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Stadtzeitung Saarbrücken

 

Der Vorsitzende der mit rund 550 Mitgliedern größten saarländischen GEW-Fachgruppe sozialpädagogischer Berufe, Hartmut Regitz, hat wegen der Unterstützung des Islam-Unterrichts durch den Geschäftsführenden Vorstand seinen Austritt aus der GEW erklärt.

Schulen dienen ausschließlich der Vermittlung von Wissen, Religion sollte
Privatsache sein

Saarbrücken/Illingen (sk) - Der Vorsitzende der Fachgruppe sozialpädagogischer
Berufe in der GEW Saar ist nach internen Auseinandersetzungen über die Unterstützung
des Geschäftsführenden Vorstands für die Einführung eines islamischen
Religionsunterrichts aus der GEW ausgetreten.

Der Vorsitzende der mit rund 550 Mitgliedern größten saarländischen GEW-Fachgruppe
sozialpädagogischer Berufe, Hartmut Regitz, hat wegen der Unterstützung des
Islam-Unterrichts durch den Geschäftsführenden Vorstand seinen Austritt aus der GEW
erklärt.

Offenbar sei die GEW-interne Diskussion über die notwendige Trennung von
Bildungswesen und Religion fruchtlos geblieben. Es werde nicht berücksichtigt, dass
sich der Islam von den übrigen Religionen durch historisch unkritische Auslegungen
des Koran als ‚Wort Gottes’ und eifernden Missionarismus unterscheide. Regitz:
„Während Buddhismus oder Judentum auf eine missionarische Werbung neuer Anhänger
weitgehend verzichten, erhebt das Christentum zwar einen offensiven
Bekehrungsanspruch. Doch ist im Neuen Testament immerhin eine Trennung zwischen
weltlicher und religiöser Sphäre angelegt, die über Renaissance und Aufklärung
schließlich die moderne Trennung von Staat und Kirche erlaubte (‚Gebt des Kaisers,
was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist’). Mohammed hingegen schreibt nicht nur
die private Lebensführung bis hin zu Kleidung und Liebesleben vor, sondern auch die
Führung der Staatsgeschäfte, des Rechtswesens (Scharia) und der Wirtschaft.“

Diesem totalitären Anspruch werde ein Islam-Unterricht an saarländischen Schulen
Vorschub leisten, solange dieser sich am Koran orientiere. Daran ändere sich auch
nichts, wenn er in deutscher Sprache stattfände und die Lehrpläne „staatlicher
Kontrolle“ unterlägen, solange die Lehrpläne mit dem muslimischen Dachverband
abgestimmt werden müssen. Dieser bekenne sich lediglich formal zum Grundgesetz, sei
von dogmatischen Gruppen beherrscht und bekomme mit der Anerkennung als Körperschaft
des öffentlichen Rechts eine kaum mehr korrigierbare Machtfülle, obwohl er nur ca.
10 % der Muslime in Deutschland vertrete. Regitz: „Die einzig sinnvolle Lösung des
Problems besteht in einer konsequenten Trennung von Schule und Religion. In die
Schulen gehört ausschließlich die Vermittlung von Wissen. Religion sollte
Privatsache sein. In der Schule sollten die verschiedenen Weltanschauungen lediglich
aus einer historisch-kritischen Perspektive erläutert werden, unter Wahrung
größtmöglicher Neutralität.“