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"Deutsch ist das Sauerkraut - Die Kunst ist international" (Bernd Rausch)

Es ist schrecklich genug, dass die Saarländer/innen sich zweimal für die Eingliederung nach Deutschland in freien und geheimen Wahlen entschieden haben. Dass aber noch immer nicht begriffen werden will, dass das Saarland als internationale Drehscheibe im Herzen Europas seine Aufgabe zu erfüllen hat, bleibt der Stadtzeitungsredaktion vollkommen unbegreiflich. Warum in diesem schönen Landstrich in Mitteleuropa vieles immer wieder deutschnational ausgerichtet wird, mag beantworten, wer es weiß. Dass sich Robert Gernhardt, Hans Traxler, F.K. Waechter oder Gerhard Seyfried in einem internationalistischen Kontext wohler gefühlt hätten, denken wir alle Mal. Die Saar ist international.die Red.

Comics made in Germany
28. Februar 2009 bis 10. Mai 2009
Deutsches Zeitungsmuseum
Vernissage: 27. Februar 2009, 19 Uhr

Die Ausstellung im Deutschen Zeitungsmuseum präsentiert einen Rückblick auf Stoffe und Stile, Helden und Serien sowie Erfolge und Kuriositäten des deutschen Comic. Im Mittelpunkt stehen Bücher, Alben und Hefte unterschiedlicher Formate aus den Sammlungen der Deutschen Nationalbibliothek und des Instituts für Jugendbuchforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Die Präsentation verfolgt die Entwicklung der Comics in Deutschland über verschiedene Phasen und Strömungen hinweg bis in die Gegenwart. Den Comics der Frankfurter Autoren und Zeichner, angefangen bei Cefischers legendärem Oskar, der Familienvater (seit 1950) bis hin zu den Satirikern der "Neuen Frankfurter Schule", angeführt von Robert Gernhardt, Hans Traxler und F.K. Waechter, ist eine eigene Abteilung gewidmet. Die Comics der APO-Generation von 1968 wie Alfred von Meysenbugs Super-Mädchen sind ebenso zu sehen wie die Comics aus der Zeit der Jugend- und Alternativkultur, vertreten etwa durch das Werk Gerhard Seyfrieds oder Brösels Motorradfreak Werner.
In aktuellen Pressestrips wie Volker Reiches Strizz, in der Karikatur oder biografischen Erzählung versammeln sich Bilder und Selbstbilder von Zeitgenossen, während die Graphic Novel sich nun geradezu selbstverständlich an literarische Vorlagen heranwagt: Tabu sind weder die Klassiker Schiller und Goethe noch Werke moderner Autoren wie Uwe Timms Erfindung der Currywurst - als Comic realisiert von Isabel Kreitz 1996 - oder Wolfgang Hohlbeins Chronik der Unsterblichen, 2004 gezeichnet von Thomas von Kummant. Entsprechend den gegenwärtigen literarischen Trends stehen Fantasy, Mystery und Science Fiction hoch im Kurs, wobei die Comic-Autoren die besonderen Möglichkeiten der visuellen Ausgestaltung fantastischer Szenarien auf opulente Weise nutzen.

Ausgerichtet wird die Ausstellung von der Deutschen Nationalbibliothek gemeinsam mit dem Institut für Jugendbuchforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Kurator ist Dr. Bernd Dolle-Weinkauff (Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main).

Comics made in Germany
28. Februar bis 10. Mai 2009
Deutsches Zeitungsmuseum
Am Abteihof 1, 66787 Wadgassen
Tel: 06834.9423-0
www.deutsches-zeitungsmuseum.de
info@deutsches-zeitungsmuseum.de
Öffnungszeiten: Di-So 10-16 Uhr
Führungen unter Tel.: 06834.9423-11
Eintrittspreise: 3,00 / 1,50 EUR

Infoabend am Donnerstag, den 5. März 2009:

Die CDU-Saar mit braunen Flecken?

"Mauerschützen", "Stasi-Nachfolger", "Extremisten" sind nur eine kleine Auswahl an Schlagworten mit denen JU und CDU-Saar politisch interessierte Menschen vor den Veranstaltungen der Partei DIE LINKE einschüchtern versuchen. Wenig kenntnisreiche, falsche und heuchlerische Schlagwörter sollen die faire Diskussion um Sachargumente ersetzten. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass sie hierbei ihre eigenen,
unsäglichen Traditionen unterschlagen.

Der Historiker Dr. Luitwin Bies hat die Politik der CDU-Saar und ihrer
Vorgängerparteien bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts näher betrachtet und spürte dabei den wichtigsten konservativen Elite an der Saar nach. Sein Fazit: Viele Gründer der CDU-Saar waren hochrangige Mitglieder der NSDAP, SS und anderen Nazigliederungen und verantwortlich für vielfachen Mord. Nach 1955 bot ihnen nur die CDU-Saar eine Bühne, wieder offene "Bekenntnisse zu Deutschland" abzulegen und erneut in hohe Ämter aufzusteigen.

Natürlich stehen die Anhänger der LINKEN in keiner Tradition der
DDR-Staatssicherheit oder die Anhänger der CDU in der Nachfolge der NSDAP. Doch wenn gefordert wird, Parteien sollen sich ihrer Vergangenheit stellen, müssen alle diestun.

Der Infoabend mit Dr. Luitwin Bies soll Anstoß geben für ein faires Miteinander in den bevorstehenden Wahlkämpfen.

Donnerstag, 5. März 2009
Beginn 19.00 Uhr
Eintritt frei

Veranstaltungsort:
Geschäftsstelle der
Peter Imandt Gesellschaft & Rosa Luxemburg Stiftung - Regionalbüro Saarland
Futterstraße 17-19 (Nähe Buchhandlung Bock & Seib)
66111 Saarbrücken

club bismarck 11
Mittwoch, 4. März 2009, 20 Uhr
Zu Gast: Die Künstlerin Veronika Veit


"Auf Augenhöhe" heißt es derzeit in der Stadtgalerie Saarbrücken - und auf dieser begegnen dem Besucher Abbilder von Menschen unterschiedlichster gesellschaftlicher Zugehörigkeiten. Skulpturen von Gegenständen sowie Videoarbeiten ergänzen die figürlich simulierten Situationen wie "Schacht" oder "Haltestelle". Im Gespräch mit der Münchner Künstlerin Veronika Veit wird es um Fragen der Rezeption, um Realität und ihre Wahrnehmung gehen.

Der Eintritt ist frei!

Treffpunkt: 20 Uhr Stadtgalerie Saarbrücken / St. Johanner Markt 24,
66111 Saarbrücken