DGB saar Stadtzeitung
Brandheiß : Die Warme Nacht im Oktober! Diesmal erwartet die Tanzwütigen einpecial - Warme Nacht Erotic Discourse- mit den Terrorschwestern aus Frankfurt und 4 Tänzern aus Frankreich die eine heiße Erotic-Show performen. 11.10.2008, 22 Uhr, Garage Saarbrücken
Als Austauschschüler in die USASchüler im Alter von 15 bis 18 Jahren mit Englisch als Schulfach können sich bis 15. Dezember für das Schuljahr 2009-10 um USA-Stipendien bewerben. Schirmherr des Schüleraustauschs ist das amerikanische Außenministerium bzw. State Department. Die Durchführung liegt in Händen der gemeinnützigen Stiftung "Pacific Intercultural Exchange" mit Sitz in San Diego, Kalifornien. In den USA besuchen die deutschen Jugendlichen öffentliche Schulen und wohnen als Kind auf Zeit bei amerikanischen Familien. Abreise ist je nach Schulbeginn in den einzelnen Bundesstaaten zwischen Anfang und Ende August 2009.Information und Unterlagen: Kompass, Limburgstr. 11 B, 40235 Düsseldorf, Tel. 0211-699130, Fax: 0211-6991322, Internet: www.kompass-sprachreisen.de
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3 Fragen an den DGB-Saar....

 

Okt. 08

Veranstaltungsreihe zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht

Saarbrücker Institutionen erinnern an die Verfolgung der Juden im Dritten Reich –
Vielfältiges Programm mit Live-Musik, Theater, Filmen, Erzählcafé und Ausstellung

Saarbrücken (sp). „Nicht nur die Opfer unter dem Rad verbinden, sondern dem Rad in
die Speichen fallen!“ Unter diesem Leitwort von Dietrich Bonhoeffer erinnern das
Theater im Viertel-Studiotheater (TiV), das kino achteinhalb, das Saarländische
Filmbüro, der Deutsch-Ausländische Jugendclub (DAJC) und das Café Exodus an den 70.
Jahrestag der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. In dieser Nacht fanden im
Dritten Reich erste groß angelegte Ausschreitungen der Nazis gegen die Juden statt.
Mit ihrer Veranstaltungs­reihe in den ersten zwei November­wochen wollen die fünf
Institutionen aus dem Nauwieser Viertel in Saarbrücken der Vertreibung und Ermordung
von Millionen Juden im Nationalsozialismus gedenken. Gleichzeitig werden auch Bezüge
zu aktuellen Ausschreitungen gegen Fremde und Andersdenkende hergestellt. Das
umfangreiche Programm mit Live-Musik, Dichterlesung, Erzählcafé mit Zeitzeugen,
Theateraufführungen, einer Ausstellung und vielen Dokumentar- und Spielfilmen soll
insbesondere junge Menschen ansprechen.

Mit Live-Musik geht es am Sonntag, 2. November, um 20 Uhr los. Das „ini-art
Ensemble“ stellt im Theater im Viertel (Nauwieserstr. 13) politische Lieder u. a.
von Hanns Eisler und Berthold Brecht vor, die diese im amerikanischen Exil schufen.
Katharina Bihler (Stimme), Wollie Kaiser und Hartmut Oßwald (Holzblasinstrumente),
Frank Jakob (Gitarre) und Stefan Scheib (Kontrabass) interpretieren die Vorlagen in
einer eigenen Art, um die Aktualität der Texte zu unterstreichen.

„Verzeihen ja, vergessen nie“ heißt ein Dokumentarfilm über die deutschsprachige
Minderheit in Belgien, den das Saarländische Filmbüro am 4. 11. um 20 Uhr im kino
achteinhalb (Nauwieserstr. 19) aufführt. Die Dokumentation beleuchtet das Verhalten
der Menschen während der deutschen Besatzung: Kollaboration, Anpassung und
Widerstand. Regisseur Dietrich Schubert ist anschließend zur Diskussion anwesend.

Gleich zweimal, am 5. 11. um 17 Uhr und am 7. 11. um 20 Uhr, zeigt das kino
achteinhalb (Nauwieserstraße 19) gemeinsam mit dem Deutsch-Ausländischen Jugendclub
den Spielfilm „Drachenläufer“. Aus der Sicht eines jungen Mannes, der nach dem
Einmarsch der Sowjets in Afghanistan mit seinem Vater nach Amerika flieht, wirft der
Film einen Blick auf das Leben afghanischer Einwanderer in der neuen Welt und ihr
Schwanken zwischen überlieferten Werten und schockierender Modernität. Im Anschluss
an die Nachmittagsvorstellung am 5. November lädt der DAJC zu einer Diskussion mit
Jugendlichen ein.

In einem „Erzählcafé“, gemeinsam veranstaltet vom Theater im Viertel und dem
Deutsch-Ausländischen Jugendclub, können Jugendliche in den Räumen des DAJC
(Johannisstraße 13) am 6. 11. um 16 Uhr mit Menschen sprechen, die selbst in den
Jahren der Nazi-Diktatur Jugendliche waren. Das menschliche Leid und die
Alltäglichkeit des Grauens werden im Gespräch mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen
greifbar. Jürgen Albers vom Saarländischen Rundfunk moderiert die Veranstaltung.

Einer der Höhepunkte der Veranstaltungsreihe ist die Aufführung des Schauspiels
„Mutters Courage“ von Georges Tabori am 6. und 7. November, jeweils um 20 Uhr, im
Theater im Viertel (Nauwieserstraße 13). Gabriele Bernstein, Gerrit Bernstein und
Ingo Fromm erzählen aus der Sicht eines Jugendlichen, wie seine Mutter im NS-Regime
Widerstand leistete.

Die zweite Veranstaltungswoche beginnt am 8. 11. um 20 Uhr mit einem Konzert der
„Global shtetl Band“ im TiV (Nauwieserstraße 13). Ihre Mit­glieder bringen die
Tradition jüdischer Musik ins neue Jahrtausend, indem sie die leiden­schaftlichen
Rhythmen Lateinamerikas mit osteuropäischen Melodien verknüpfen.

Wie konnte es überhaupt zum NS-Regime in Deutschland kommen? Am 10. 11. um 20 Uhr
will Professor Norbert Gutenberg von der Universität des Saarlandes mit einer Lesung
von ausgewählten Texten aus Berthold Brechts „Furcht und Elend des Dritten Reiches“
und Thomas Bernhards „Heldenplatz“ eine Antwort auf diese Frage geben.
Veranstaltungsort ist das Theater im Viertel (Nauwieserstraße 13).

„Heim ins Reich“ heißt ein Dokumentarfilm von Claude Lahr, den das Saarländische
Filmbüro am 11. November um 20 Uhr im kino achteinhalb (Nauwieserstraße 19)
aufführt. Mit der Besetzung Luxemburgs durch die deutsche Wehrmacht begann 1940 ein
langer Leidensweg für die Luxemburger. Im Anschluss an die Vorführung gibt es die
Möglichkeit, mit dem Regisseur zu diskutieren.

Die Situation an den europäischen Außengrenzen stellt ein Vortrag mit anschließender
Diskussion am 12. November um 17 Uhr im Veranstaltungsraum N.N. im Kultur- und
Werkhof Nauwieser 19 in den Mittelpunkt. Zum Thema „Stoppt das Sterben“ referiert
Rechtsanwalt Bernhard Dahm vom Saarländischen Flüchtlingsrat über die Einsätze der
EU-Grenzschutzagentur FRONTEX. Zum gleichen Thema zeigt der Deutsch-Ausländische
Jugendclub im Veranstaltungs­raum N.N. im Kultur- und Werkhof Nauwieser 19 von
Anfang bis Mitte November die Ausstellung „Die Flucht nach Europa“. Sie wurde von
amnesty international zusammen­gestellt und zeigt die Menschenrechts­verletzungen
gegenüber Flüchtlingen an den Europäischen Außengrenzen. Die Ausstellung ist vom 3.
bis 13. November jeweils montags bis samstags von 15 bis 18 Uhr zu besichtigen. Für
Gruppen und Schulklassen können beim DAJC (Tel. 06 81/3 32 75) auch besondere
Termine vereinbart werden.

Die Veranstaltungsreihe endet am Freitag, 14. November, um 19 Uhr mit einer
Diskussion mit Jugendlichen im Café Exodus (Johannisstraße 9). Das Motto:
„Reichspogromnacht? – Häh?“ Der AK Film des Café Exodus hat einen Podcast zu Fragen
des Nationalsozialismus gedreht, der gezeigt und anschließend gemeinsam mit einem
Experten diskutiert wird. Die Veranstaltungsreihe zum 70. Jahrestag der
Reichspogromnacht wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut.
Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“, von der Patton Plusczyk Stiftung
sowie von Regionalverband und Landeshauptstadt Saarbrücken. Das Programm liegt bei
allen veranstaltenden Institutionen aus oder kann als Datei per E-Mail zugeschickt
werden.

Wei­tere Informationen sind erhältlich bei: Veronika Häfele-Zumbusch, Theater im
Viertel-Studiotheater (TiV), Nauwieserstraße 13, 66111 Saarbrücken, Telefon (06 81)
3 90 46 02

Freitag, 26. September 2008 um 17:30 Uhr im Saarbrücker Filmhaus (Eintritt frei)Im Anschluss an die Filmvorführung (76 Minuten) lädt die DGB-Jugend Saar zur Diskussion mit Ernesto Kroch und dem Regisseur Martin Keßler ein.Ernesto Kroch ist heute 91 Jahre alt. Bereits als junger Mann kämpft der politisch engagierte Metallarbeiter und Jude gegen die Nazis. Im Jahr 1936 kommt er deswegen ins KZ Schloss Lichtenburg (Sachsen-Anhalt), 1938 flieht er dann nach Uruguay. Doch Anfang der 80er Jahre, als seine Wahlheimat im Terror einer Militärdiktatur versinkt, bleibt ihm erneut keine andere Wahl als die Flucht. Wieder einmal steht der Metallgewerkschafter auf den Fahndungslisten - diesmal auf denen der Militärs in Montevideo. 1982 sucht (und findet) Ernesto Kroch Zuflucht in Frankfurt am Main, kehrt aber 1984 nach dem Ende der Militärdiktatur zurück nach Uruguay. Heute lebt er mit seiner Frau Eva Kroch-Weil in Montevideo und Frankfurt - als "Wanderer zwischen den Welten" und aufmerksamer Kritiker einer unkontrollierten Globalisierung.

Regisseur Martin Kessler ist in den letzten Jahren vor allem durch seine sozialkritische Dokumentarfilm-Reihe "Neue Wut" bekannt geworden.Eintritt frei, Reservierung notwendig. Reservierung der kostenlosen Karten bei:DGB-Jugend Saar Tel.: 0681 / 40001-0, Fax: -20 eMail: info@dgb-jugend-saar.de oder beim Filmhaus, Mainzer Str. 8, 66111 Saarbrücken: Büro: 0681 / 399297 Kinokasse: 0681 / 372570

 

 

Ausstellung Josef Wagner und Genossen vom 1. September bis 30. September 2008. Vor 65 Jahren, am 1. September 1943 wurde Josef Wagner (1897-1943) aus dem saarländischen Lockweiler, heute ein Ortsteil von Wadern, in Plötzensee hingerichtet. Hitlers Blutrichter hatten ihm im April 1943 zum Tode verurteilt. Nach dem Volksabstimmungskampf von 1935 an bis zum Kriegsbeginn 1939 leistete er an führender Stelle Widerstandsarbeit gegen die Nazis und deren Vorbereitung zum Krieg. Ab 1936 war Josef Wagner Leiter der KPD-Abschnittsleitung, die von Forbach und Kleinrosseln aus agierte. Fast 100 Schriften wurden in dieser Zeit illegal über die Grenze gebracht und fanden bis in die Hochwalddörfer Verbreitung. Auf 14 Tafeln wird der Lebensweg Josef Wagners, seiner Familie und seiner saarländischen und lothringischen Kampfgefährten dokumentiert, von denen Wilhelm Frisch, Heinrich Konrath, Eugen Kloster und Katharina Beer und Charles Gauthier ebenfalls ermordet wurden. Andere erhielten hohe Zuchthausstrafen. Die Ausstellung würdigt auch das Engagement von Antifaschisten, die mit Josef Wagner in Verbindung standen. Dazu gehörten der ehemalige Bergarbeiter-Sekretär und Nachkriegsparteivorsitzende der Sozialdemokratischen Partei des Saarlandes Richard Kirn, die Leiterin der Flüchtlingsberatungsstelle in Forbach Hanna Kirchner und weitere Mitstreiter. Sie wurden schon aktiv als die Niederlage Deutschlands noch nicht abzusehen war. Ausstellungseröffnung am Montag, 1. September 2008 Beginn: 18 Uhr, Geschäftsstelle der Peter Imandt Gesellschaft & Rosa Luxemburg Stiftung Regionalbüro Saarbrücken Saarbrücken, Futterstraße 17-19

 

Hannes Wader beim Festival EUROKLASSIK in Zweibrücken

Zweibrücken (red) - Hannes Wader - über diesen Mann ist doch längst alles gesagt und geschrieben: Singer-Songwriter aus der Burg-Waldeck-Szene der 60er Jahre, seit 40 Jahren auf unzähligen Bühnen unterwegs. Er gilt als sonorer Sänger, inspirierter Dichter, talentierter Komponist, exzellenter Musiker und virtuoser Gitarrist. Und auch Kommunist und Pazifist, Utopist und Klassenkämpfer, Arbeiterkind und Autodidakt, Hannes Wandervogel und Talking-Blues-Brother, rot und rastlos, ehrlich und knorrig, sozialkritisch und sozialromantisch, antifaschistisch bis aufs Blut und antiautoritär bis auf die Knochen. Hannes Wader hat in den 40 Jahren seines bisherigen Schaffens 35 Alben veröffentlicht. Sein jüngstes Werk, mit dem Namen "Neue Bekannte" enthält 20 ausgewählte, gute, alte, bekannte Lieder neu instrumentiert. Sie zeigen das ganze Spektrum seines künstlerischen Schaffens, einen ungewöhnlichen Menschen und einzigartigen Künstler. Aber nicht nur diese Lieder stehen im Mittelpunkt seiner diesjährigen Konzerte. Auch neue Titel werden vorgestellt; Stücke, die noch nicht auf Tonträger erhältlich sind.

Am 04.10.2008, 20:00 Uhr
Ort: Aula Hofenfels-Gymnasium, Zeilbäumerstr. , 1 Veranstalter: Stadt Zweibrücken, Eintrittspreis: im Vorverkauf 25,00 € (ermäßigt 21,00 €), Abendkasse 28,00 € (ermäßigt 24,00 €) - keine weitere Ermäßigung
Vorverkauf: Kultur-und Verkehrsamt, Herzogstr. 1, Zweibrücken, Telefon:
06332/871-451 und -471 und unter http://www.festival-euroklassik.de/

30 Mal „Faszination Weltkulturerbe“ im September

Saarland-Wochen im
Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Täglich abwechslungsreiches Programm – Dienstags ab 14 Uhr: Freier Eintritt für alle
- Immer Sonntags: „Faszination Hochofen“

Sehr geehrter Herr Rausch

die „Saarland-Wochen 2008“ präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger vom 1. bis zum
30. September. Täglich wechselnd wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. An
den September-Sonntagen startet immer um 15 Uhr die neue Erlebnisführung
„Faszination Hochofen“.

1. Freien Eintritt für alle gibt es an allen fünf September-Dienstagen ab 14 Uhr.
2. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre erhalten zudem in Begleitung Erwachsener
freien Eintritt bei den Saarland-Wochen.
3. Und wer eine alte Eintrittskarte des Weltkulturerbes Völklinger Hütte an der
Kasse vorlegt, erhält im gesamten September eine neue Eintrittskarte zum halben
Preis.

„Wir wollen mit den Saarland-Wochen auf die außergewöhnlichen Erlebnisdimensionen
des Weltkulturerbe Völklinger Hütte ganz besonders für unsere Besucherinnen und
Besucher des Saarlandes und der näheren Umgebung aufmerksam machen!“ betont Dr.
Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbe Völklinger Hütte. „Das
Weltkulturerbe Völklinger Hütte hat sehr sehr viele neue und bisher unbekannte
Bereiche, Orte und Themen zu bieten, die während der Saarland-Wochen in das Zentrum
eines regionalen Interesses gestellt werden. Die Saarland-Wochen sollen es allen
ermöglichen, das Weltkulturerbe Völklinger Hütte besuchen zu können.“

 

30 Mal „Faszination Weltkulturerbe“ im September

Saarland-Wochen im
Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Täglich abwechslungsreiches Programm – Dienstags ab 14 Uhr: Freier Eintritt für alle - Immer Sonntags: „Faszination Hochofen“


Die „Saarland-Wochen 2008“ präsentiert das Weltkulturerbe Völklinger vom 1. bis zum 30. September. Täglich wechselnd wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. An den September-Sonntagen startet immer um 15 Uhr die neue Erlebnisführung „Faszination Hochofen“.

1. Freien Eintritt für alle gibt es an allen fünf September-Dienstagen ab 14 Uhr.
2. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre erhalten zudem in Begleitung Erwachsener freien Eintritt bei den Saarland-Wochen.
3. Und wer eine alte Eintrittskarte des Weltkulturerbes Völklinger Hütte an der Kasse vorlegt, erhält im gesamten September eine neue Eintrittskarte zum halben Preis.

Ganz neue Facetten der „Faszination Weltkulturerbe Völklinger Hütte“ will das Weltkulturerbe Völklinger Hütte an den 30 Veranstaltungstagen im September 2008 Besuchern jeden Alters erschließen. Das Spektrum reicht von einem Nordic Walking-Schnupperkurs vorbei an der imposanten Hochhofen-Gruppe über spezielle Themenführungen zu den vier Urelementen Feuer, Wasser, Erde und Luft bis zu Rundgängen immer mittwochs zum aktuellen Sanierungsstand der ehemaligen Roheisenproduktion der Völklinger Hütte. Die Besucher werden dabei die einstmals „Verbotene Stadt“ im Herzen Völklingens auch abseits der offiziellen Besucherwege kennenlernen. Zuletzt waren hier nur die Dreharbeiten der „Wilden Kerle“ zugelassen. An Kinder zwischen fünf und elf Jahren richtet sich auch die „MISSION ETERNITY“ von etoy, die im Rahmen der Saarland-Wochen komplett in der ersten Septemberwoche bis einschließlich Sonntag, 7. September zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet sein wird.

Am Mittwoch, 17. September, besteht zum Beispiel auch die Gelegenheit, an der Vernissage zur Präsentation der „Fütterung der stymphalischen Vögel“ von Margret Lafontaine teilzunehmen oder einer Lesung des Urtextes zu folgen, auf dessen Basis die Künstlerin ihre Skulptur realisierte.

Eingebettet in die „Saarland-Wochen 2008“ sind auch der „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 14. September, und der Weltkindertag“ am Samstag, 20. September mit spannendem Begleitprogramm.

Auch eine Jugendband aus dem Saarland lässt sich während der Saarland-Wochen 2008“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte bei ihrer aktuellen CD-Cover-Produktion über die Schulter schauen.

„Wir wollen mit den Saarland-Wochen auf die außergewöhnlichen Erlebnisdimensionen des Weltkulturerbe Völklinger Hütte ganz besonders für unsere Besucherinnen und Besucher des Saarlandes und der näheren Umgebung aufmerksam machen!“ betont Dr. Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbe Völklinger Hütte. „Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte hat sehr sehr viele neue und bisher unbekannte Bereiche, Orte und Themen zu bieten, die während der Saarland-Wochen in das Zentrum eines regionalen Interesses gestellt werden. Die Saarland-Wochen sollen es allen ermöglichen, das Weltkulturerbe Völklinger Hütte besuchen zu können.“

Natürlich ist im Rahmen der Saarland-Wochen auch der Besuch des kompletten Hüttenparks möglich, des ScienceCenter Ferrodrom mit seinen über 100 interaktiven Mitmachstationen, die Gebläsemaschinen 9 und 10 in der Gebläsehalle sowie die Fotoausstellung „Weltereignisse: Meisterwerke der Reportagefotografie von Associated Press“, “Stationen des Schweigens“ von Mehmet Ünal oder die bis 14. September verlängerte Wanderausstellung zu beispielhaft-preisgekrönter Architektur im Saarland.

Alle Informationen zu den Veranstaltungstagen finden sich auf der von COMPUTER BILD ausgezeichneten Homepage www.voelklinger-huette.org, sowie auf der Start-Seite unter der Rubrik „Aktuelles“. Fragen beantwortet auch der Besucher-Service des Weltkulturerbes Völklinger Hütte unter Telefon 06898/ 9100 100.

Einige feste Programmpunkte:

Im Rahmen der „Saarland-Wochen 2008“ wird es im September immer dienstags ab 14.00 Uhr freien Eintritt für alle geben. Die Schnupper-Dienstag-Termine: 2., 9., 16., 23. und 30. September!

Sonntags (7., 14., 21. und 28 September) startet bei den „Saarland-Wochen 2008“ immer um 15.00 Uhr die neue Erlebnisführung „Faszination Hochofen“. Sie führt vorbei am höchsten Wasserfall des Saarlands mit 28 Metern (Hochofenkühlung), im Fackelschein durch die Rauchabzüge eines 60-Meter-Kamins sechs Meter unter der Erde und endet mit einem Blick in den Hochofen durch Anheben der Hochofen-Deckel auf der 27 Meter hoch gelegenen Gichtbühne. Die Erlebnisführung selbst ist kostenfrei, für das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist der übliche Eintrittspreis zu entrichten. Kinder unter sechs Jahre zahlen im Weltkulturerbe Völklinger Hütte keinen Eintritt.


Unter diesen Links können Pressevertreter Bildmaterial zur Ankündigung des Jubiläums herunterladen:

1. Historisches Gruppenbild Bautrupp eines Hochofens in Völklingen.
Bild entstanden Ende des 19. Jahrhunderts.
© Archiv Weltkulturerbe Völklinger Hütte

http://www.voelklinger-huette.org/fileadmin/pressebilder/Verschiedenes/

Jubilaeum_Hochofen.jpg


2. Hütte bei Nacht
© Photo Weltkulturerbe Völklinger Hütte / Gerhard Kassner

http://www.voelklinger-huette.org/uploads/tx_cwtpresscenter/

Gesamtansicht_

Nacht_Totale_01.jpg

3. Hütte bei Tag:
© Photo: Weltkulturerbe Völklinger Hütte / Franz Mörscher
http://www.voelklinger-huette.org/uploads/tx_cwtpresscenter/

Gesamtansicht__tag.jpg


Highlights im Weltkulturerbe Völklinger Hütte:

Klanginstallation Gebläsehalle
Täglich zur vollen Stunde für zehn Minuten

Gebläsemaschinen 9 und 10

Die Klanginstallation des Saarbrückers Stephan Mathieu startet dort zu jeder vollen Stunde und vermittelt zehn Minuten lang einen imposanten Eindruck von der monumentalen Geräuschkulisse dieser „Dinosaurier der Industriegeschichte“ in der Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.


Tag des offenen Denkmals
Sonntag, 14. September 2008, 10 bis 19 Uhr

Öffentliche Führungen jeweils um 11, 14 und 16 Uhr
Führung für Kinder und Führung in französischer Sprache jeweils um 16 Uhr
Eintritt frei

Weltkindertag
Samstag, 20. September 2008, 10 bis 19 Uhr

Führungen für Kinder jeweils um 14 und 16 Uhr, Eintritt frei


Weihnachtsmärchen "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer"
Montag, 22. Dezember 2008, 18 Uhr

Gebläsehalle
in Kooperation mit der Stadt Völklingen

Allgemeine Informationen im Sommer und Herbst 2008:


Der Hüttenpark mit Freigelände bietet über 5000 m gut beschilderte ausgewählte Wege durch das 600.000 qm große Areal des Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Sie führen auf die 27 Meter hohe Gichtbühne oder zu der Aussichtsplattform bei Hochofen 6 in luftigen 40 Meter Höhe mit einem traumhaften Blick auf das Weltkulturerbe Völklinger Hütte, den aktiven Teil der Saarstahl AG, Völklingen, die Saar und die Silhouette Saarbrückens.

Das Wegenetz führt auch zur neuen Windmaschine unterhalb des Kohlegleises, zum Eingang des ScienceCenter Ferrodrom mit über 100 interaktiven Mitmachstationen oder zu Requisiten von „Wilde Kerle 5 – Hinter dem Horizont“ in der Möllerhalle. Der 5. Kinofilm war im Sommer 2007 in großen Teilen im Weltkulturerbe Völklinger Hütte gedreht worden.

In der Möllerhalle und in der Sinteranlage sind auch 72 „Weltereignisse“ der letzten 50 Jahre Weltgeschichte in überlebensgroßen Bildern zu sehen. Aufgenommen von den besten Fotografen der Nachrichtenagentur Associated Press.
Die Gebläsemaschinen 9 und 10 sind über den Gebläsesteg bequem und barrierefrei erreichbar. Die Klanginstallation des Saarbrückers Stephan Mathieu startet dort zu jeder vollen Stunde und vermittelt zehn Minuten lang einen imposanten Eindruck von der monumentalen Geräuschkulisse dieser „Dinosaurier der Industriegeschichte“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte.

Öffnungszeiten im Weltkulturerbe Völklinger Hütte:

Täglich von 10 bis 19 Uhr.

Infos: Besucher-Service: 06898/ 9100 100
www.voelklinger-huette.org

15. Dahner Jazztage 18. – 21. September 2008
Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium Dahn, Schirmherr: Landrat Hans Jörg Duppré Programm:
Fr., 19. Sept. 2008, 20.00 Uhr JAZZ-KONZERT
BIGBAND der DEUTSCHEN OPER BERLIN
(Ltg. Rolf von Nordenskjöld) Haus des Gastes Dahn
(Eintritt 13,- € / erm. 6,- €*)
Sa., 20. Sept. 2008, 20.00 Uhr TEILNEHMERKONZERT &
DOZENTEN-SESSION u.a. Rock-Big-Band des OWG Dahn
Dozenten: E. Mayerhofer (voc), M. Klotz (dr), T. Andelfinger (g), C. Niemann (b), S. Degen (s), V. Deglmann (tp), R. Bereswill (p)
Haus des Gastes Dahn (Eintritt 5,- € / Schüler 2,50 €)
So., 21. Sept. 2008, 11.00 Uhr JAZZ-FRÜHSCHOPPEN
STEFFEN WEBER TRIO feat . NORBERT SCHOLLY
Steffen Weber (ts), Matthias Debus (b), Axel Pape (dr) & Norbert Scholly (g) Altes E-Werk Dahn (Eintritt 6,- € / erm.4,- €*)
(Festivalkarte 22,- € / 10,- €*)
(Änderungen vorbehalten, * Ermäßigung für Schüler, Studenten und Auszubildende) Informationen: OWG Dahn, Holger Ryseck, Schloßstraße 19, 66994 Dahn, Tel.: 06391/914150,
www. o wg - d a h n . d e / www. j a z z - f r e u n d e - d a h n . d e

1) Einladung zum uz - FrühschoppenDie Sozialistische Wochenzeitung Unsere Zeit – Zeitung der DKP lädt anlässlich der
ersten Europäischen Sommeruni von attac in Saarbrücken ein zu einem
globalisierungskritischen Frühschoppen am Sonntag, 03.08.08 10:30 Uhr,
weitere Veranstaltungen ................

club bismarck 11
Mittwoch, 3. September 2008, 20 Uhr, De Nouveau: Klang Wegener und Zintel, DAS Saarbrücker Klang-Duo, sind erneut zu Gast im club. Ein neues experimentelles Klangkonzept steht auf dem Programm, für das die beiden die ungewöhnlichsten und überraschendsten Sound-Samples zusammengesammelt haben. Imposante Lautsprecherinstallationen tragen Klangfundstücke aus der ganzen Welt in einer Sound-Collage in die Museumsräume und verändern diese für die Zeit der Aufführung.Treffpunkt: Saarlandmuseum / Moderne Galerie, Bismarckstr. 11-15, 66111 SaarbrückenDer Eintritt ist frei!

 

Zum 8. Mal „Hütten Jazz“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Wichtigste Jazz-Plattform im deutschen Südwesten
vom 4. Juli bis 29. August immer freitags ab 18 Uhr –
Bei schlechtem Wetter regensicher in der „Blue Box“

Zum achten Mal findet in diesem Sommer der „Völklinger Hütten Jazz“ statt. Der
Hütten Jazz hat sich seit nunmehr acht Jahren weit über die Grenzen der Großregion
als Forum für hochklassigen, regionalen Jazz nachhaltig etabliert und gilt als die
erfolgreichste und beständigste Jazzreihe in der Region Saar-Lor-Lux.

In der einzigartigen Atmosphäre und vor der großartigen Silhouette des
Weltkulturerbes Völklinger Hütte kommen das gesamte Spektrum des Jazz von Mainstream
bis Modern Jazz und Experimentellem, ebenso wie die unterschiedlichsten
Jazzensembles vom Trio bis zur Bigband zum musikalischen Gedankenaustausch zusammen.


„Der Völklinger Hütten Jazz ist ein hervorragendes Beispiel für die
Entwicklungsstrategie des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, hier zusammen mit der
Stadt Völklingen ein Segment zu entwickeln, das sich als wichtigste Jazz-Plattform
im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland positioniert hat!“ betont Dr. Meinrad
Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbe Völklinger Hütte. „Die treuen
Besucherinnen und Besucher des Völklinger Hütten Jazz im Weltkulturerbe Völklinger
Hütte sind inzwischen Experten der Deutsch-französisch-luxemburgischen Jazz-Szene
geworden“.

Weitere Details zu den einzelnen Bands und Künstlern finden Sie in der angefügten
Textdatei.

Zur Illustrierung unserer Vorschau auf den Hütten Jazz 2008 im Weltkulturerbe
Völklinger Hütte darf ich Ihnen anbei aktuelle Links als Bilder-Download senden. Sie
finden darin je Konzerttermin ein downloadfähiges Bild für die Konzerte am
4. Juli und 11.Juli, 18. Juli dem 29. August 2008.


Busfahrt zum Aktionstag am Atomwaffenlager Büchel am 30.08.2008


Auf dem Fliegerhorst Büchel zwischen Cochem und dem Nürburgring lagern die letzten 20 Atombomben in Deutschland

Unter dem Motto "Vor der eigenen Türe kehren" läuft die 2. Aktionsphase der Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei". Lasst uns alle die Besen schwingen und die letzten Atomwaffen aus Deutschland symbolisch in die Tonne kehren: Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen!

Die Gruppe Frauen wagen Frieden, die Friedensinitiative Westpfalz und die
Friedensinitiative Neustadt laden zur Teilnahme an dieser bundesweiten Aktion ein. Es wird ein Bus mit folgenden Stationen organisiert:

Landau, Hauptbahnhof: 07:00 Uhr
Neustadt/Wstr., Hauptbahnhof: 07:30 Uhr
Kaiserslautern, Messeplatz: 08:30 Uhr
Landstuhl, Stadthalle (Kaiserstr.) 09:00 Uhr

Ankunft etwa 11:30 Uhr, Rückkehr zw. 19-21 Uhr, Fahrpreis: 19 Euro. Bei der Ankunft
in Büchel, besteht die Möglichkeit, teilweise an der Umrundung des Atomwaffenlagers
teilzunehmen (wenn möglich, Besen mitbringen!) oder gleich zum Aktionsplatz
weiterzufahren, wo nebst anderen Aktionen um 15 Uhr die Großkundgebung stattfinden
wird.


Fine Franzy, The Script, Amy MacDonald und Stanfour ergänzen das Programm für das diesjährige SWR3 New Pop Festival .........

Weiterhin bis 30.09.2008Ausstellung: Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den europäischen Juden in Zusammenarbeit mit dem Haus der Wannsee-Konferenz Gedenk- und Bildungsstätte Berlin H
aus der Stiftung Demokratie Saarland, Bismarckstr. 99, 66121 Saarbrücken

 

Einladung zu dem Seminar "Rechtsextremismus in Deutschland" am Samstag, 13. September 2008 im Eppelborner Hof, Rathausstr. 1-3, 66571 Eppelborn

Auch wenn die rechtsextremen Parteien bei der Bundestagswahl vom 18. September 2005 klar an der 5%-Hürde gescheitert sind und sie keine akute Gefahr für unsere
Demokratie darstellen, dürfen diese Parteien nicht außer Acht gelassen werden. Sie sind in einzelnen Regionen, insbesondere in den neuen Ländern, besonders stark und
dort auch in Landtagen vertreten. Vor allem finden sie Anklang in bestimmten Jugendmilieus und sind an Schulen aktiv (auch im Saarland). Es ist also nach wie vor
nötig, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Das Seminar wird die verschiedenen rechtsextremen Parteien, die es in der Bundesrepublik gegeben hat, unter die Lupe
nehmen, ihre Ideologien analysieren und der Frage nachgehen, warum sie in bestimmten Situationen und bei bestimmten Wählergruppen Anklang finden. Ferner soll die Frage
erörtert werden, in welcher Form man sich mit den Rechtsextremen auseinandersetzen soll, ob eine politisch-argumentative Auseinandersetzung ausreicht oder ob ein
Verbot dieser Parteien angestrebt werden soll.
Der Referent:Prof. Dr. Adolf Kimmel: Studium der Geschichte und der Politikwissenschaft an den Universitäten Würzburg, FU Berlin und Paris (Sorbonne und Institut d'Etudes Politiques)
1967 Promotion für Neuere Geschichte an der FU Berlin1970 bis 1978 Assistent und Assistenzprofessor am Historischen Institut der Universität des Saarlandes
1979 Habilitation für Politikwissenschaft an der Universität des Saarlandes Vertretungsprofessuren für das Fach Politikwissenschaft an den Universitäten Bochum,
München und Würzburg; Professor für Politikwissenschaft an der Universität Würzburg und Trier seit 1.4.2004 im Ruhestand: Sofern Sie eine Teilnahme wünschen, bitte ich Sie, sich per E-Mail anzumelden. Sollten Sie Fragen haben, können Sie mich gerne vormittags anrufen. Stiftung Demokratie SaarlandTel.: 0681/90626-10

 

25. August, 18:00 Uhr, Haus der Stiftung Demokratie Saarland

Vortrag "Die Internationalisierung und Professionalisierung des Fussballs am
Beispiel Béla Guttmanns"

von Prof. Dr. Detlev Claussen


Fußballpuristen ist die kommerzielle Ausrichtung ihres Lieblingssportes ein Greuel: Die Umwandlung von Vereinen in Aktiengesellschaften, eine bloß arbeitsvertragliche Bindung der Stars an ihre Mannschaft, die drohende Ablösung der Teams durch am internationalen Erfolg orientierte Clubs von ihrem lokalen Umfeld, all dies schafft Spannungen zwischen Clubs, Teams und Fans, aber auch Konflikte zwischen EU-Kommission und UEFA.

Die Globalisierung des Fußballs ist aber keineswegs erst eine Erscheinung der
Postmoderne, sondern König Fußball begann seinen internationalen Siegeszug bereits vor etwa hundert Jahren. Beispielhaft steht dafür der Ungar Béla Guttmann, als
Spieler des MTK Budapest der ungarische Meister von 1920 und 1921, als Spieler von
Hakoah Wien österreichischer Meister der Saison 1924/25, als Trainer von Újpest
Budapest 1939 Gewinner des Mitropacups - dem historischen Vorläufer der heutigen
Champions League -, nach 1945 im Trainerteam der ungarischen Wunderelf, erfolgreiche Arbeit beim AC Milan 1955, dann beim FC Sao Paulo Gewinner der Paulista 1958, 1959 als Trainer des FC Porto sowie als Trainer von Benfica Lissabon portugiesischer Meister 1960 und sensationeller zweimaliger Europacupsieger der Landesmeister 1961 (im Finale von Bern gegen Barcelona FC) und 1962 (Endspiel gegen Real Madrid 5:3 in
Amsterdam).

Zusätzlich spielte und trainierte Guttmann in mehreren Staaten Europas, Nord- und
Südamerikas. Detlev Claussen hat sich intensiv mit diesem Global Player beschäftigt
und wird an dessen Beispiel nachzeichnen, wie die Entwicklung des Profifußballes
ihren Anfang nahm.

Detlev Claussen, Publizist und Professor für Gesellschaftstheorie, Kultur- und
Wissenschaftssoziologie in Hannover; lebt in Frankfurt am Main. Claussen studierte
zwischen 1966 und 1971 bei Horkheimer und Adorno, Habermas und Negt in Frankfurt am Main. Seine akademische Lehrtätigkeit an verschiedenen Orten der Bundesrepublik wurde begleitet von journalistischen Arbeiten im Rundfunk, Fernsehen und Printmedien. Wichtigste letzte Publikationen: "Grenzen der Aufklärung. Die gesellschaftliche Genes des modernen Antisemitismus", S. Fischer, Frankfurt/M, 1987, 4. überarbeitete Auflage 2005, "Blick zurück auf Lenin, Georg Lukacs, die Oktoberrevolution und Perestroika", Luchterhand Verlag, Frankfurt/ M. 1990; "Was
heißt Rassismus?" Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994; "Keine
Kritische Theorie ohne Amerika", (Hg. mit O. Negt und M. Werz), Verlag Neue Kritik,
Frankfurt/M. 1999; Kritik des Ethnonationalismus, (Hg. mit O. Negt und M. Werz), Verlag Neue Kritik, Frankfurt/M. 2000; Aspekte der Alltagsreligion. Ideologiekritik
unter veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen, mit einem Vorwort von Dan Diner, Verlag Neue Kritik, Frankfurt/M. 2000; Theodor W. Adorno. Ein letzte Genie, S. Fischer, Frankfurt am Main 2003.

Wir bitten um Anmeldung <mailto:c.oschmann@stiftung-demokratie-saarland.de>

Ein Sprachfest für Abu Jamal

Anna Seghers` „Auf dem Wege zur amerikanischen Botschaft“ neu aufgelegt.

Ein Fremder fällt aus dem Bahnhof in die Masse. Gerät unversehens zwischen einer
ausgelaugten Frau, einem mürrischen Mann und einem Kleinen mit einem rotfranzigen
Tuch. Und da es schwieriger ist, sich aus einer Vierer-Kette als aus einem Knäuel zu
entwinden, geht der Fremde „seinen Füßen nach.“ Da war die Seghers neugierig und
wollte wissen:.„Was geht in einer Viererreihe während einer Demonstration vor? Was
begibt sich mit diesen vier verschiedenen, einander völlig fremden Menschen?”

Der Fremde frägt den Mürrischen, wohin es denn gehe. Der antwortet überrascht „zur
amerikanischen Botschaft“. In den Köpfen der Demonstranten irrt es zwischen
Erinnerungen, Gedankensplittern, Tagtraum und Wirklichkeit hin und her. Der
Mürrische hat eine Münze, die er fest zwischen seinen Fingern hielt, verloren und
durchsucht aufgeregt die Hosentaschen. Der Kleine ist ein Routinier, gut vertraut
mit Sperrungen und Polizei. Die Frau entwindet sich der Gewohnheit. Der Haushalt, der morgige Tag, „von dem sie jetzt schon müde ist“, wird ihr leichter. Ihr
verstorbener Mann und sie gehen ein Stück des Weges zusammen. Würde er heute noch
leben, er hätte sich verändert; er wäre gewiss so versteinert wie der Begleiter
neben ihr. Ist sie attraktiv, konnte sie die Kinder wirklich allein lassen? Der
Fremde hatte sich sein Leben lang darauf gefreut, eine Woche zeitlos, eine Woche,
die in seinem Leben „nicht angerechnet“ wird, in der Stadt zu sein. Die lang
ersehnte, jetzt wirkliche Ankunft und die Menge, die ihn aufsaugte, lassen beim
Fremden Traum und Wirklichkeit ineinander fliessen. Die Flut der neuen Eindrücke
überwältigt ihn. Er wünscht mit seinen Mitstreitern eins zu werden. Er will nicht
„wieder allein“ sein. . Die Polizei eröffnet das Feuer, und das „Herz des Mannes“
drängt in die Stelle zu springen, aus der die Schüsse kamen. Als er getroffen von
den Kugeln fällt, stirbt er „als wäre er hier geboren.“

Inmitten der Polizei und der Gewehre, dem Asphalt der Strasse und den
herabgelassenen Rollläden hat sich was wundersam zartes, Altfränkisches
eingeschmuggelt: mich dauerts „Das will ich mal tun für die beiden Jungens, denn die
dauern mich“, sagte der Fremde. Die Solidarität des Zuges behütet das
märchenhaft-zerbrechliche Wort.

Die Erzählung handelt vom Protest gegen die Hinrichtung Sacco und Vanzettis. Die
beiden Anarchisten italienischer Abkunft, wurden in den Vereinigten Staaten wegen
angeblichen Raubmordes 1927 auf den elektrischen Stuhl geschleppt. Aber ob die
Geschichte sich wirklich nur auf Sacco und Vanzetti bezieht, kriegt man nicht raus.
Weil die Seghers schön schreibt, ist sie gegenwärtig. Und der Frau, die den Namen
des Verurteilten vergessen hat, sich geniert zu fragen, und lange nachgrübelt, fällt
endlich ein, dass Abu Jamal „gar nichts getan hatte, nichts Großes und nicht
Kleines, sondern einfach unschuldig war.“

Lyrikbändchen werden ganz eifersüchtig, wenn sie von einem „Kinn, blau wie Tinte,
war gequält vor Hoffnung“ lesen müssen und sich ein „ein breites faules U“ als
Eingang zur Metrostation entpuppt.

Neben „Auf dem Wege zur amerikanischen Botschaft“ sind in der Sammlung noch „Die
Ziegler“, „Grubetsch“ und „Bauern von Hruschowo“ vereint. „Die Ziegler“ und
„Grubetsch“ spielen in verhärmten Hinterhöfen. Fluchten verrinnen in
Selbstzerstörung oder Selbstverklärung. Hruschowo ist ein abgelegenes Kaff in den
Waldkarpaten. Ganz weit weg ist die Erinnerung der Dörfler, als sie noch gewichtig
waren und der Wald ihnen gehörte. Nach einem gescheiterten Aufstand rissen die
Habsburger das Land an sich. Was früher Gewohnheit aller war, verringerte sich zum
Mut einzelner: Im Wald Holz zu schlagen. Während des ersten Weltkrieges hören sie
aus Russland was Unerhörtes: „Wald und Feld wird den Bauern gegeben.“ Hruschowo
trinkt sich Mut aus gefällten Bäumen an. Der „rote Funke“ soll nicht überspringen,
deshalb hält das ferne Prag den Ball flach. Ein Vertreter der Regierung reist ins
Dorf und schliesst einen Vertrag, der die kostenlose Nutzung des Waldes erlaubt.

Auf Vorschlag des Dramatikers Hans Henny Jahnn wurde der damals völlig unbekannten
Anna Seghers 1927 der renommierte Kleist-Preis verliehen. Jahnn würdigte die „starke
Begabung im Formalen“ und eine „leuchtende Flamme der Menschlichkeit.“

.
Anna Seghers
Auf dem Wege zur amerikanischen Botschaft
und andere Erzählungen.
Nachdruck der Ausgabe Berlin 1930. Olms-Verlag, Hildesheim, 2008. Mit einem Nachwort
zur Neuauflage von Silvia Schlenstedt. 295 S.Gebunden. 9,80 Euro
ISBN13: 978-3-487-3617-2

 

 

„Der Terrorist als Gesetzgeber. Wie man mit Angst Politik macht“

Veranstaltungshinweis für Sonntag, den 21. September 2008

Am Sonntag, dem 21. September, überträgt SR 2 KulturRadio seine Sendung „Fragen an den Autor“ live aus dem Kulturzentrum „Alte Mühle“ in Marpingen.

Der Journalist und Jurist Heribert Prantl stellt sein neues Buch vor: „Der Terrorist
als Gesetzgeber. Wie man mit Angst Politik macht“ (Droemer Verlag).

Der Eintritt ist frei,

Veranstaltungsbeginn ist 10.30 Uhr.

Was haben Sie zu verbergen? Wenn das Telefon abgehört oder das Konto beobachtet wird, mag das für harmlose, unpolitische Bürger ungefährlich sein. Wenn durch Ortung des Handys und Überwachung der Autobahnen bekannt ist, wo man sich wann aufgehalten
hat, wird das manchen auch nicht stören. Aber: Gibt es wirklich viele, die „gar
nichts zu verbergen“ haben. Wo bleibt das Recht auf Privates auf Vertraulichkeit?

Dr. Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) ist nicht nur einer der prominentesten
Journalisten Deutschlands, er ist auch Jurist und war Richter und Staatsanwalt. Er
fragt, ob wir uns „vielleicht ein wenig mehr Sicherheit“ mit weniger Freiheit erkaufen. Lassen wir uns von Terroristen indirekt vorschreiben, welche Gesetze bei
uns gelten?

„Der Guerillero besetzt das Land, der Terrorist besetzt das Denken“. Passen wir uns dadurch dem Bild an, das die Feinde unserer Demokratie von uns malen? Solche Fragen kann das Publikum am 21. September selbst stellen - im Kulturzentrum „Alte Mühle“ in
Marpingen.

Der Journalist und Jurist Heribert Prantl stellt sein neues Buch vor: „Der Terrorist
als Gesetzgeber. Wie man mit Angst Politik macht“ (Droemer, 14,95 €). Die
Veranstaltung findet im Rahmen der AWO- Sozialmesse statt, in Zusammenarbeit von SR2
KulturRadio mit dem Landkreis und der Gemeinde Marpingen. Der Eintritt ist frei, Veranstaltungsbeginn ist 10.30 Uhr.

Weitere Informationen: Redaktion „Fragen an den Autor“, Dr. Jürgen Albers, 0681 602 2118/ 2152

Tag des Flüchtlings und Tag der Einheit 2008 -Stoppt das Sterben an den europäischen Außengrenzen ......

Sinti und Roma gegen diskriminierenden ARD-Tatort „Brandmal“ .....

Ortsverband Alt-Saarbrücken /St. Arnual - Die Linke
teilt mit: ....

Luxembourg will 2,5 Milliarden EURO für Fortis-Konzern spendieren Das wären 5555 Euro pro Kopf der Bevölkerung ......

Katastrophale Sauerstoffwerte in der Ems ....

Schärfere Gesetze gegen Diskriminierung und rassistische Gewalt gefordert ....


Prosit Neujahr Oskar! Zum Geburtstag von einem, dessen Herz links schlägt Von Claude Michael Jung .....

Saarbahn zieht rote Socken aus
Betriebsrat wollte VVS Konzern bolschewisieren
....


War da noch eine Rechnung offen, Helmut Schmidt ?
Schmidt vergleicht Lafontaine mit Hitler .....


"Die Gerechtigkeitslücke" - Wie die Politik die Gesellschaft spaltet ....

Es stinkt hinter den Kulissen
der Saarbahn - Rechtsextermer Zeuge im Streit um die .....

Vom Wasserträger zum Führungsspieler" oder der Krieg in Georgien als Geburtsstunde des neuen Imperiums EU......

Es reicht - Keine Kinder für den Klassenstaat - Gerade Arbeitslose und Alleinerziehende bekommen nichts von der Kindergelderhöhunng ....

Sammlung Heinz Rox - Schulz und VHS Saarbrücken laden ein zu einem öffentlichen Filmvortrag, Thema: GRÖNLAND Ø Von Norbert Lohmann Ø In Saarbrücken Ø Im Im Alten Rathaus , Raum 25 (am Schloss) Ø Am Freitag, 26.09.2008 um 18.00 Uhr

Hartz IV brachte uns die Wolfsgesellschaft Gewerkschaftsseminar für Erwerbslose in Kaiserslautern ......

Grüne Jugend Saarlouis: Rechtes Potential im Kreis Saarlouis nicht unterschätzen! .....

Bürgerinitiative „Saarbrücken macht mobil!“ fordert vom Vorstand der Verkehrsbetriebe Visionen für die Saar Landeshauptstadt .......

Aller Anfang ist ästhetisch
Jacques Rancière zeigt das Widerstandspotenzial der Kunst .....

Dicke fette Linda ....
Keinen Fußbreit den Faschisten - Nirgendwo!

Der Rassistenkongress in Köln muss blockiert werden! .....

Showman der Karibik .......

Willkür und Diskriminierung im Hause der ARGE .......

Alles Saarland oder was?
Keine weitere Privatisierung ........

Krieg nach Europa zurückgekehrt .......

Sieben auf einen Streich – Top Tipp
Kunst und Garten oder im Garten liegt die Kunst..
.


Der Kaukasus nach dem Konflikt – Vor dem Konflikt Mittwoch, 1. Oktober 2008

 

Umwelt und Friedenstag zum 22. mal im ostsaarländischen Homburg

Saarbrücker Fest zum 80jährigen Geburtstag des Flughafens kam dagegen nicht ohne Jagdbomber aus

Von Petra und Claude Michael Jung

Mit rund 150 Ausstellern und vielen Tausend Besuchern ist der "Umwelt- und
Friedenstag" in der ostsaarländischen Kreisstadt Homburg die größte und
traditionellste Veranstaltung ihrer Art im Saarland. Seit über 20 Jahren sind der
Saarpfalz-Kreis und die Bürgerinitiative Umwelt und Frieden Veranstalter des großen Marktes der Möglichkeiten, der Jahr für Jahr stetig mehr Besucher und Aussteller anlockt. Zur 22. Auflage des Umwelt- und Friedenstages am 21. September 2008 auf dem Gelände rund das Homburger Forum waren laut Veranstalter mehr als 150 Aussteller
gemeldet.

Sehr zum Leidwesen der CDU im Saarpfalzkreis, waren auch in diesem Jahr wieder das Friedensnetz Saar, die DKP, DIE LINKE und weitere engagierte Friedensgruppen vertreten. Peinlich auch der Auftritt der SPD. Frieden und soziale Gerechtigkeit in den Vordergrund ihres Wahlkampfauftritts zu stellen löste bei den Besuchern eher Heiterkeit bis scharfen Widerspruch aus. Auch die Arbeiterwohlfahrt, einer der
größten Profiteure der Hartz IV Zwangsarbeit war sich nicht zu schade, mit großen Plakaten die Kinderarmut in diesem Land zu beklagen. Eine Besucherin aus dem
westpfälzischen Zweibrücken brachte es auf den Punkt. Sie sprach von schamloser
Heuchelei der AWO angesichts der Verelendung von Millionen.

Unnötig auch Lammfleisch und die Felle der geschlachteten Jungtiere feilzubieten.
Hier war es wohl fehlendes Fingerspitzengefühl der Veranstalter, diese Verkaufsbude in die Nähe, sowohl des gelungenen Kinderprogramms, als auch des Informationsstandes der Tierversuchsgegner Saar zu platzieren.

Trotzdem, das Informative und Positive stand wie auch in all den Jahren zuvor im
Mittelpunkt dieses 22. Umwelt und Friedenstages in Homburg. So bot das Themenzelt "Bauen und Sanieren für die Zukunft" eine Kooperation mit dem Saar-Lor-Lux Umweltzentrum reichhaltige Informationen über den ökologischen Hausbau und die energetische Gebäudesanierung an.

Klimaschutz und Energie standen im Mittelpunkt der regionalen Handwerksbetriebe. Zahlreiche Umweltverbände, Ökofirmen, Dritte-Welt-Initiativen, Bioläden, aber auch Schulen und Kindergärten nutzen die Öko-Messe im Ostsaarland, um sich und ihre Angebote einem breiten und interessierten Publikum vorzustellen.

Die Globalisierung, die mit immer größerem Tempo die gewachsenen
Gesellschaftsordnungen radikal zu Gunsten der international operierenden
Großkonzerne, der Banken und Investmentfonds, unaufhaltsam verändert, stand im Mittelpunkt des Informationsstandes von Attac-Saar. Kompetente Information zur
Globalisierung und ihren extremen Folgen war hier zu erhalten. So war zu Erfahren,
dass Attac für eine Welthandelsordnung streitet, die den Interessen der
Entwicklungsländer, sozial Benachteiligten und der Umwelt Vorrang einräumt.

Attac Saar bot ein Vollprogramm zur Arbeit der Globalisierungskritiker. Im Focus
auch die internationalen Finanzmärkte. Attac tritt unter anderem für eine
demokratische Kontrolle und Regulierung der internationalen Märkte für Kapital,
Güter und Dienstleistungen ein. Man ist bei Attac überzeugt, dass die Wirtschaft den
Menschen dienen muss und nicht umgekehrt. Kritik auch an der galoppierenden Privatisierung, die zu immer mehr Entsolidarisierung führt und soziale Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Kultur und andere Bereiche, die für das Funktionieren einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft notwendig sind, in die Arme
sogenannter Investoren treibt. Wann kommt die Coca-Cola-Universität, die
ALDI-Grundschule, das deutsche Bank-Gymnasium, oder das Gazprom-Klinikum? Alles Fragen, die mit der rasant fortschreitenden Privatisierung schon bald brandaktuelle Themen sein könnten. Dass die Armut in die Industrieländer zurückgekehrt ist, erleben wir täglich. Auch hier tritt Attac der ungleichen Verteilung des Reichtums und der Ausgrenzung breiter Bevölkerungsschichten entschieden entgegen.

Eine andere Welt, als die der marktradikalen Kräfte des Neoliberalismus, ist möglich, so das Fazit einer informativen Unterhaltung am Infostand von Attac Saar,
zum Abschluss eines nicht minder informativen Tages auf dem 22. Umwelt und Friedenstag im saarländischen Homburg.

Deutlich lauter war es dagegen auf dem Saarbrücker Airport. Hier wurde der 80.
Geburtstag mit Flugvorführungen und einer Flugzeugschau gefeiert. Bedauerlich, dass
die Verantwortlichen nicht auf militärisches Fluggerät, wie den Tornado Jagdbomber
verzichten mochten. Das Kerosinfest, wie viele Saarländer den Tag der offenen Tür
auf ihrem Tor zur Welt ironisch nennen, wäre auch problemlos ohne die martialische
Schau todbringender Waffen ausgekommen.

Deutlich in den Schatten gestellt wurde der moderne Tornado Jagdbomber jedoch vom
größten einmotorigen Doppeldecker der Welt, der Antonow An-2, die an diesem Tag für Rundflüge gebucht werden konnte. Hier herrschte den ganzen Tag über reger Andrang. Der nach dem Zweiten Weltkrieg in der UdSSR für landwirtschaftliche Einsätze entwickelte Doppeldecker, mit seiner Spannweite von 18,175 Metern war der Star des Tages auf dem Saarbrücker Flughafen. Auch die Flughafenfeuerwehr demonstrierte, ebenso wie die Techniker in der Werft, eindrucksvoll ihr Können an diesem Tag.

Alles in Allem, zwei Großveranstaltungen an einem Tag, für Saarländerinnen und
Saarländer eine leichte Übung. Wir sind an der Saar eben flexibel, durch nichts
umzubringen und hart im Nehmen, gerade was Feste und Großveranstaltungen anbelangt.