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Stadtzeitung Saarbrücken

Sakrileg an buntem Lappen fast so teuer wie Bankraub


Angebliches Free Piss Event Grüner Parteinovizen sorgt bei Saar-Thekenphilosoph für
Nachdenklichkeit und Reue

Von Claude Michael Jung

„Herr erbarme dich meiner“. Dieser Satz entfuhr spontan dem großen saarländischen
Thekenphilosophen Max Flabbes, als er aus einer auflagenstarken und
meinungsbildenden deutschen Boulevardzeitung erfahren musste, dass laut
Strafgesetzbuch (Paragraf 90a), das Verunglimpfen staatlicher Symbole verboten ist
und mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden kann. Noch vor dem ersten Tor
unserer Fußballnationalmannschaft bei der EM sollen Nachwuchs-Flaggenschänder der
grünen Öko und Dosenpfandpartei ihre vaterlandslose Blase über der stolzen Trikolore
Deutschlands entleert haben, berichtete das Blatt unter Verweis auf den
einschlägigen Paragraphen 90a.

Zwar hat Max Flabbes -Hand auf's Herz – noch niemals in seinem Leben auf das Banner
Deutschlands uriniert, jedoch wie er sich verschämt eingestehen muss, bloß deswegen
nicht, weil sein Blasendruck selbst nach 15 Pils kaum ausgereicht hätte, die wehende
Dienstfahne auf dem Innenministerium gegenüber seiner Kneipe, zielsicher zu
erreichen. Zugegeben Max Flabbes hat hunderte Male von solch einer olympiareifen
Leistung unter den neidischen Blicken seiner Thekenjünger geträumt, aber Träume sind
ja Gott sei Dank noch nicht strafbar, noch nicht.

Die Liste der ruchlosen Schandtaten des saarländischen Thekenphilosophen gegen
staatliche Symbole ist beeindruckend, wie Max Flabbes seinem Gastwirt, Seelsorger
und Sozialarbeiter anvertraut. Hunderte mal hat der Thekenphilosoph in den letzten
Jahren alleine den Bundesadler als fetten Gockel, oder gar als Pleitegeier vor
Zeugen verunglimpft. Erst im letzten Monat kam die Großpackung Klopapier mit dem
Konterfei des Bundespräsidenten, aus dem Katalog eines Versandhauses für
Scherzartikel hinzu. Zig mal hat Max Flabbes die Nationalhymne als Lied der Doofen
verspottet und sich bei ihrer öffentlicher Intonierung an Körperstellen gekratzt,
über die man im nationalen Rausch am besten gar nicht spricht.

Bereits die Bundesflagge als schwarz-rot-gelb anstatt schwarz-rot-gold zu
bezeichnen, würdigt das national Tuch herab und lässt den Pegel des
Vorstrafenregisters anschwellen. Das Filetstück nationaler Würde, die
Bundeskanzlerin als Luder, Zimtzicke, Krähe, oder mit noch viel schlimmeren Worten
aus Brems Tierleben zu betiteln, all diese schlimmen Untaten lasten erdrückend auf
dem Konto von Max Flabbes.

Zum Glück von Max Flabbes sind die Borsten im Gesicht des SPD Häuptlings Kurt Beck
noch kein nationales Symbol und auch Oskar Lafontaine verbal als Saarlai Lama
auszuzeichnen, sind vorläufig noch kein Sakrileg, sonst reichten drei Jahre
Besinnung auf Staatskosten für den großen Thekenphilosophen Max Flabbes gar nicht
aus.

Gleich nächste oder übernächste Woche will Max Flabbes bei Staatsanwalt Dabbsack ein
umfassendes Geständnis seiner Untaten ablegen, um vielleicht in den Genuss einer
Amnestie zu gelangen, oder mit einer Bewährungsstrafe davonzukommen. Dann kann auch
gleich auf dem Amtsweg geklärt werden ob das Nächtigen in schwarz rot goldenen
Tüchern, während der kommenden Fußballeuropameisterschaft eine Verunglimpfung
nationaler Symbole darstellt, vorausgesetzt man schnarscht nicht im Symbol des
nationalen Rauschs und vermeidet auch tunlichst jeden schwarz rot goldenen Albtraum.