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Stadtzeitung

Saarländische Forscher besiegen Schweißfüße

Sockenwechsel in Zukunft nur noch einmal im Jahr nötig – Saar DGB will Innovation der saarländischen Textilforschung im Dezember in Strasbourg qualmen lassen

Von Claude Michael Jung

Oft sind Schweiß oder Käsefüße schon mehrere Kilometer gegen den Wind zu riechen. Von apart bis grauenvoll wird der Duft von Experten und Spürhunden beschrieben.

„Die vernichtende Niederlage, die der römische Feldherr Publius Quinctilius Varus im Herbst des Jahres 9 n. Chr. im Teutoburger Wald erlitt, ist einzig und allein auf den markanten Duft der Schweißfüße seiner Legionäre zurückzuführen“, schrieb Pontius Optimus, damals Statthalter Roms an Mosel und Saar, seinem Vetter Pontius Pilatus. Myriaden von Schweißfliegen schwebten um das Heer Roms und verdunkelten den Himmel.
Für den Cheruskerfürsten Arminius ein leichtes, den Standort der Römer
auszubaldowern und aus dem Hinterhalt heraus gleich drei wertvollen Legionen Roms den Garaus zu machen. Fußgeruch vernichtete damals rund ein Achtel des römischen Gesamtheeres.

Bis heute sind zumeist Stiefeltreter, aber auch immer mehr Stiefellecker am
Fußgeruch zu erkennen. Damit der Massenauftritt sogenannter uniformieter
Stiefelknechte nicht noch einmal in die militärische Katastrophe führt, kämpfen
Forscher des Saarbrücker Heinrich Mief-Instituts gegen die Plage der zahlreichen, oft markanten bis penetranten Fußgerüche. Ein Antischweißfuß-Gütesiegel soll in Zukunft die feindliche Aufklärung in die Irre führen.

Gewöhlicher Fußgeruch, wie er beispielsweise bei höheren Dienstgraden des Militärs vorkommt und vielerorts das Erscheinen eines Offiziers den Mannschaften schon frühzeitig ankündigt, soll es in Zukunft nicht mehr geben. Ein zähflüssiges Deodorant soll selbst in traurigen Fällen Abhilfe schaffen. Ein erster Test mit einem Suchhund war bereits erfolgreich. Der gute Hund war bei Erscheinen von Oberst Bückling und seinem Adjutanten auf dem Kasernenhof außerordentlich stark verwirrt. Er erkannte weder den Herrn Oberst Bückling noch Fähnrich Rotzlöffel am sonst so gewohnten Fußgeruch. Einem kurzen Fletschen mit den strahlend weißen Hundezähnen folgte die Attacke auf dem Fuß. Wie ein Sachverständiger feststellte, hielt der gute
Hund das Offiziersgespann für ein paar besonders dicke Würstchen und biss mit wachsender Begeisterung herzhaft in die wandelnden Plunsen.

Aber auch um alleinstehenden Männern im Zivilleben das Dasein künftig zu
erleichtern, ist die Forschung am Saarbrücker Heinrich Mief-Institut angetreten. Nach jahrelangen vergeblichen Versuchen gelang es den nimmermüden Forschern, eine neuartige Materialmischungen für die Produktion von Socken herzustellen. Künftig wird der Mann von Welt nicht mehr gezwungen sein, alle sechs bis acht Wochen frische Socken anziehen zu müssen. Die Antimief-Dauersocke absorbiert sämtliche Gerüche und
wandelt Gestank in eine frische Meeresbrise oder in den Duft einer blühenden
Lavendellandschaft um. Nach rund einem Jahr Tragezeit kompostieren sich die innovativen Socken von selbst und können dann durch ein paar frische Geruchsabsorber ersetzt werden.

Die neuen Dauersocken werden in diesem Jahr nicht nur der Weihnachtsrenner werden. Wie der DGB Saar ankündigte, werden die Teilnehmer an der Kundgebung am 16. Dezember 2008 in Straßburg vor der Haustür des Europäischen Parlaments kräftig die neuen geruchsfreien Socken qualmen lassen. Zu Testzwecken hat der Saar DGB, nach einem
Bericht der Gewerkschaftszeitung „Lohnverzicht“, rund 500 Paar der nichtalltäglichen Innovation aus der saarländischen Textilforschung geordert. Die Füße von Saar-DGB Comandante Eugen Roth und seinen Mitstreitern werden an diesem Tag nach Eau de Cologne, Lavendel und Rosen duften, und niemand wird mit einem Loch in seinen Socken vor dem EU Parlament erscheinen.

Wie aus etlichen Flüsterparolen zu entnehmen ist, werden zur Kundgebung des Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) am 16. Dezember 2008 in Straßburg neben den tollen DGB-Saarsocken allerdings auch alte Stinkstiefel erwartet. Die IG Metall will angeblich ihre erfolglose Verhandlungskommission der letzten Tarifrunde nach Strasbourg entsenden. Gemeinsam mit den europäischen Schwestergewerkschaften wollen
die Tarifnieten der IG Metall für Arbeitnehmer und Gewerkschaftsrechte ordentlich auf den Putz hauen, um danach an der heimischen Tariffront erneut Reallohnverluste als tolle Erfolge an die Mitgliedschaft zu verkaufen.

 

 

 

 

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Die neuen Dauersocken werden in diesem Jahr nicht nur der Weihnachtsrenner werden. Wie der DGB Saar ankündigte, werden die Teilnehmer an der Kundgebung am 16. Dezember 2008 in Straßburg vor der Haustür des Europäischen Parlaments kräftig die neuen geruchsfreien Socken qualmen lassen. Zu Testzwecken hat der Saar DGB, nach einem
Bericht der Gewerkschaftszeitung „Lohnverzicht“, rund 500 Paar der nichtalltäglichen Innovation aus der saarländischen Textilforschung geordert.

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Die Füße von Saar-DGB Comandante Eugen Roth und seinen Mitstreitern werden an diesem Tag nach Eau de Cologne, Lavendel und Rosen duften, und niemand wird mit einem Loch in seinen Socken vor dem EU Parlament erscheinen.


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Wie aus etlichen Flüsterparolen zu entnehmen ist, werden zur Kundgebung des Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) am 16. Dezember 2008 in Straßburg neben den tollen DGB-Saarsocken allerdings auch alte Stinkstiefel erwartet.


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