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Zur Weltwasserkonferenz in Stockholm: Fleischkonsum verbraucht mehr Wasser als ein Jahr lang täglich Duschen

Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. erinnert anlässlich der Weltwasserwoche an versteckten Wasserverbrauch durch Konsum tierischer Produkte

Stockholm (sk) – Diese Woche tagt die Weltwasserkonferenz in Stockholm, in der die Problematik von Qualität und Quantität der weltweiten Süßwasserverfügbarkeit besprochen wird. Dass jedoch das persönliche Essverhalten mit am stärksten dazu beiträgt, wie wassersparend man lebt, wird meist nur am Rande erwähnt. Deshalb
erinnert PETA Deutschland e.V. daran, dass zur Herstellung tierischer Produkte weitaus mehr Wasser verschwendt wird als für die gleiche Menge pflanzlicher Produkte verwendet werden muss.

„Fleischkonsum ist pure Wasserverschwendung!“, so Harald Ullmann von PETA Deutschland e.V. „Nicht nur beim Duschen, Zähneputzen oder Waschen verschwenden wir Wasser, gerade bei unserer Ernährung können wir viel Wasser sparen. Denn eine rein pflanzliche Lebensweise verbraucht nachweislich weniger Wasser als eine, die auf Fleisch basiert.“ Deshalb fordert PETA Deutschland einen Jeden, anlässlich der
Weltwasserkonferenz auf, seinen Speiseplan zu überdenken und auf pflanzliche Lebensmittel umzusteigen. Denn heutzutage ist es so einfach, sich lecker und gesund rein pflanzlich zu ernähren. Außerdem ist es das Beste, was man für sich, die Tiere und die Umwelt tun kann und hilft dabei auch noch, Wasser zu sparen.Die Liste der Studien, die den versteckten Wasserverbrauch – auch „virtuelles Wasser“ genannt – aufdeckt, ist lang. Denn nicht nur der direkte Konsum von Wasser
greift auf diesen wertvollsten Rohstoff, ohne den irdisches Leben so nicht möglich wäre, zurück. Das World Watch Institut hat schon vor Jahren berechnet, dass man für die Herstellung von einem Pfund Fleisch ein Jahr lang täglich duschen könnte! Die UNESCO entlarvt noch plastischer die Liter Wasser, die für diverse Konsumgüter verwendet werden – im Ernährungsbereich sind hierbei tierische Produkte Spitzenreiter im Wasserverbrauch. Für das schon erwähnte Fleisch könnte man mehr als
fünfzehn Mal so viele Kartoffeln anpflanzen. Schluckt ein Glas Milch 200 Liter Wasser, so ist eine Tasse Tee mit nur 30 Litern wesentlich wassersparender. Und für den Wasserverbrauch für ein Ei stehen fast drei Äpfel.

Auch der Bericht „Der lange Schatten der Tierwirtschaft“ der UN
Welt¬Ernährungsorganisation zeigt auf, dass die Tierwirtschaft sowohl ein enormer Wasserschlucker als auch Wasserverschmutzer ist. Denn einerseits müssen Futtermittel angebaut sowie bewässert werden, und die Tiere benötigen schließlich auch Wasser zum Trinken. Andererseits gelangen die Abwässer der Milliarden Tiere aus der Massentierhaltung ungeklärt in den Wasserkreislauf zurück, was die Qualität und
Menge des verfügbaren Trinkwassers beschränkt.