssen und dass wir mal wieder "alle in einem Boot" sitzen - wenn auch die einen als Galeerensklaven, die anderen auf der Brücke oder im Penthouse der Reederei. KünstlerInnen dürfen die Galeere bunt anstreichen, Ökos sie begrünen, Blogger bloggen.

Das Land, in dem wir leben, im Jahr 2010: Millionen neue Arbeitslose, Schutzlosigkeit, Sklavenarbeit und Lohnraub. Weltweite Raubzüge auch deutschen Kapitals. Lebensgefährlicher Klima"wandel". Ein aufgerüsteter Atomstaat. Kriege mit deutscher Beteiligung. Mit Sicherheit in einer Überwachungsgesellschaft.

Die ganze Oper um ein solches TV-Duell und alle die inszenierten kleinen Wahlkampf-Konflikte dienen dazu, die Menschen abzulenken, zu verwirren und von jedem Gedanken an Opposition abzubringen. Es bedarf also einer grundlegenden Meuterei.


Hinweise:
Die Darstellung der Entstehung und des Verkaufs der Weltwirtschaftskrise findet sich in Jutta Ditfurths Buch "Zeit des Zorn. Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft". München: Droemer Verlag 2009, 272 S., 16,95 Euro

Der Artikel wurde erstveröffentlicht unter http://blog.prinz.de/wahl09/. Weitere Texte von Jutta Ditfurth stehen unter: www.jutta-ditfurth.de.

Neues aus der Aunstalt
»Die Bologna-Blase ist geplatzt«

Heiko Maas:
Ministerpräsident Peter Müller in der Brender-Debatte stoppen


Waffentransport an die Hisbollah

Arbeitslosigkeit ... mehr als 600 000 ansteigen

Hartz IV-Schüler müssen ihre Monatsfahrkarten selbst tragen


Erinnerung an die Mutter eines der »Cuban Five« von Fidel Castro

Die Bundesagentur für Arbeit zahlt keinen Strom, die steht nur auf dem Schlauch

Spezielle Berufsberatung für Kinder aus HartzIV-Familien

Kleinbürger Fischer bei der Siemens AG


Versicherten müssen sich warm anziehen

»Stasi reloaded in grün«


Vorauseilender Gehorsam in der ARD


Spiegel macht Rückzieher


DKP - Polizeilich behindert

Europäische Linksfraktion GUE/NGL sagt NEIN zu Barrosos Politik

Hartz IV - Petition
für ersatzlose Streichung des Sanktionsparagraphen 31 SGB II

Dowjerjaj, no prowjerjaj: "Vertraue, aber prüfe nach." 60% haben das Vertrauen verloren ...

Pfälzer ab sofort nur noch mässig besoffen hinter dem Lenkrad ...

NPD hetzt gegen Friedman
...

Einstieg in Bahnprivatisierung im Handstreich noch vor der Wahl geplant ...

Nabucco-Pipeline: Europa könnte in die Röhre schauen ...

Neues Seminarprogramm des MedienKompetenzZentrums erhältlich ...

Rücktritt vom Lügenbaron
Frank-Jürgen Weise ist überfällig ...

Amnesty International Deutschland in Saarbrücken - Sie forderten, ethnische Minderheiten wie die Roma besser zu schützen. ...

Nichts kommt von nichts
Das kubanische Internetportal www.cubadebate.cu veröffentlichte diese Woche einen Beitrag Fidel Castros zur USA-Politik.
...

Verurteilter Sexualstraftäter kandidiert für rechtsextreme NPD im saarländ.
Völklingen
...

Türken bedrohen das christliche Völklingen – Das Saarland steht vor der Islamisierung

Mit Döner und Minarett gegen die christliche Leitkultur

Glosse von Gisbert Spränzer

Zweimal in der großartigen Geschichte des christlichen Abendlandes haben die Türken das heilige Wien belagert. Vom 27. September bis zum 14. Oktober 1529 schlossen osmanische Truppen unter dem Kommando von Sultan Süleyman I. dem Prächtigen die Stadt an der Donau ein. Die Zweite Wiener Türkenbelagerung fand vom 14. Juli bis 12. September 1683 statt. Die Truppen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und seine Verbündeten, allen voran der polnische König Jan Sobieski, konnten sich jedoch erneut behaupten. Doch die Rache der Türken für die militärischen Niederlagen vor Wien war fürchterlich. Sie überschwemmten das christliche Abendland mit Kaffee und machten der christlichen Leitkultur, Bier und Wein bereits zum Frühstück zu sich zu nehmen, ein jähes Ende. Sultan Selim III. der Gebenedeite legte im Kulturkampf sogar noch eine Schippe drauf. Er demütigte die besonders frommen Franzosen, indem er ihnen das Croissant, das halbmondförmige Frühstückshörnchen, aufnötige.

Jahrhunderte sah es danach aus, als hätten die Türken ihre Pläne zur Besetzung des christlichen Europa aufgegeben. Doch still und heimlich bauten sie Bettenburgen an den Stränden des Mittelmeeres und lockten ahnungslose Europäer in die Türkei, um sie mit hochprozentigem Raki, einem Anisschnaps, hinterhältig ins Koma zu befördern. Kleine Spezialeinheiten dringen immer wieder nach Europa vor und errichten sogenannte Dönerstützpunkte, von denen aus sie Deutschlands Brat- und Bockwürste vom Markt drängen. Der Kulturkampf an der Würtschenfront ist bereits verloren, da sogar die Nazis ihre Deutschtümelei aufgeben und in Scharen zum Döner überlaufen, vorausgesetzt, der Döner besteht aus doitschen Rind- und Geflügelfleisch.

Im Jahre 1961 schloss die Türkei mit der ahnungslosen Bundesrepublik Deutschland ein Abkommen zur Anwerbung türkischer Arbeitskräfte. Die Initiative zu diesem Abkommen ging hierbei natürlich von der Türkei aus, welche erneut den strategischen Plan verfolgte, Deutschland klammheimlich zu islamisieren. Die Lockenwickler auf dem Haupt der deutschen Frau sollten dem Kopftuch weichen, der Minirock sollte aus dem Straßenbild verschwinden, und Ali, Mehmed und Jussuf übernahmen den Geheimauftrag ihrer Regierung, die strammen deutschen Arbeiter zu missionieren. So lernten Herbert, Karl und Egon aus dem Ruhrpott, wie man sich beispielsweise vor der Hausarbeit drückt und als Pascha die Familie zur Weißglut treibt.

Jetzt hat die Islamisierungsfront sogar das liebliche und fromme Saarland erreicht. In der herrlichen Mittelstadt Völklingen, am Ufer der Saar, soll ein Minarett gebaut werden, und die Gemüter entlang des großen Stroms der saarländischen Christenheit beginnen sich zu erhitzen. Seite an Seite kämpfen die Kreuzritter von der Monopolpresse und die Nazis gegen den gerade mal acht Meter hohen Turm im Völklinger Stadtteil Wehrden. „Nein, dieses Minarett sollte nicht gebaut werden. Es symbolisiert den Machtanspruch des Islam und ist nichts weniger als eine Provokation“, so der aufrechte Kommentar des heimattreuen Monopollblatts. Weiter zitiert die christliche Heimatpresse den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan: “Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.” Mit ähnlichem bla bla hat wohl auch der deutsche Ritterorden argumentiert, als die Christianisierung der Slawen im Osten anstand: „Die Kirchen sind unsere Kasernen, die Türme unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

Völklingen ist Frontstadt des Glaubens geworden. Zwar haben die Muslime zugesichert, daß kein Muezzin vom Minarett herunter die wahren Gläubigen in ihrer Andacht stören wird. Aber wer weiß, vielleicht steht schon morgen Osama bin Laden oder der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad mit ein paar Atombomben vor dem christlichen Bollwerk Völklingen, um es für den Islam zu erobern, natürlich ohne Kaffee und Chroissants als Morgengabe im Gepäck. Die Saar, der große Strom des christlichen Abendlandes, sieht die Dinge jedenfalls gelassen und plätschert selbst dann weiter munter der Mosel entgegen, wenn die christlichen Taliban und ihre Hassprediger noch so viel Öl ins Feuer der Intoleranz giessen.

Astrid Klug befehligt künftig die Putzkolonnen der SPD im Willy-Brandt-Haus

Glosse von Gisbert Spränzer

Astrid Klug, Homburger Bundestagsabge-
ordnete der Sozen, tritt in die Pantoffeln des
bisherigen Bundesgeschäftsführers Kajo Wasserhövel. Das hat der noch amtierende
SPD-Generalsekretär Heil bestätigt. Klug war bei der Bundestagswahl mit Pauken und
Trompeten durchgefallen und hatte ihren Wahlkreis an die CDU verloren. Nun wird die
Ex- Staatssekretärin im Bundesumweltminis-
terium und aus Karrieregründen auch Hartz-
IV- Befürworterin von ihrem ehemaligen Chef Siegmar Gabriel mit dem Posten der SPD-
Bundesgeschäftsführerin getröstet. Heil sagte, die Nominierung sei ein "einvernehmlicher Vorschlag" vom designierten Führungsduo der Partei Andrea Nahles und Siggi Gabriel. Weiter bezeichnete Heil Astrid Klug als "erfahrene
Parlamentarierin", die sich auch in der Parteiarbeit sehr gut auskenne. Die
41-jährige werde eine "gute Leiterin" im Willy-Brandt-Haus sein.

Hellauf begeistert von der Nominierung Klugs war natürlich auch der Landeskasper der
SPD Saar. Heiko Maas sieht Klug als "richtige Wahl" und ließ es sich nicht nehmen,
hinzuzufügen, die Nominierung seiner Parteifreundin als einen hervorragenden
Personalvorschlag zu werten. Dies sei eine "Auszeichnung für die SPD Saar und Klug
selbst", so Maas im Glück. Klug werde jetzt an entscheidender Stelle auf Bundesebene
mithelfen, dass es mit der SPD wieder aufwärts gehe, hofft der von der Jamaikagrippe
im Saarland schwer gebeutelte Obersozi.

Derweil hat sich auch eine Spottdrossel hoch auf dem Dach der SPD- Parteizentrale in
Berlin zu Wort gemeldet. Die Auszeichnung Klugs bewertete der Spottvogel als einen
Beweis dafür, dass die SPD ihre professionellen Verlierer nicht hängen lässt. Ferner hält der Puhvogel die Homburgerin für durchaus befähigt, die wenige noch verbliebene
Arbeit in der SPD- Parteizentrale zu aller Zufriedenheit zu erledigen. Viel zu tun
gäbe es ja nicht mehr in der abgewrackten Partei. Putzkolonnen rumkommandieren,
Austrittserklärungen abzuheften, die Kaffeekasse zu verwalten und dem designierten
Parteichef Gabriel auch weiter um den Bart zu gehen hält die Spottdrossel für eine
durchaus lösbare Aufgabe, welche die Saarländerin mit ein wenig Mühe und
Beflissenheit schon lösen werde. Auch sportlich betrachtet sei Klug in der Lage,
künftig körperliche Auseinandersetzungen zwischen Andrea Nahles und dem neuen SPD-
Vorsitzenden zu befrieden, bemerkte die Spottdrossel noch schnell, bevor sie sich in
die Berliner Luft erhob und zum Weiterflug ins Regierungsviertel ansetzte, wo noch
viel Arbeit auf das geplagte Federvieh wartet.

Solidarität mit Griechenland – Deutsches Bier zum Wohl für Orpheus und Euridike
20 . Mai 2010
Open End-Freundschaftrinken am 20. Mai in SaarbrückenSaartire

Saarbrücken – „Solidarität mit Griechenland“, unter diesem Motto trinken am heutigen Mittwoch, den 20. Mai 2010, im „Olivenhain" am Saarbrücker Staden die saarländischen Thekenphilosophen Gottfried Hach und Claude Michael Jung auf das Wohl Griechenlands. Die Veranstaltung beginnt um 19.45 Uhr mit einem Trinkspruch des antiken Tavernenhelden Promiläos von Apamaia. Im Anschluss daran analysieren die weltweit anerkannten Thekenwissenschaftler Hach und Jung bei frischem Fassbier das Reinheitsgebot der internationalen Finanz und Währungspolitikpolitik.

Zwischen den einzelnen Pilsgängen werden biologisch angebaute Stumpen aus Kreta, Rhodos, Korfu, Mykonos, Zakynthos und vielen weitere Inseln Hellas gequalmt. Da die Gaststätte während der Veranstaltung nicht gelüftet werden darf, um einer kollektiven Sauerstoffvergiftung der Akteure vorzubeugen, sollten militante VertreterInnen der Anti-Tabak-Bewegung das Lokal meiden. Darauf weisen die Veranstalter dringend hin.

„Wir werden die Wiege Europas nicht untergehen lassen“, betonen Hach und Jung bei einem Sirtaki und legen wert auf die Feststellung, dass die aktuelle Hetzkampagne der Medien gegen Griechenland fern jeglicher Realität liegt. Einhellig stellen die beiden Thekenphilosophen fest, dass es in der Vergangenheit noch niemals einen griechischen Weinberg gegeben habe, der Europas Geldsäcken innerhalb weniger Tage derartigen Schaden zugefügt habe, als dies der isländische Rüpelvulkan Eyjafjallajökull mit seinen flegelhaften und absolut europafeindlichen Eruptionen in jüngster Vergangenheit getan hat. Auch habe noch niemals in der Geschichte ein brennender hellenischer Olivenhain eine Aschewolke nach Europa geschleudert und blühende Landschaften in monetäres Brachland verwandelt, konstatieren die Experten Gottfried Hach und Claude Michael Jung.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Netzwerk „Bier für die Welt“, der „Griechisch-Deutschen Bierakademie“ und dem „Ouzo-Club Saarbrücken“.

Um Anmeldung wird gebeten

27. Februar 2010
Professor Bierbaum (Linke/Saar) ratlos – Aufzuchtsfragen von saarländischem Nachwuchs der Landesregierung überlassen

Landesregierung soll geeignete Brutstätten gegen drohenden Bevölkerungsrückgang schaffen

Glosse von Gisbert Spränzer

Die Linksfraktion im saarländischen Landtag hält die Ergebnisse der neuesten Studie zur Bevölkerungsentwicklung für alarmierend. “Die Landesregierung ist jetzt gefordert”, sagt der parlamentarische Geschäftsführer der Landtagsfraktion, Heinz Bierbaum. Sie muss endlich Konzepte vorlegen. Sie muss endlich Antworten auf den Bevölkerungsrückgang geben. Bierbaum, Professor für Betriebswirtschaft und Diplom-Soziologe, sieht die Saarwirtschaft bereits untergehen, wenn bis zum Jahr 2060 im Saarland nur noch weniger als 700.000 Menschen leben sollten. Was kann man tun, damit der Bevölkerungsrückgang gestoppt wird? Wie kann man den Exodus der jungen Saarländer aufhalten? Wie kann man in diesem Land wieder zukunftsfähige neue Arbeitsplätze schaffen? Diese Fragen muss die Regierung beantworten. so der völlig verzweifelte Silberrücken der Saar- Linken, der bereits mit dem Gedanken gespielt haben soll, unter den Motto “Du bist Saarland” eigens einen Workshop (Matratzenball) zur praktischen Lösung des saarländischen Schwindsuchtsproblems zu veranstalten.

Dagegen sehen führende Experten für Bevölkerungsentwicklung und andere Plagen an der Sommerlochakademie des Saarlandes den drohenden Bevölkerungsschwund eher gelassen. Das derzeitige jamaikanische Reizklima an der Saar genüge den Saarländern vollauf. Niemand will zusätzlich seine Nerven noch mit schreienden Kindern belasten. Die heute Neugeborenen werden schon ab 2025 als ungebildete, komasaufende Jugendliche die Straßen des Landes unsicher machen, selbst am Muttertag.

In dieser Atmosphäre der Tristesse ist es für das Lyonervolk besser, sich vom Planeten zu verabschieden als sehenden Auges den Untergang seiner Hochkultur mit ansehen zu müssen. Angesichts der Tatsache, dass selbst Professor Bierbaum keinerlei Rezepte für eine Trendwende bei der Bevölkerungsentwicklung hat und die entscheidenden Fragen, wie sich das Saarvolk noch in letzter Minute wie die Karnikel vermehren könnte, lieber den Banausen der Landesregierung überlässt, plädieren die Experten für einen raschen Abschied der Denker und Schwenker von der Erde. Der schöne Satz: “Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft” mag sonstwo seine Berechtigung haben. Im Saarland allerdings nicht.

Linker Taliban lässt am politischen Aschermittwoch im Saarland Friedensaktivisten
aus dem Saal werfen.
Warum der Turm zu Babylon eingestürzt ist, wie Ivanhoe Schützenkönig wurde, von
linken Chaoten und was der Augsburger Bischof Mixa aus sein Priesterstab quetscht.
Saartierisches von Gisbert Spränzer  

Was wäre der Mensch ohne uns Hunde? In jedem Fall faul, gefräßig und viel zu dick, hat mein Kumpel Ivanhoe neulich gesagt, und ich hab' dabei gleich an den dicken Siggi von den Sozen gedacht. Mein Herrchen wäre glatt verloren ohne mich. An Aschermittwoch war ich für ihn gleich Schutz-, Begleit- und Fährtenhund. Ich hab' Herrchen davor bewahrt, in der Pfütze neben dem Rathaus ein Bad zu nehmen, hab' ihn danach gleich 'zig Dutzend Mal über die Straße begleitet, weil der mal wieder die ganze Straßenbreite gebraucht hat, um drei Schritte vor und zwei zurückzukommen, und schließlich hab ich Herrchen als Scout die Fährte in sein Bett gezeigt. Jetzt ist aber alles vorbei. Die Fastenzeit hat begonnen, und Herrchen hat geschworen, so
richtig mitzufasten. Er futtert jetzt 40 Tage lang nur noch Biojoghurt und trinkt Unmengen an Diätbier, um abzunehmen.

Gestern hat er mir die Schöpfungsgeschichte aus der Heiligen Schrift der Saarländer vorgelesen. Danach hat der große Bossler den Adam nach seinem Ebenbild geschaffen und seine Tussie aus einem Kotelettknochen gebastelt. Herrchen hat gesagt, dass der Adam sogar aufrecht stehend pinkeln konnte. Bloß frag ich mich, ob dieser komische Adam auch so eine schlechte Trefferquote wie Herrchen hatte. Wir Hunde sind da ja so etwas wie eine Weiterentwick-
lung von Herrchen und Adam. Ich treff' immer das
richtige Ziel, und meine Kumpels Randy und Ivanhoe auch. Im letzten Jahr ist Ivanhoe sogar Schützenkönig geworden. Der doofe Sozi aus dem Unterdorf hatte seine Stiefel vor der Tür stehen und gehofft, dass der Nikolaus ein paar Geschenke reinstopft. Der Nikolaus hat nichts reingetan, aber Ivanhoe hat einmal kurz gezielt und die Stinkstiefel bis an den Rand gefüllt.

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache auf der Welt aus, hat Herrchen gesagt. Deswegen hat die UNESCO sogar den Internationalen Tag der Muttersprache am Sonntag gefeiert. In Deutschland sind derzeit 13 Sprachen gefährdet. Nordfriesisch und Saterfriesisch
zählen zu den am stärksten bedrohten Sprachen. Aber auch Bairisch, Sorbisch und Jiddisch werden von immer weniger Menschen gesprochen. Wir Hunde sind da schon viel weiter. Wenn ich losbelle, verstehen das meine Kumpels auf dem ganzen Globus. Wir Hunde kennen keine babylonischen Zustände wie sie beispeilsweise in Herrchens Kneipe. Dort herrscht immer Chaos, jeder Depp palavert in einer anderen Sprache. Alle quatschen durcheinander, werden dann immer lauter, und zum Schluss stirbt die Muttersprache, sie verwandelt sich einfach in ein Lallen und Grunzen . Dann wird es immer höchste Zeit, dass ich Herrchen klar mache, dass wir dringend nach Hause müssen, bevor Herrchen noch einen politischen Witz in einem der vielen chinesischen Dialekte an den Mann bringt und alle in ihrer Muttersprache darüber grölen. Darüber ist schon mal der Turm zu Babylon eingestürzt, ich weiß es genau. Puh, das wäre ein
echtes Unglück, wenn Herrchens Kneipe im Sprachenchaos zusammenstürzen würde.

Apropos Chaos. Herrchen hat gesagt, das die Linken im Saarbrücker Stadtrat allesamt Chaoten sind. Es geht ihnen nicht mehr darum, den politischen Gegner in die Pfanne zu hauen, sondern sich gegenseitig abzumurksen. Ein kleptomanisch veranlagter Omnibusschaffner wollte einen schönen Posten und hat ihn nicht gekriegt. Ein anderer hat auf ein Dezernentenamt spekuliert und verloren. Jetzt wollen sie dem Fraktionschef die Hosen runterziehen. Wie grauenvoll, wenn der olle Linxler in Unterhosen rumlaufen müsste. Alle Hunde in Saarbrücken würden sich darüber schief lachen, ganz bestimmt.

Die Linken haben sie sowieso nicht alle an der Waffel. Mein Kumpel Randy hat gesehen, wie Thomas Lutze, Landesgeschäftsführer und mittlerweile auch Bundestagsabgeordneter der einzig wahren Friedenspartei zwischen Helgoland und Oberammergau, ein paar Mitglieder der Friedensbewegung am politischen Aschermittwoch aus dem Saal werfen ließ. Sogar die Staatsmacht hat er bemüht, weil er anscheinend geglaubt hat, dass die paar Männeken der Friedensbewegung, als Obama und Angela verkleidet, ihrem Oberfuzzi die Show stehlen könnten. Hat dem Lutze aber nix genützt, die sind doch wieder reingekommen, weil das Aschermittwochsvolk statt zu lachen den langen Lutze lauthals ausgebuht hat. Herrchen hat gesagt:" Der Typ ist der Doppelbelastung einfach nicht gewachsen, deswegen hat er jetzt 'ne Meise."

Ohne uns Hunde wäre der Mensch ein armes Schwein. Den ganzen Tag nur rumdösen wie
die blöde Katze von Frida nebenan. Bis auf ein paar Jesuitenpater hat doch heutzutage keiner mehr Freude am Sex. Die dürfen zwar nicht, machen aber trotzdem heimlich Schweinkram, hat Herrchen gesagt. Der macht sich zwar auch nichts mehr aus Sex, deswegen sieht er aber viel Fernsehen und kennt somit auch sämtliche Stellungen der Lust. Herrchen kennt jedenfalls mehr Stellungen als Seine Peinlichkeit, der Augsburger Bischof Walter Mixa. Der kennt bloß die Missionarsstellung seiner frommen Genossen aus der Achtundsechsziger-Generation und soll heute noch versuchen, aus seinem Priesterstab Weihwasser rauszuquetschen, hat Herrchen jedenfalls gesagt.

Jetzt muss ich aber schnell mein Halsband suchen. Ich fahr' nämlich nach Berlin. Ich will dabei sein, wenn sich Mama Angela ihren Regierungsesel zur Brust nimmt. Wenn dem Grautier Guido an Deutschlands Wunderbusen die Sinne schwinden, will ich das
blöde Gesicht des liberalen Huftiers mit 'ner 250tel Sekunde fotografieren und zum Wettbewerb um das Pressefoto des Jahrhunderts einreichen. Also bis zum nächsten Mal, und immer dran denken, in der Fastenzeit wird ordentlich gefastet, so wie Herrchen.
Wuff!

5. Februar 2010 Ramsauer verbietet Ketchup im Ministerium
Wie aus French Fries par ordre du Mufti Erdäpfelstangen werden


Glosse von Gisbert Spränzer
Aussenminister Guido Westerwelle und auch Oettingers Günther haben so ihre Probleme mit dem Englischen. Der bayrische Bierzeltexperte Peter Ramsauer (CSU), derzeit Herr des Verkehrsministeriums im preußischen Berlin, ist ebenfalls kaum in der Lage, in einem englischen Pub, sorry Wirtshaus, „a beer“ zu ordern. Deswegen ist jetzt Schluss mit den verdammten Anglizismen in seinem Haus. Die Hot Dogs soll Ramsauer schon vor die Tür befördert haben, berichtet ein streunender Hund, der satt gefressen in einem Eingang des Ministeriums in den Tag hinein döste.

Wer nochmal im Hause Ramsauer englische Töne kauderwelscht, muss vermutlich mit seiner Entlassung oder mit Verbannung in ein anderes Ministerium rechnen. Dies könnte auch schon bald für andere Sprachen gelten. Ramsauer soll jedenfalls vorgeprescht sein und einen Hausmeister, der verwegen genug war und in der Personalkantine ‘ne Molle statt ‘ner Moaß bestellt hat, zu feuern. Auch der Leiter der „Task Forces Highway“, der mit ‘ner Coke erwischt wurde, fegt mittlerweile die Straße, wird vertraulich berichtet. Sogar das Wort Servicepersonal will Peter Ramsauer nicht mehr in seiner Atmosphäre hören. Hier sollen Dienstmagd und Hausknecht das Vokabular eindeutschen.

Ramsauers Deutschsprech -Offensive dürfte aller Voraussicht nach ebenso zum Rohrkrepierer werden wie die Offensive der französischen Regierung Ende der vergangenen Achtziger Jahre. Dort sollte Ketchup beispielsweise zu Tomatine werden. Der französische Tomatenbrei wurde zum Ladenhüter in den Supermärkten, und die Grande Nation hielt eisern an ihren Anglizismen fest.

Wegen der Despektierlichkeit Frankreichs gegenüber Georges Bushs „God’s Own Country“ zu Beginn des Irakkrieges hatte das US-Repräsentantenhaus offiziell beschlossen, Pommes Frites, in den USA als “French Fries” bekannt, umzubenennen. Mit versalzenen “Freedom Fries” sollte der Patriotismus in den Mägen der US- Bürger angekurbelt werden. Schnell wurden aus den „Freedom Fries“ wieder “French Fries”,und der französisch-amerikanische Fritenkrieg wurde auf diplomatischem Weg wieder zu den Akten gelegt.

So wird es auch nicht mehr lange dauern, bis Verkehrsminister Peter Ramsauer ein brennender Dornbusch erscheinen und ihn darüber aufklären wird, dass ein Croissant nicht par Ordre du Mufti zur Brezen wird und Erdäpfelstangen gegen Fritten keine Chance haben. In diesem Sinne „Grüß Gott Herr Minister, bye, bye and a very good Weekend from Schwaduddler.“

Weihnachten lauert bereits – Krippewelle droht aus China – Glühwein als Impfstoff
ungeeignet.
Fügen wir uns in das Unvermeidliche

Von Gisbert Spränzer
Die Tage werden kürzer, und wie alle Jahre wieder steht die Nation erneut vor dem unvermeidlichen und größten Konsumfest des Jahres. In den Supermärkten türmen sich bereits Stollen und Lebkuchenberge. Kinderchöre werden zusammen-
getrommelt und proben Ohrwürmer wie „O du fröhliche“ und „Ihr Kinderlein kommet“. In unzähligen Büros glühen die Computer, denn Referenten beginnen schon die Weihnachtsansprachen für die
politischen Granden des Landes in die Tastatur zu hauen.

Generalstabsmäßig strecken Konsumterrorexperten ihre Greifer nach den Geldbörsen und Ersparnissen des Volkes aus. Alle Jahre wieder die gleiche Prozedur. Ein Entkommen ist unmöglich. Die Flucht selbst auf die Osterinseln ist zwecklos, dort lauert mit
Sicherheit der Eingeborenenchor und trällert, rotberockt und mit der universellen Folklorezipfel-
mütze gleicher Couleur ausgerüstet, zur Begrüßung den Gassenhauer „Jingle Bells“. Selbst Osama bin Laden verweigert Weihnachtsmigranten jegliche
Hilfe. Der Herr des Bösen soll nach unbestätigten Gerüchten selbst ein Weihnachtsfan sein und tonnenweise scharfe Christbaumkugeln zur Erlösung der Welt in seiner Höhle in den Bora- Bora- Bergen Afghanistans lagern.

Radikale Weihnachtsignoranten, Festverderber und andere Muffel sehen sich umzingelt von der Großoffensive vorweihnachtlicher Rituale wie dem obligatorischen Besuch diverser Weihnachtsmärkte, dem Zwang nach der Hortung von Geschenken für die bucklige Verwandschaft sowie dem kiloweisen Verzehr von sogenanntem Weihnachtsgebäck.

The same procedure as every year. Unter diesem Motto warten zehntausende Weihnachtsgänse, Truthähne und andere Opfer auf ihre Hinrichtung zum Fest der Liebe. Gigantische Mengen von ansonsten unverkäuflichem Rotwein wird mit duftenden Zutaten
zu Festfusel, Glühwein genannt, gepanscht und rigoros hinter die Binde gekippt. Magen, Leber und oft auch der Darm schlagen lange noch vor der stillen, hochheiligen Nacht bereits Salto.

Der Nachschub für grell illuminierte Krippen samt Inhalt rollt container-
weise aus China, Thailand, Vietnam und anderen Billiglohnländern, gut von der Bundesmarine gegen Piraten geschützt, in Deutschlands Häfen. Die computergesteuerte Weihnachts-
krippe dürfte der Verkaufsschlager werden. Zwar soll das Jesuskind die Windeln voller verbotener Weichmacher haben, Experten raten dazu, nicht drauf rumzukauen, aber den Ablauf der Geburt des Erlösers mal selbst via PC und Windows 7 in die Hand zu nehmen, dürfte jedem Weihnachtsfetischisten ein Bedürfnis sein. Mit dem Krippenhit aus Asiens Fabriken kommt Spaß und Lebens-
freude unter den Weihnachtsbaum. Da tanzt, animiert von 12 Volt, die Jungfrau Maria, und der Heilige Jupp zecht mit den Hirten. Der Stern von Bethlehem wedelt mit dem Schweif, und Ochs und Esel sorgen für eine Stampede unter den alleine gelas-
senen Schafen.

Weihnachten kommt, das Fest der Feste ist nicht aufzuhalten. Fügen wir uns in das Unvermeidliche. Danach wird es kalt werden in Deutschland, sehr kalt. Dafür wird die neue Tiegerentenkoalition in Berlin schon sorgen, und 80 Millionen Bürger werden sich brav fügen. Zum Trost soll Weihnachten 2010 aber wieder ein tolles Fest werden, und in Asien wird schon an der nächsten Überraschung zum Fest der Feste kräftig digitalisiert.

Expedition ins Nazihirn
Andreas Klärners Buch „Zwischen Militanz und Bürgerlichkeit“ führt in einunbekanntes Gebiet.
Von Stefan Gleser

Lars spielt in einer Skinheadband. Sven und Ronny haben Gewaltphantasien. Lena ist
wegen ihres Verlobten zu den Rechten gekommen. Peter ist Funktionär der NPD undMichael fühlt sich der Avantgarde zugehörig.

Der Soziologe Andreas Klärner hat in seinem neuen Buch „Zwischen Militanz und
Bürgerlichkeit“ der rechten Bewegung zwei Jahre aufs Maul geschaut. Er mietete sich
in einer nordostdeutschen Großstadt ein und führte Gespräche mit Vertretern der
jungen Naziszene. Klärner ging vorsichtig zu Werke. Immer ein Mobiltelefon dabei,
immer jemandem mitteilen, wann, wo und mit wem er sich trifft; regelmässige Kontaktezu örtlichen Antifaschisten. Die Namen der Stadt und der Interviewten wurdenumbenannt.

So unterschiedlich die Befragten sind, so schälen sich doch Gemeinsamkeiten heraus.
Alle sehen keinen Widerspruch darin, Aberglauben, Ahnenkult und Rasse durchs globaleDorf zu jagen. Wie die Nazis, die gleichzeitig Blut und Boden und V-2-Raketen,Autobahnen und Scholle beschwören konnten, transportieren ihre Nachfolgerreaktionären Inhalt durch modernste Technik. Allen floss Selbstvertrauen aus der Vergangenheit oder ihrer ethnischen Zugehörigkeit zu, weniger durch Geleistetes.Allen war ein wirrer, diffuser Antikapitalismus von rechts, gegen „korrupte Eliten“,zu eigen. Bebels Satz, wonach der „Antisemitismus der Sozialismus der dummen Kerls ist“, war im Hintergrund immer zu hören. Alle beriefen sich auf das „Volk“, das sie mittels Rasse, Blut, Kultur und Geschichte unterschiedlich definierten. Alle Teilnehmer waren gegen Humor oder gar Selbstironie abgehärtet.

Klärner seziert den Rechtsextremismus als „soziale Bewegung“. Diese ist fließend,
schwer fassbar, ständig in Veränderung begriffen. Kein verbindliches Programm, keine formale Mitgliedschaft, dafür aber eine breitgefächerte Palette von Propaganda: Mahnwache, Demonstrationen, Bürgerinitiativen. Verblüfft reagierte die Linke, wenn
ihre Forderungen nachgeäfft wurden, etwa bei Protesten gegen Hartz IV oder die
Globalisierung. Die Rechte versuchte, sich auch bei Demonstrationen gegen den
Irak-Krieg in die Friedensbewegung einzuklinken.

Klärner unterscheidet drei Gruppen: „Lokale Bewegungselite“, „Basisaktivisten“ und „Umfeld der Bewegung“. Die Übergänge sind unscharf, schwebend. Die Elite hat juristische Kenntnisse, sammelt Unzufriedenheit, um sie in ihr Programm zu pressen, und verfügt über überregionale Kontakte. Aktivisten übernehmen weniger
prestigeträchtige Arbeiten wie Stände aufbauen, Flugblätter verteilen und Plakate
kleben. Das „Umfeld“ ist sozusagen Schnuppernazi. Gern willkommen bei
Demonstrationen und notwendig für künftige Rekrutierung, rümpft die Elite indigniert
die Elitenase, wenn das „Umfeld“ all zu viel säuft und damit das neupolierte Image
des biederen Patrioten wieder zerkratzt. Als Beschönigung empfindet Klärner die
Definition „Bewegungsunternehmer“ für den ausgewiesenen Neonazi Christian Worch.
Klärner braucht aber solche Formulierungen, um Personen und deren Rolle innerhalb der Szene exakt zu gliedern.

Zuweilen scheinen Spitzel in der Szene nicht unbeliebt zu sein. Sie verhinderten ein
Verbot der NPD, und Gewalttaten können auf sie geschoben werden. Laut Klärner
verkünden Teile der Rechten ein „Gewaltmoratorium“. Die Einschätzung der Gewalt ist differenziert. Die Rechte geht berechtigterweise davon aus, dass die Pogrome von Rostock und Hoyerswerda wesentlich mit zur Abschaffung des Grundrechts auf Asyl führten. Andererseits führte Gewalt zu Gegenprotesten. Vom Zeitpunkt der Untersuchung bis zur Gegenwart bevorzugt sie ein gemässigtes Aussenbild, das sich vom brutalen Skinheadimage abheben soll. Dazu passt, dass die Rechte in vollkommner
Umkehrung der Geschichte sich als Opfer der Medien, der 68er, der political
correctness präsentiert. Der Tritt mit dem Springerstiefel wich der Larmoyanz der
„verfolgenden Unschuld“ (Karl Kraus), etwa wenn sie bei Diskussionen nicht
zugelassen oder ihre Forderung nach einem „nationalen Jugendzentrum“ nicht erfüllt
wurde. Ein Interviewter war überrascht von der Diskrepanz zwischen der Lufthoheit an
den Stammtischen in den Dorfkneipen auf dem flachen Land und den hierzu im Vergleich dürftigen Ergebnissen der Rechten bei den Wahlen.

Gegen Klärners Buch wird eingewandt: Die Zeit zwischen Beobachtung und
Veröffentlichung sei zu lang gewesen; die Anzahl der Befragten zu gering und er habe
sich auf einen Ort beschränkt. Angesichts der Kommunikationsmöglichkeiten schwindet die Bedeutung der Stadt. Klärners erster Kontakt bestand in einem Gesprächsangebot in einer weit entfernten Gemeinde. Dass Klärner mit seiner exakten und unkonventionellen Beobachtung richtig lag, beweist seine Schlussfolgerung, dass die
Rechte Kreide fressen und linke Vorschläge abkupfern wird.

Klärner hat den Gesprächen eine Geschichte des deutschen Rechtsextremismus seit 1945
vorangestellt. Zahlreiche, ausführlich wiedergegebene Interviews führen in eine
fremde Welt, die direkt vor der Haustür liegt. Klärners Akribie ging so weit, sich
teilweise der Lautschrift zu bedienen, um möglichst realistisch und lebensnah
Atmosphäre zu zeichnen. Dank seiner genial einfachen Idee ist es vom Sofa aus bequem
möglich, in das Innerste von Naziköpfen zu reisen. Klärners Erfahrung lehnt
Gesprächsbereitschaft gegenüber den Rechten strikt ab. Er empfiehlt als wirksamstes Antidot gegen das braune Gift: ächten, isolieren, ausgrenzen.

Andreas Klärner:
Zwischen Militanz und Bürgerlichkeit
Selbstverständnis und Praxis der extremen Rechten Hamburger Edition, Hamburg 2008 ISBN-10 3936096937
ISBN-13 9783936096934
Gebunden, 348 Seiten, 25,00 EUR

20.4.2010 Islands Oberschurke gibt Deutschland den Rest
Flegelvulkan Eyjafjallajökull legt Eurozone in Schutt und Asche
Glosse von Hans Asbach

Keinerlei Notiz haben die Isländer von der Schweinegrippe genommen. Stattdessen
haben sie auf Teufel komm raus gezockt und grundanständige Spekulanten um ihre sauer
verdiente Kohle gebracht und sich obendrein per Volksabstimmung noch dafür entschieden, nicht für den Schaden aufzukommen. Nun ist der isländische Oberrüpel Eyjafjallajökull dabei den Flugverkehr auf unbestimmte Zeit über Europa lahmzulegen und zwingt selbst die mächtigste Merkelin des Universums dazu am Boden zu bleiben. Wie eine ältere Dame auf Kaffeefahrt musste Deutschlands Regentin mit dem Bus von Südtirol ins heimische Berlin reisen. Mister Europa, dem luxembourger „Großherzog“
Jean Claude Junker ging es nicht besser. Er musste sich ebenfalls im Bus von Madrid
aus heim zu seinen treuen Untertanen kutschieren lassen. Was die Griechen nicht geschafft haben, schaffen die Isländer jetzt mit links. Die
Attacke aus dem Schlund der nordatlantischen Teufelsinsel wird Europas Finanzminister in ein weiteres Loch stürzen. Zu befürchten ist, dass die Airlines in den kommenden Tagen nach einem Milliardenschweren Rettungspaket schreien werden.

Während die Boeings und Airbusse den Hangar hüten müssen, kreisen die Pleitegeier
bereits in gefährlicher Bodennähe. Über einen Soli für die gebeutelten Fluggesellschaften soll schon nachgedacht werden. Auch eine Vulkanversicherung für Fluggäste könnte bald obligatorisch werden. Lediglich die Bahn könnte vom tobenden Isländer profitieren. Es wird also nur noch eine Frage der Zeit sein, wann auf der Schiene ein Zuschlag für Stehplätze in überfüllten ICEs erhoben wird. Islands Schurkenvulkan macht uns allen mehr zu schaffen als die anderen großen
Schurken des Planeten. Nordkorea und der Iran werden uns jedenfalls nicht um die Freuden der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft bringen. Der wütende Eyjafjallajökull könnte allerdings sogar dafür sorgen, dass unsere Kicker sogar den
Anstoss zum Turnier verpassen. So, liebe Isländer, bewirbt man sich jedenfalls nicht
um einen EU Beitritt.

Hartz IV" und "Rente mit 67" - aus der sozialdemokratischen und faschistischen Tradition des deutschen Imperialismus.

"Leistungsknick" und Heraufsetzung des Leistungsalters der Arbeiter im Faschismus des deutschen Kapitals.

Von Reinhold Schramm

Ein zentraler Angriffspunkt der Gesundheitsführ-
ung in den Betrieben zum Zwecke maximaler Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft war der sogenannte "Leistungsknick" - definiert als "... jenes Lebensjahr, mit dem mindestens die Hälfte der schaffenden Volksgenossen zahlreicher Berufe ihren Aufgaben nicht mehr voll genügen kann."
Bei Männern lag er 1937 "um das 40., bei den Frauen schon um das 30. Lebensjahr herum ...".(1) Während das von den Faschisten erhoffte "Fernziel" in der Utopie von der Angleichung der Leistungsperiode an die Lebenszeit bestand, zog es die faschistische Propaganda vor, diese Zielsetzung von 1936 an schrittweise publik zu machen.
Der Forderung nach Heraufsetzung der vollen Leistungsfähigkeit auf das 55. Lebensjahr folgten 1937 das 60. und 70. Lebensjahr, ein Jahr danach das 80. (2) Damit war aber angesichts der Kriegsvorbereitungen die Eskalation des räuberischen Leistungsfanatismus noch längst nicht erschöpft. Am wenigsten betroffen waren davon in den Vorkriegsjahren die Jugendlichen, da die im Interesse der imperialistischen faschistischen Rassen- und Eroberungspolitik des deutschen Kapitals erlassenen Arbeitsschutzgesetze streng zu beachten waren. Bis zu ihrer verstärkten Einbeziehung in die deutsche Rüstungsindustrie als Folge des rüstungsbedingten Arbeitskräftemangels galt dies auch für Frauen.(3) Um so härter traf es die erwachsenen männlichen Arbeiter. Sie waren schon seit 1936 durch eine gesetzliche Verlängerung der Arbeitszeit bei anhaltender Akkordarbeit nicht nur 48, sondern 60 Stunden lang, z. T. noch länger, rücksichtsloser Ausbeutung kapitalistischer Konzerne ausgeliefert.(4) An sie war ein menschenverachtendes Ansinnen gerichtet, als Ersatz für den aus bevölkerungs- und militärpolitischer Berechnung geförderten Frauen- und Jugendschutz einen "Opfergang" zu gehen, - einen "... Opfergang der Älteren ...", die bereit seien, vor der Jugend zu sterben.(5) Für diese in ihrem Leben gefährdeten Arbeiter galt in Bezug auf den Gesundheitszustand besonders, was man als "Minimalfunktionsnorm" im Sinne jenes Zustandes definierte, "... in dem ein Mensch (nach bereits vollzogener Arbeitsleistung) gerade noch fähig war, das nächste Soll zu erfüllen." So verwundert es nicht, dass sich vornehmlich infolge "... häufiger Überbeanspruchung am Arbeitsplatz" und angesichts der "Scheu, die der werktätige Mensch vor dem Arzt" empfand, das "durchschnittliche Leistungsalter ... nicht erhöhte ...".(6) Man propagierte dennoch wenig später voller Zynismus als "... ein erstrebenswertes Ziel für die Gesundheitsführung" jenen Zustand, bei dem "der Zeitpunkt des allmählichen Kräfteschwundes kurz vor dem Eintritt des physiologischen Todes liegt und der endgültige Kräfteverfall mit ihm zusammenfällt."(7) [vorzeitiger Tod und damit Minderung der Sozial- und Rentenleistung] - Damit wurde jenes Verbrechenskapitel an der inneren Front des deutschen Imperialismus eingeleitet, das im Herbst 1942 in den KZ der SS sowie Neben- und Zwangsarbeitslagern für Rüstungskonzerne als Programm zur massenhaften "Vernichtung durch Arbeit" seinen furchtbaren Anfang nahm.

Um ein frühzeitiges Herabsinken der Leistung zu verhindern, orientierte zudem die NS-Ärzteführung die an den Reihenuntersuchungen beteiligten Ärzte auf die sicher auch im Interesse vieler Arbeiter liegende Erkennung von "Frühschäden", die man als ein noch nicht krankhaftes, vor allem durch "funktionelle Schwächezustände" erklärtes "... Absacken der Leistungskraft bzw. Störungen der Leistungsbereitschaft ..." verstand, welche die NS-Ärzte als Ausdruck erfolgreicher Gesundheitsführung zu beheben hatten. (8)

1. Bartels, F.: Vgl. Anm. 37b. - S. 887. Schon 1927 berichtete z. B. Arnold During, dass das "... durchschnittliche Erwerbsleben des Arbeiters im Betrieb kaum 30Jahre erreicht" und dass die "Frauen mit Ende des vierten Dezenniums, Männer mit längstens Mitte des fünften aus dem Betrieb ausscheiden ..." (During, A.: Die Ermüdung im praktischen Betrieb. - In: Atzler, E. - Vgl. Anm. 20. - S. 601f.).
2. Vgl. Tagung der .... - Vgl. Anm. 28. - S. 108; Bartels, F.: Vgl. Anm. 37a. - S. 485; R. Ley am 11.9.1937 in Nürnberg (zit. nach Graessner 1980a, S. 6). (Schon) 1935 sprach sich Ley skrupellos dafür aus, dass man "... von Achtzehnjährigen bis meinetwegen Achtzigjährigen" in Anpassung an das "Schwinden der Kräfte ... laufend das Tempo der Arbeit ändert ..." (zit. nach Giersch 1981, S. 261).
3. Vgl. Neitzel: Der Arbeitsschutz der Jugendlichen und Frauen (einschließlich des Arbeitsschutzes). - In: Zent.-bl. Gewerbehyg. - 23 (1936). - S. 121-126; Hebestreit, H.: Vgl. Anm. 28; Dräger, W.: Der Arbeitsschutz im Kriege. - In: Ebenda. 27 (1940). - S. 161-165; Bauer, Th.: Arbeitszeit und Pausenregelung der Frau im Kriege. - In: Ebenda. - S. 241-246. Vgl. auch Graessner 1982, S. 193; Herbert 1985, S. 47.
4. Vgl. Dräger, W.: Der Arbeitsschutz der Beschäftigten in gewerblichen Betrieben (mit Ausnahme des Schutzes der Jugendlichen und Frauen). - In: Zent.- bl. Gewerbehyg. - 23 (1936). - S. 1-6; ders.: Die neuen Arbeitsbestimmungen. Für den betrieblichen Gebrauch zusammengestellt. - In: Ebenda. - 26 (1939). - S. 82-90.
5. Bartels. F.: Vgl. Anm. 37. - S. 488; 890.
6. Schnazenberg, W.: Vgl. Anm. 49. - S. 49.
7. Bockhacker, W.: Vgl. Anm. 22. - S. 16.
8. Wagner, G.: Vgl. Anm. 33. - S. 880; Bartels, F.: Vgl. Anm. 37a. - S. 888f.; ders.: Vgl. Anm. 58. - S. 130f.

Vgl.: Medizin unterm Hakenkreuz, VEB Verlag Volk und Gesundheit 1989. Entstehung und Ausbau des faschistischen Betriebsarztsystems und dessen Funktion bei der Ausbeutung der deutschen Arbeiter und ausländischen Zwangsarbeiter [- im Eroberungs-, Gewinn- und Profitinteresse der faschistischen Bourgeoisie und Administration]. - "Leistungsknick" und Heraufsetzung des Leistungsalters der Arbeiter [im Faschismus des Kapitals].