zurück takt@takt.de

Stadtzeitung Saarbrücken

gehe direkt zu Seite 1

Diskussion zum 60. Jahrestag der Gründung des Staates Israel mit der Buchautorin Sylke Tempel Berlin/Jerusalem

Ein hochkarätiger Gast zur rechten Zeit: Sylke Tempel, vielbeachtete Journalistin und Schriftstellerin, kommt auf Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, AG Saar, und der Landeszen-trale für politische Bildung nach Saarbrücken. Am Dienstag, dem 13. Mai um 20.00 Uhr, hält die renommierte Autorin im Hotel am Triller, Trillerweg 57, 66117 Saarbrücken einen Vortrag zum Thema „Israel". Außerdem wird sie am 14. Mai zum selben Thema mit französischen und deutschen Schülern der Oberstufe des Deutsch-Französischen Gymnasiums diskutieren.

Dr. Sylke Tempel, 1963 geboren, studierte Geschichte, Politische Wissenschaften und Judaistik und lehrt heute an der Berliner Dependance der Stanford University. Ferner ist sie Referentin der Bundeszentrale für politische Bildung für deren Israel-Studienreisen. Die Publizistin und freie Journalistin lebt in Berlin und Jerusalem. Bekannteste Publikationen der ehemaligen Nahostkorrespondentin mehrerer deutschsprachiger Zeitungen und Zeitschriften sind „Die Tagesschau erklärt die Welt“ und „Israel. Reise durch ein altes neues Land“.

Der Eintritt zur Diskussionsveranstaltung im Hotel am Triller ist frei.


Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Burkhard Jellonnek
Leiter der Landeszentrale für politische Bildung

gez. Iris Neu
Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

Eine Hemisphären-Antwort der Yankees: Die 4. Interventionsflotte

Sie wurde im Jahr 1943 zur Bekämpfung der Nazi-Unterseeboote und zum Schutz der Schiffahrt während des Zweiten Weltkrieges gebildet. Sie wurde im Jahr 1950 aufgelöst, da sie überflüssig war. Die hegemonialen Bedürfnisse der USA in unserer Region befriedigte das Südkommando der US-Streitkräfte. Dennoch wurde sie nach 58 Jahren vor einigen Tagen wieder ins Leben gerufen.(...)

Tatsache ist, daß die Entscheidung, die 4. Flotte wieder zu bilden, in der ersten Aprilwoche verkündet wurde. Das war fast einen Monat nach dem Angriff auf das Gebiet von Ecuador mit US-Bomben und -Technologie und unter US-Druck, wobei Bürger verschiedener Länder getötet und verletzt wurden. (...) Die Militärchefs selbst haben erklärt, daß ihr Verantwortungsbereich mehr als 30 Länder umfassen wird, das bedeutet 15,6 Millionen Quadratmeilen in den angrenzenden Gewässern von Mittel- und Südamerika, des karibischen Meeres und seiner zwölf Inseln, von Mexiko und der europäischen Gebiete auf dieser Seite des Atlantiks.

Die Vereinigten Staaten besitzen zehn Flugzeugträger vom Typ Nimitz, deren Parameter ungefähr gleich sind: Eine Wasserverdrängung zwischen 101000 bis 104000 Tonnen; eine Länge von 333 Metern; eine Breite von 76,8 Metern; zwei Kernreaktoren; eine Höchstgeschwindigkeit von 56 Kilometern pro Stunde; 90 Kriegsflugzeuge. (...) Kein anderes Land auf der Welt besitzt Schiffe wie diese, die allesamt mit hochentwickelten Kernwaffen ausgerüstet sind und sich jedem unserer Länder bis auf wenige Meilen nähern können. Der nächste Flugzeugträger, Gerald Ford, wird ein neues Modell sein: Stealth-Technologie, unsichtbar für Radar, und elektromagnetische Waffen. Der Haupthersteller solcher Flugzeugträger ist das Unternehmen Northrop Grumman, dessen jetziger Präsident auch Mitglied des Vorstandes der US-Ölgesellschaft Chevron-Texaco ist. Die Kosten des letzten Nimitz betrugen sechs Milliarden Dollar – ohne Flugzeuge, Geschosse und Betriebskosten, die ebenfalls Milliardenhöhe erreichen können. Das alles hört sich wie Sciencefiction an. Mit diesem Geld hätte man das Leben von Millionen Kindern retten können.

Was ist das erklärte Ziel der 4. Flotte? »Den Terrorismus und solche illegalen Tätigkeiten wie den Drogenhandel zu bekämpfen«, sowie eine Botschaft an Venezuela und den Rest der Region zu übermitteln. Es wurde angekündigt, daß sie ab 1. Juli operieren wird. (...) Die USA verfügen bereits über die 2., 3., 5., 6. und 7. Flotte, die im Westatlantik, im Ostpazifik, im Mittleren Osten, im Mittelmeer und im Ostatlantik sowie im Westpazifik stationiert sind. Es fehlte nur die 4. Flotte, um alle Meere des Planeten zu beaufsichtigen. (...) Die Vereinigten Staaten besitzen die notwendigen Reserven, um die Macht einer ihrer Flotten auf einem bestimmten Schauplatz zu verdreifachen oder sogar zu vervierfachen.

Die Flugzeugträger und Atombomben, mit denen unsere Länder bedroht werden, dienen dazu, Terror und Tod zu verbreiten, aber nicht, um den Terrorismus und illegale Tätigkeiten zu bekämpfen.

Sie sollten auch dazu dienen, die Mittäter des Imperiums zu beschämen und die Solidarität unter den Völkern zu vervielfachen.

Fidel Castro Ruz