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Wochenendseminar: Macht und Sexualität
Öffentlicher Vortrag am Freitag, 03. April 2009:
Die Politisierung der Lust - Sexualität
in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts
Wie hängen Empfängnisverhütung,
Pornografie, Sexualmoral, Homo- und Heterosexualität mit Antisemitismus
und Nationalsozialismus zusammen, mit der Verarbeitung der Niederlage
von 1945, der Beziehung von Kirche und Staat in der Nachkriegszeit, der
Studentenrevolte in der BRD oder der wechselvollen Beziehung zwischen
Regime und Bevölkerung in vier Jahrzehnten DDR? Kurz: Welche neuen
Erkenntnisse für wichtige Fragen der deutschen Geschichte lassen
sich durch einen genauen Blick auf den Umgang mit Sexualität gewinnen?
Im mittlerweile vierten von der Heinrich Böll
Stiftung Saar in Kooperation mit CriThink e.V. und der Antifa Saar / Projekt
AK veranstalteten Wochenendseminar widmen sich die beiden Referentinnen
Prof. Dagmar Herzog und Sonja Eismann der Frage, wie sich Sexualität
und in der deutschen Öffentlichkeit artikulierte Moralvorstellungen
wechselseitig beeinflussen, welche Themenkomplexe tatsächlich verhandelt
werden, wenn vordergründig über Sexualmoral gestritten wird
und in wiefern Sexualität als Werkzeug zur Stabilisierung der herrschenden
Verhältnisse genutzt wird.
Dagmar Herzog, geboren 1961, ist Professorin für
Geschichte am Graduate Center der City University of New York, wo sie
zur modernen deutschen und europäischen Geschichte forscht und publiziert.
Zuletzt auf Deutsch erschienen ist ihr Buch "Die Politisierung der
Lust - Sexualität in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts"
(Siedler Verlag, 2005), welches auch die Grundlage ihres Seminarbeitrags
bildet.
Sonja Eismann, geboren 1973, studierte Literatur-
uns Sprachwissenschaften in Wien, Mannheim, Dijon und Santa Cruz. Sie
hat für diverse Radiosendungen, Printmagazine und Netzkulturinitiativen,
welche feministische und/oder popkulturelle Themen behandeln gearbeitet.
Derzeit schreibt sie unter anderem für Konkret.
Seit Anfang letzten Jahres ist sie Mitherausgeberin und Redakteurin des
"Missy-Magazine - Popkultur für Frauen"
Das von ihr herausgegebene Buch "Hot Topic - Popfeminismus heute"
ist 2007 im Ventil Verlag erschienen. In diesem beleuchten verschiedene
Autorinnen politische und kulturelle Themen von Abtreibung über "Sex
and the City" bis zur Riotgrrrl-Bewegung.
Sonja Eismann lebt derzeit in Wien und Berlin. Neben ihrem Interesse an
der (Nicht-)Repräsentation von Frauen in popkultureller und besonders
musikalischer Praxis und Theorie begeistert sie sich für Mädchenkultur
und -kitsch von Hello Kitty über Young Miss bis zu Britney Spears,
wie auch für eher minimalistische elektronische Tanz-Musik. Homepage
von Sonja Eismann: www.plastkikmaedchen.net
Das Seminar startet Freitag den 03.04.09 mit einer
öffentlichen Abendveranstaltung in der Frauenbibliothek Saarbrücken.
Samstag von 11 bis ca. 19:00 werden die Freitag angerissenen Themen von
den beiden Referentinnen vertieft und diskutiert. Dieser Teil des Seminars
ist nicht öffentlich, wer sich dafür anmelden will, schreibt
bitte eine Mail an antifasaar@yahoo.de.
Freitag, 03. April 2009
18:00 Uhr, Frauenbibliothek Saar
Bleichstraße 4, 66111 Saarbrücken
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1. April 2009:
Landeszentrale für politische Bildung, SR 2 KulturRadio und das Saarländische
Staatstheater laden ein zu Zerfällt die Welt... in jung und alt?
Ein Streitgespräch zwischen FAZ-Autor Claudius Seidl und Jörg Tremmel
in der Alten Feuerwache
1. April 2009: Landeszentrale für politische Bildung, SR 2 KulturRadio
und das Saarländische Staatstheater laden ein zu Zerfällt
die Welt... in jung und alt? Ein Streitgespräch zwischen FAZ-Autor
Claudius Seidl und Jörg Tremmel in der Alten Feuerwache
Droht unserer Gesellschaft ein Generationenkonflikt? Leben wir in Zeiten
der
Finanzkrise auf Kosten der jungen Generation? Antworten auf diese und andere
Fragen liefert die Diskussionsreihe FeuerWache, veranstaltet von
der
Landeszentrale für politische Bildung, SR 2 KulturRadio und dem
Saarländischen Staatstheater. Diesmal wird provokant die Frage gestellt:
Zerfällt die Welt...in jung und alt? Hochkarätige Gäste
haben sich
angesagt: Dr. Jörg Tremmel, Vorsitzender der Stiftung für
die Rechte
zukünftiger Generationen und Autor des Buchs Der Generationenbetrug
-
Plädoyer für das Recht der Jugend auf Zukunft sowie Claudius
Seidl,
Chefredakteur des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
und Autor von Schöne junge Welt auf. Die Veranstaltung findet
am Mittwoch,
1. April um 20 Uhr in der Alten Feuerwache am Saarbrücker Landwehrplatz
statt.
Leben die Alten auf Kosten der Jungen? Bleiben die bestehenden Systeme der
Rentenversicherung ob des demographischen Wandels aufrechterhalten? Werden
die heutigen Rentner mit minimalen Rentenerhöhungen und der Rente mit
67 am
Ende um den wohlverdienten Lohn ihrer Arbeit gebracht? Oder schränken
sie
die Möglichkeiten der Jüngeren unverhältnismäßig
ein, da diese noch mehr
zahlen, noch länger arbeiten und noch weniger bekommen werden?
Die Moderation der Veranstaltung hat Barbara Renno von SR 2 KulturRadio beim
Saarländischen Rundfunk, der einen Mitschnitt der Diskussion am Sonntag,
12.
April 2009 um 20.04 Uhr auf SR 2 KulturRadio (93.2 Mhz.) senden wird. Der
Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Mit freundlichen Grüßen
Burkhard Jellonnek
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Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes
Leiter: Dr. Burkhard Jellonnek
Beethovenstraße 26
66125 Saarbrücken-Dudweiler
Tel.; 06897 - 79 08 176
Fax: 06897 - 79 08 177
mobil: 0170 904 2059
www.lpm.uni-sb.de/lpb
lpb@lpm.uni-sb.de
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Mittwoch,
8. April 2009, 20 Uhr, Saarbrücken
Free Gaza from Hamas - Geschichte des islamischen
Antisemitismus
Referent: Klaus Blees, Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3.Welt Saar
Am 18. Januar 2009 endete die gegen den Terror der Hamas gerichtete Offensive
der israelischen Armee im Gazastreifen, die am 27. Dezember 2008 begonnen
hatte. Erklärtes Ziel der Hamas, das all ihren Aktionen zugrunde liegt,
ist die Vernichtung Israel. Dies hat sie bereits 1988 in ihrem Gründungsprogramm,
der Charta der Hamas, unmissverständlich formuliert.
Dort bezieht sich die Hamas ausdrücklich auch auf die berüchtigte
antisemitische Fälschung der Protokolle der Weisen von Zion
und lehnt Friedensverhandlungen mit Israel als reine Zeitverschwendung
ab. Was sind die Wurzeln des Antisemitismus der Hamas? Der Vortrag geht den
historischen Ursprüngen islamischer Judenfeindschaft nach. Er beleuchtet
ihre Entwicklung von der Zeit des Koran über ihre Formen im islamischen
Herrschaftsbereich des Mittelalters bis zu ihrer Verschmelzung mit dem europäischen
eliminatorischen Antisemitismus. Er zeigt auf, wie diese Entwicklung 1928
in Ägypten zur Gründung der Muslimbruderschaft als der Mutterorganisation
des modernen Islamismus führte und in der Kollaboration Amin Al-Husseinis,
des Mufti von Jerusalem, mit den Nationalsozialisten gipfelte. Dieser organisierte
unter anderem 1943 die bosnisch-muslimische Waffen-SS-Division Handschar.
Die Politik der Hamas, die als palästinensischer Zweig der Muslimbruderschaft
entstand, steht als aktueller Ausdruck dieses Prozesses im Mittelpunkt des
Vortrages.
Saarbrücken, Galerie im Filmhaus, Mainzer Str. 8
Eintritt: 3 €, Fördermitglieder frei.
Veranstalterinnen: Aktion 3.Welt Saar und Antifa Saar/Projekt AK
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