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Stadtzeitung

Viele Köche verderben den Brei – Am Ende eine Automarke weniger?

Saarbrücken (sk) - Die Zusammensetzung des von Ministerpräsident Peter Müller (CDU) einberufenen Autogipfels an der Saar hat der Landesvorsitzende der Saar Linken, Rolf Linsler, scharf kritisiert. Müller habe nur die die Vertreter der Anteilseignerseite, nicht aber die Betriebsräte als Vertreter der Belegschaft geladen.

Wieder einmal zeige sich, dass der saarländische Ministerpräsident Müller ein gestörtes Verhältnis zu den Vertretern der Arbeitnehmerschaft habe. Dabei zeige die Entlassungswelle in der Automobilindustrie, dass die Leidtragenden nicht die Geschäftsführer und Anteilseigner seien, sondern die Leiharbeiter und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit befristeten Arbeitsverträgen, die jetzt schon zu Tausenden gekündigt seien. Linsler wies darauf hin, dass auch die Regierung Müller durch ihre Fehlentscheidungen im Bundesrat für Leiharbeit und befristete Arbeitsverträge Verantwortung trage. Linsler forderte Müller auf, ähnlich wie Koch von der Linken zu lernen und für Staatsgelder Beteiligungsrechte zu fordern. Ebenso müsse Müller aus der Krise lernen und im Bundesrat Initiativen gegen Leiharbeit und befristete Arbeitsverträge ergreifen.