Beschäftigungsgarantien für Mitarbeiter stinken wie tote Fische Herr Minister Hering

Rheinland-pfälzischer Wirtschaftsminister Hendrik Hering hat das Jagdhornsignal „Sau
Tot“ wohl überhört – Jammern hilft nicht mehr


Mainz (sk) - Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering hat die von
der Deutschen Telekom veröffentlichten Umstrukturierungspläne und die damit
verbundenen Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz scharf kritisiert. Ein herber
Rückschlag sei die geplante Schließung der Standorte Mainz, Koblenz, Trier und
Neustadt an der Weinstraße. Der Minister forderte erneut echte
Beschäftigungsgarantien für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die vorgesehenen Entfernungen zum Arbeitsplatz seien nicht für alle Beschäftigten
zumutbar. „Ein Arbeitsplatzangebot für Call Center-Beschäftigte aus Trier in
Ludwigshafen oder gar in Bonn bedeuten rund 2 Stunden Fahrzeit auf einer Strecke von
über 170 Kilometern. Das ist kein Arbeitsplatzangebot wie die Telekom behauptet,
sondern vollkommen indiskutabel“, so Wirtschaftsminister Hering. Er nehme zwar zur
Kenntnis, dass die Deutsche Telekom die Gesamtzahl ihrer Arbeitsplätze in
Rheinland-Pfalz trotz ihrer Umstrukturierungspläne offenbar stabil halten wolle,
diese Absicht dürfe aber nicht nur in planerischen Sandkastenspielen existieren,
sondern müsse echte Beschäftigungsalternativen enthalten.

„Die Umstrukturierungspläne sind in der jetzt präsentierten Form unverantwortlich
und inakzeptabel für den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz. Das Unternehmen dünnt
seine Präsenz in der Fläche nicht nur aus, sondern zieht sich vollkommen zurück“,
fasste der Minister zusammen. Er kündigte an, dass er die Gespräche der vergangenen
Tage mit der Konzernleitung fortsetzen werde, um vor allem im Sinne der
Beschäftigten ein anderes Ergebnis der Call Center-Umstrukturierung zu erreichen.

 

Stadtzeitung

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