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ALLES
MUSS RAUS!
Internationales Straßentheater-
und Musikfest- 29.-31. August 2008, Kaiserslautern
Kaiserslautern (sk) 175 Mitwirkende, 18 Ensembles und 1 Konzept, das
nicht
alltäglich ist – auch wenn es zum zweiten Mal zur Umsetzung
kommt. Nach dem
überraschend großen Erfolg im Vorjahr geht das Musik- und Theaterfest
ALLES MUSS
RAUS! in die zweite Runde und präsentiert behinderte und nicht behinderte
Künstler/innen aus Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden,
Polen und
Australien in der Innenstadt von Kaiserslautern. Veranstaltet von der
Lebenshilfe
Kaiserslautern und der Lebenshilfe GmbH Kunst und Kultur gemeinsam mit
der Stadt
Kaiserslautern und dem Kultursommer Rheinland-Pfalz, machen Theaterensembles
und
Musikgruppen unterschiedlichster Couleur die Straßen und Plätze
für drei Tage zur
Open-Air-Bühne und zum Ort grenzüberschreitender Begegnung.
Bevor aber alles raus muß, beginnt das Festivalprogramm zunächst
drinnen, am
Freitagabend in der Jean-Schoen-Halle auf dem Gelände der Gartenschau.
Theater
RambaZamba, Deutschlands erfolgreichstes Ensemble mit sogenannt geistig
behinderten
Künstler/innen, zeigt die „Weiberrevue“. Unter glitzerndem
Sternenhimmel begegnet
Nele, die Träumerin, ihren wilden, geheimnisvollen, exzentrischen,
skurrilen
Traumfrauen, die sich immer wieder zu neuen verrückten Verabredungen
treffen und
sich dabei von einer Traumband begleiten und anfeuern lassen. Ein sinnlich
zupackendes Spektakel – inszeniert und komponiert mit Jahrhundertmusiken
von Johann
Strauß, Friedrich Hollaender, den Beatles, Marlene Dietrich und
Tamara Danz.
Am 29. und 30. August um 22.00 Uhr präsentiert ALLES MUSS RAUS!
mit „ Zeit der
Mütter“ des polnischen Teatr Osmego Dnia eine furiose Platzbespielung
auf dem
Stiftsplatz. Nach den gefeierten Aufführungen der „Arche“
im Vorjahr, gastiert
Polens wichtigste Straßentheatergruppe erneut in Kaiserslautern.
Mit den Mitteln der
Groteske und des Dramas erzählt Osmego Dnia die Geschichte der Mütter,
die Leben
spenden, den Verlust durch Krieg und Terror erleben, sich wehren, sich
auf die Seite
des Lebens stellen – auf vier Bühnen und mit zum Teil atemberaubenden
Bildern.
Straßentheaterensembles und Musikgruppen machen am 30. und 31.
August die Innenstadt
zwischen Stiftsplatz, Martinsplatz und Altenhof sowie am 31. August den
Neumühlepark
der Gartenschau zur Bühne unter freiem Himmel. Max und Moritz und
die Witwe Bolte
sind dabei ebenso von der Partie wie ein temperamentvolles Rotkäppchen,
das nichts
von Wald oder Wolf wissen will. Träge Figuren warten am Bahnhof auf
den Zug, der
niemals kommt, während enthusiastische Urlauber im Kampf mit dem
Campingwagen schier
verzweifeln. Gut, dass bei solch theatraler Unbill lebensfrohe, frankophone
Bläsereinsätze zwischen Walzer, Tango und Samba musikalisch
für gute Laune sorgen,
ganz zu Schweigen von den überraschenden Liedern, die mit ausgehöhlten,
original
australischen Kürbissen zum Besten gegeben werden...
Ein hochkarätiges Kulturprogramm, ein kreatives Fest der Begegnung.
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