Die Hartz IV Plattform der Stadtzeitung hat
eine Umfrage unter Betroffenen gemacht. Die meisten Antworten können hier nicht wieder gegeben werden. Aber unter den ersten 10 Antworten auf beide Fragen befanden sie die ausdrucksstarken Begriffe:Wut und Hass |
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| zurück | Zur Vierer-Bande - Stellungnahme der DKP Hessen: Die vier Mitglieder der SPD, die mit heulerischem Ton ihrer Vorsitzenden Andrea Ypsilanti die Gefolgschaft aufgekündigt haben, gehören dem sogenannten Wirtschaftsflügel der SPD an. Sie haben noch wenige Tage vor ihrem Verrat öffentlich ihre Loyalität beteuert, während der frühere hessische Innenminister Bökel (SPD) beim derzeitigen Innenminister Bouffier (CDU) Personenschutz für die Pressekonferenz der vier anforderte. Und sie scheinen finanziell gut abgesichert –auch bei vorgezogenen Neuwahl, die –nach Meinungsumfragen – zu einem Desaster für die SPD werden kann. ... | ||||||||||||||||||||||||||||
| takt@takt.de | |||||||||||||||||||||||||||||
Gnadenbrot für
Arme |
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Stadtzeitung |
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Reiche wiederbeschenkt Der Trend ist klar, Linksfraktionschef Oskar Lafontaine hat es konstatiert: Die »reformierte« Erbschaftssteuer ist ein weiterer Meilenstein bei der von der herrschenden Politikerkaste betriebenen stetige Umverteilung von unten nach oben. Am Donnerstag abend haben sich die Spitzen der großen Koalition auf Eckpunkte zur Neuregelung des Erbschaftssteuergesetzes geeinigt. Das Ergebnis: Erstens eine Verkürzung der Fristen, innerhalb derer ein Erbe ein Unternehmen weiterführen muß, um von der Steuer befreit zu sein. Zweitens eine weitgehende Befreiung von selbstgenutztem Wohneigentum von der Erbschaftssteuer. Drittens eine gravierende Erhöhung der Freibeträge bei geerbtem Geld- und Sachvermögen. Die Neuregelungen treten bereits zum 1. Januar 2009 in Kraft. Die Erbschaftssteuer – Bund und Länder nehmen davon jährlich rund vier Milliarden Euro ein – macht zwar nur ein Prozent des gesamten Steueraufkommens aus. Doch die Koalitionsbeschlüsse signalisieren einmal mehr, wem die Vertreter der Regierungsparteien vor allem zu Willen sein wollen. Das Bundesfinanzministerium rechnet auch nach dem Koalitionskompromiß mit ungefähr gleichbleibenden Einnahmen. Grund dafür sei vor allem die veränderte Bemessungsgrundlage, hieß es am Freitag in Berlin. Denn Grundvermögen werde künftig zum Verkehrswert veranlagt. Zuvor war es teilweise weit darunter taxiert worden. Familienunternehmen können nach dem Koalitionsbeschluß komplett steuerfrei bleiben, wenn der Betrieb zehn Jahre mit nicht wesentlich sinkendem Lohnkostenvolumen weitergeführt wird. Beim Wohneigentum ist eine unbegrenzte Steuerfreiheit bis zu 200 Quadratmetern Wohnfläche vorgesehen, wenn die Immobilie für mindestens zehn Jahre weiter selbst genutzt wird. Für sonstiges Vermögen werden Freibeträge von 500000 Euro für Ehepartner (bisher waren es 300000), von 400000 Euro für Kinder (bisher waren es 205000) und von 200000 für Enkel (bisher nur 50000) gelten. Die seit Monaten debattierte Gesetzesvorlage der Bundesregierung kann nunmehr bis Jahresende beschlossen werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte die bisherige Erbschaftssteuer 2006 für verfassungswidrig erklärt und der Politik bis Ende 2008 eine Neuregelung aufgetragen. SPD-Fraktionschef Peter Struck zeigt sich zufrieden mit der Einigung. Kritik kam von Wirtschaftsflügel der Union. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast kritisierte dagegen: »Union und SPD machen sich zur Koalition der Millionärsschützer«. Oskar Lafontaine erklärte am Freitag, seit vielen Jahren sänken oder stagnierten Reallöhne, Renten und Sozialleistungen. Der jährliche Reichtumszuwachs der Volkswirtschaft komme »allein den Beziehern von Gewinn- und Vermögenseinkommen zu Gute«, sagte der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag. Der Koalitionskompromiß verstärke diesen Trend. Scharfe Kritik kam auch vom globalisierungskritischen Netzwerk ATTAC. Diejenigen, die von den liberalisierten Finanzmärkten profitiert haben, würden »nun noch beschenkt«, statt daß man sie die Kosten der Krise bezahlen lasse, sagte Detlev von Larcher, Steuerexperte im ATTAC-Koordinierungskreis. ATTAC forderte eine Sonderabgabe auf Vermögen zur sozial gerechten Finanzierung des Bankenrettungspakets der Bundesregierung. Hendrik Auhagen, Mitglied im ATTAC-Koordinierungskreis, sagte, der Beschluß der Koalition sei »Klassenkampf von oben«. Die Einschätzung von ATTAC bestätigt die Reaktion von Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Der Koalitionskompromiß sei »ein großer Schritt in die richtige Richtung«, lobte er. aus JungeWelt, öfter mal lesen: http://www.jungewelt.de |
Komplizenhafte
Stille Der tschechische Friedensaktivist und Sprecher der gewaltfreien Bewegung gegen die US-Basen, Jan Tamas, warnt vor einem »stillen Staatsstreich« in Prag: Trotz der hohen Wahlniederlage will die Regierung der Tschechischen Republik noch schnell und heimlich den Vertrag mit den USA über den Bau der Radarbasen unterzeichnen. Wegen der baldigen Veränderungen in der politischen Landschaft der USA und der Veränderungen, die jetzt schon in der Tschechischen Republik stattfinden, muß die Regierung die Vertragsverhandlungen beschleunigen, solange sie noch dazu in der Lage ist. Am 29. Oktober wird eine erste Parlamentsabstimmung stattfinden und am 30. Oktober die Abstimmung im Senat. Die Regierung will den Umstand nutzen, daß die abgewählten Senatoren noch im Amt sind: Das würde bedeuten, daß ein Senat abstimmt, der bereits vom Volk abgewählt ist. Tatsächlich hat im neuen Senat eine große Veränderung der politischen Kräfte stattgefunden. Man könnte sich fragen, warum die noch regierenden Parteien ODS und KDU-CSL das machen, wo sie doch wissen, daß sie damit das Vertrauen vieler weiterer Wähler verlieren würden? Das wird diese beiden Parteien sicherlich zerbrechen, so wie es den Grünen passiert ist. Das sollte für Politiker, denen die Zukunft ihrer Partei am Herzen liegt, klar sein. Warum also dieser Druck? Die Erklärung ist sehr einfach. Die, die unsere heutige Politik gestalten und die die Macht haben, Regierungen und regierende Parteien zu beeinflussen, sind ein paar wenige Leute, die den wirtschaftlichen Interessen der USA nahestehen. Im Internet zirkulieren viele Dokumente, die diese Verbindungen zwischen einigen wenigen und der Waffenindustrie (die am Bau des Radars größtes Interesse hat) aufzeigen. Diese Leute haben an der Zukunft unseres Landes oder der Zukunft ihrer Parteien kein Interesse. Die Medien wollen dieser Wahrheit keinen Platz geben. Und so, mit der komplizenhaften Stille der wichtigsten Medien, eingeschlossen des Staatsfernsehens, sind wir ohnmächtige Zeugen des dunkelsten Kapitels unserer Geschichte seit 1989. Seit dem Hungerstreik von Jan Bednar und Jan Tamas haben sich jeden Tag tschechische Persönlichkeiten – Künstler, Politiker, Wissenschaftler, Ärzte, Sportler – dem Kettenhungerstreik angeschlossen, um einen Aufschub der Verhandlungen für ein Jahr zu erreichen. Das ist ein eindeutiger Hinweis darauf, daß die Tschechen große Zweifel an diesem Projekt haben. Wir appellieren an alle Senatoren und Abgeordneten von CSSD und KSCM (die Oppositionsparteien), alles Menschenmögliche zu tun, um diese Abstimmung zu verhindern. Wir appellieren ebenfalles an die Senatoren und Abgeordneten der Regierungsparteien, ihre Position zu überdenken und sich nicht zu Komplizen derjenigen, die alles außer dem Gemeinwohl wollen, machen zu lassen. Schlußendlich wollen wir nochmals wiederholen, was wir mit diesem Kettenhungerstreik erreichen wollten: »... wir schlagen vor, die Verhandlungen für ein Jahr aufzuschieben, um eine tiefere Diskussion über dieses Thema in der Tschechischen Republik zu eröffnen, um die Position der EU zu diesem Plan zu berücksichtigen und um auf die Position der neuen US-Administration zu warten.« Das Radar in der Tschechischen Republik zu bauen oder nicht zu bauen ist eine historische Entscheidung, die nur nach einer breiten öffentlichen Diskussion und mit der Zustimmung der Mehrheit der Bürger gefällt werden sollte. Eine derartige Entscheidung in solch einer von Mißtrauen vergifteten Atmosphäre zu fällen, würde sich für lange Zeit negativ auf die tschechische Gesellschaft auswirken. (...) |
Der Staat des Kapitals und seiner Kapitalisten 480-Milliarden-Paket
- Als
es darum ging Millionen von Arbeitslosen und von Arbeitslosigkeit Betroffenen
ein menschenwürdiges Leben zu sichern haben die Staatsparteien
nicht einmal die nötigen 3 Milliarden aufgebracht um dies zu tun.
Ich gehe davon aus, dass die Krise noch schlimmer werden wird. Joseph Stiglitz Joseph Stiglitz- Wirtschaftsberater bei Clinton, ehemalige Chefökonom der Weltbank und FRIEDENSNOBELPREISTRÄGER für WIRTSCHAFT hat gesagt, dass dieses "Wirtschaftssystem vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist. Es ist ASOZIAL und menschendverachtend." "Desweiteren entziehen sich die großen Konzerne den Gesetzen aller Staaten, üben aber gleichzeitig einen Druck auf Gesetze aus. Und die Gesetze sollen natürlich nicht sozial sein". Wir müssen einfach verstehen, dass sich
bedrucktes Papier (Geld) nicht aus sich selbst heraus vermehren kann. Das
können nur organische Wesen (unter Einsatz von Energie). Siehe auch Interview mit Joseph Stiglitz,
aus: Manager Magazin http://www.spiegel.de/wirtschaft Milliarden für die Kapitalisten
– Nix für Millionen
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Somalia:
Humanitäre Krise spitzt sich weiter zu
Hilfsorganisationen rufen zum Schutz der Zivilbevölkerung auf Stuttgart (sk) - Mit einem Appell zum Schutz der Zivilbevölkerung in
Somalia haben sich nationale und internationale Hilfsorganisationen an die
internationale Gemeinschaft gewandt. Nach Einschätzung der 52 Unterzeichner,
zu denen auch der somalische Partner der evangelischen Hilfswerke "Brot
für die Welt" und Diakonie Katastrophenhilfe DBG (Hilfe für
alle) zählt, hat die humanitäre Krise in dem seit Internationale Organisationen haben wegen der Eskalation der Gewalt ihre
Mitarbeiter schon vor Jahren aus dem Land abziehen müssen. "Brot
für die Welt" und die Diakonie Katastrophenhilfe gehören zu
den wenigen Organisationen in Deutschland, die über ihren Partner DBG
noch in Somalia tätig sind. Die Direktorin der beiden Hilfswerke, Pfarrerin
Cornelia Füllkrug-Weitzel, hat die in dem Appell geäußerte
Sorge um die Menschen in Somalia bekräftigt. "Obwohl sich hier eine
der größten humanitären Krisen der Welt abspielt, ist das
Land öffentlich abgeschrieben, bedauerte die Mehr als 3,25 Millionen Menschen - etwa die Hälfte der Bevölkerung
- sind nun auf Hilfe angewiesen. Dies bedeutet einen Anstieg um 77 Prozent
seit Beginn des Jahres, wie es in dem kürzlich in der kenianischen Hauptstadt
Nairobi veröffentlichten Appell der Hilfsorganisationen heißt.
"Die internationale Gemeinschaft hat die Die wachsende Unsicherheit wegen der um sich greifenden Gewalt von Seiten
der Konflikt-parteien, verbunden mit einer seit vier Jahren anhaltenden Dürreperiode
sowie drastisch gestiegenen Preisen für Nahrungsmittel hat zu einer extremen
Verarmung der Bevölkerung geführt. Rund 180.000 Kinder leiden an
akuter Nachdem es in der Hauptstadt Mogadischu wieder zu Kämpfen gekommen ist,
sind erneut |
Elend
im Ruß
Joseph Roths Reportagen aus dem Saargebiet neu aufgelegt. Von Stefan Gleser ...... Roth stammte aus dem östlichen Galizien, das damals zu Österreich-Ungarn gehörte. Um die Teilnahme fr das umstrittene Saarland und Lothringen. Joseph Roth steht neben uns und berichtet live aus dem Hartz-IV-Land, dem Land des Angstsparens, der schwindenden Kaufkraft. Er schildert detailliert wie eine Frau anderthalb Stunden lang versucht, eine Hose zu kaufen und es dann lässt. Roth ist ein Realist, weil er Phantasie hat. Er jagt der Melancholie der Schlagsahne in den traurigen Kaffeehäusern nach. Die Schlagsahne tagträumt das junge Mädchen, in dem er schon die müde, ausgemergelte Proletarierfrau von morgen erahnt, weg vom Staub der Aktendeckel, vom Staub, der die Strassen überzieht, vom Staub in der Wohnung, weg vom Freund, der nicht vorhanden ist. Die unabhängige Revolutionärin Angelica Balabanoff spricht in Neunkirchen
über den Faschismus in Italien. „Ihre Stimme wird groß, steht
vor ihr, überragt sie, erfüllt den Raum, zerbricht den Rauch in
der Luft, übertönt Geplätscher und Geschirr.“ Die sozialistische
Partei habe Mussolini genährt, jetzt herrsche er durch übelsten
Terror und sei nicht nur ein Feind der Arbeiter sondern des Weltfriedens,
weil er das römische Reich wieder errichten wolle. Der Papst habe aufgefordert,
Gott zu danken, weil Mussolini einem Attentat entgangen sei. Roth aus dem
katholischen Österreich spürt die feinsten Nerven der katholisch
geprägten Zuhörer. Vergleicht die Rednerin Mussolini mit Judas wird
der Abscheu körperlich spürbar; wird der der Roth fährt in ein Bergwerk ein: „Ich habe nur eine einzige Sehnsucht:
fünf Minuten Roth ist in seinen Reportagen eine überzüchtetes, überreizte Wahrnehmungsmaschine, die alles aufsaugt und in bester Prosa wiedergibt. Selbstverständlich wurde Joseph Roth auf Grund seiner Berichte in der
lokalen Presse In Gesprächen mit einem Rechtsanwalt und einem Warenhausbesitzer ist
Dem Verlag ist zu danken, dass er die „Briefe“ freigeschaufelt
und mit einem Audio-Bücher sind zu erwerben unter: Joseph Roth |
18.
November 2008, 20 Uhr: Landeszentrale für politische Bildung, Historischer Verein für die Saargegend, Stadtarchiv Saarbrücken und SR 2 KulturRadio laden ein zum „Historischen Quartett“ mit dem Thema „Volksherrschaft am Ende – Wie lange haben wir noch die Wahl?“ im Saarbrücker Rathausfestsaal Obamas glänzender Wahlsieg gerade aufgrund der von ihm neu entfachten
Begeisterung in jüngeren Wählerschichten ließ nicht nur in
Deutschland manchen Beobachter aufhorchen. In vielen europäischen Ländern
macht man sich
Darüber, ob die Volksherrschaft wirklich am Ende ist und was die eigentlichen
Probleme der Politikverdrossenheit sind, diskutieren der Das Historische Quartett ist eine Kooperationsveranstaltung
der |
Ehrung
für einen Deserteur
Rodenbach erinnert mit einer Skulptur an Kurt-Albrecht.
Der kleine Ort Rodenbach in der West-pfalz kann sich rühmen, zu den wenigen Gemeinden zu gehören, die einen Platz nach einem Fahnenflüchtigen benannt zu haben. Am Sonntag, den 19. Oktober, wurde auf dem Kurt-Albrecht-Platz in Rodenbach eine Flügelfigur aufgestellt, die an die Schrecken des Krieges mahnt. Am 27. April 1945 erschoss die Wehr-macht ihren 17jährigen Kameraden
Kurt Albrecht, der in Rodenbach geboren wurde, wegen Desertion. Dass heute
an Kurt Albrecht und seine Tat erinnert wird, verdanken wir dem Heimat-forscher
Gerold Scheuermann und den |
Niedriglohnbezieher
werden mehr und mehr abgehängt
Der Skandal wird immer deutlicher. Während für die „Rettung“ der Banken am 12.10.2008 blitzschnell 500000000000 (Fünfhundertmilliarden) Euro von Angela Merckel und Peer Steinbrück locker gemacht werden, wird Dank der Arbeitsmarkt- undWirtschaftspolitik der Bundesregierung die Kluft zwischen den Löhnen derArbeitnehmer in Deutschland immer größer. Die Entwicklung des Niedriglohnsektors in Deutschland gibt der Debatte über die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes neue Nahrung. Die Menschen merken es an ihrem Geldbeutel schon lange, dass ihre reale Kaufkraft |
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Aus Wut wird
Widerstand, bald, Das Bundesozialgericht hat mit seinem Urteil bestätigt, dass Menschen für weniger als einen Apfel und ein Ei arbeiten sollen. Wer 130 Euro für seine 130 Stunden im Ein-Euro-Job erhält, darf, so die Richter, getrost auch über 50 Euro Mehrkosten für die Fahrten zum Arbeitsort schultern. So bleiben also real 60 Cent für die Stunde Arbeit übrig. Diese skandalöse, aber rechtlich korrekte Tatsache verweist auf die katastrophalen politischen Zustände in Deutschland. Die Ein-Euro-Jobs gehören sofort abgeschafft und müssen in sozialversicherungspflichtige, tariflich entlohnte Arbeit umgewandelt werden. Dokumentiert: Nur Mehraufwandsentschädigung für Ein-Euro-Jobber Der Kläger wurde vom beklagten Grundsicherungsträger in eine Arbeitsgelegenheit bei einem Werkhof gemäß § 16 Abs 3 Satz 2 SGB II (sogenannter Ein-Euro-Job) vermittelt. Er arbeitete dort 30 Stunden wöchentlich und erhielt eine Entschädigung für Mehraufwendungen in Höhe von einem Euro in der Stunde. Der Anfahrtsweg zu der Arbeitsgelegenheit beträgt vier Kilometer. Der Kläger ist der Ansicht, dass die Mehraufwandsentschädigung nicht angemessen bzw zu niedrig sei, weil alleine die Monatskarte für öffentliche Verkehrsmittel 51 Euro monatlich koste. Bei maximal 130 Euro monatlich, die er als Aufwandsentschädigung erhalte, lohne sich die Arbeit nicht mehr, wenn er hiervon bis zu 40 % alleine für Fahrtkosten ausgebenmüsse. Die Beklagte hat den Antrag auf Erstattung zusätzlicher Fahrtkosten abgelehnt. Die Klage blieb vor dem Sozialgericht ohne Erfolg. Der 14. Senat des Bundessozialgerichts hat am 13. November 2008 in dem Verfahren
B 14 AS 66/07 R entschieden, dass dem Kläger keine höhere Entschädigung
zusteht. Aus § 16 Abs 2 Satz 3 SGB II folgt lediglich ein Anspruch des
Teilnehmers an einer Maßnahme auf eine angemessene Entschädigung
für Mehraufwendungen. Bei der Durchführung eines so genannten
Ein-Euro-Jobs wird kein Arbeitsverhältnis begründet und auch
kein Arbeitsentgelt für die Tätigkeit gezahlt. Vielmehr handelt
es sich um einen Anspruch gegen den Grundsicherungsträger und damit um
eine (Sozial-)Leistung nach dem SGB II, die zusätzlich zum Alg II gezahlt
wird. Mithin steht den Teilnehmern an einer Maßnahme gemäß
§ 16 Abs 2 Satz 3 SGB II lediglich ein Anspruch auf Entschädigung
für alle Aufwendungen zu, die gerade deshalb anfallen, weil eine Arbeitsgelegenheit
wahrgenommen wird. Im vorliegenden Fall beantragt der Kläger lediglich
die Mehraufwendungen für eine Monatskarte mit ÖPNV in Höhe
von 51,90 Euro. Aus der ihm gewährten Entschädigung in Höhe
von bis zu 130 Euro monatlich können alle geltend gemachten Aufwendungen
gedeckt Der Vortrag des Klägers, er erziele insgesamt mit einem Stundenlohn von ca 6 Euro (unter Berücksichtigung aller ihm gewährten Leistungen nach dem SGB II) einen unangemessenen "Lohn" verkennt die Rechtsnatur des Ein-Euro-Jobs, wie sie vom Gesetzgeber des SGB II umgesetzt wurde. Hinweis zur Rechtslage: § 16 Abs 3 Satz 2 SGB II Quelle: Bundessozialgericht - Az.: B 14 AS 66/07 R |
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