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Atomkraft senkt
nicht den Strompreis, sondern die Sicherheit
Das ungelöste Endlagerproblem wird die Menschheit noch Jahrtausende
beschäftigen
Berlin (sk) - "Wer wie Laurenz Mayer meint, die Strompreise würden
durch mehr
Atomstrom sinken, hat naive Vorstellungen darüber, wie Energiemärkte
funktionieren",
sagt Eva Bulling-Schröter zu Äußerungen aus der CDU, niedrigere
Strompreise durch
eine Abkehr vom Atomausstieg schaffen zu wollen. "Mehr Atomstrom
wird lediglich die
ohnehin astronomischen Gewinne der Energieversorger vermehren", stellt
die
umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutscchen Bundesdtag
klar.
Bulling-Schröter weiter: "Der Handelspreis an der Strombörse
richtet sich nicht nach
dem niedrigsten Grenzkosten bei Brennstoffen und Betrieb, sondern nach
den höchsten
– und zwar jener Kraftwerke, die gerade noch benötigt werden,
um die jeweilige
Nachfrage zu bedienen. Das sind in der Regel Gas- oder Steinkohlekraftwerke,
nie
aber abgeschriebene Atomkraftwerke. Im Gegenteil: Je tiefer ein Kraftwerk
unter den
genannten Kosten liegt, umso höher die Gewinne. Deshalb bedeutet
jede Stunde, die
längst abgeschriebene Atom- oder Braunkohlekraftwerke länger
laufen, zusätzliche
Profite für den überkommenen fossil-atomaren Energiesektor.
Wenn im Übrigen der Parlamentarische Geschäftsführer der
Unionsfraktion, Norbert
Röttgen, meint, sichere Kernkraftwerke 2020 abzuschalten sei "keine
konsistente
Energiepolitik", dann verharmlost er die permanenten und langfristigen
Gefahren der
Atomwirtschaft. Nicht einmal das Atommüll-Versuchsendlager Asse II
hält auch nur
einige Jahrzehnte dicht. Schon jetzt tritt radioaktive Salzlauge aus.
Wie soll
woanders über zig Generationen Langzeitsicherheit gewährleistet
werden?
Allein das ungelöste Endlagerproblem wird die Menschheit noch Jahrtausende
beschäftigen. Das sollte Röttgen den Wählern auch sagen,
wenn er die
Laufzeitzeitverlängerungen zum Wahlkampfthema machen will."
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