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Stadtzeitung Saarbrücken

jan.2008

Von Bernd Rausch

Zwangsarbeit und Lager in Deutschland

dm-Chef hält Hartz IV Zwangsarbeit für Menschenquälerei. Nicht so die Rinke, Blinke, die als Aushängeschild für Soziales, für die SPD plakatierte Andrea Nahles. Sie lehnte auch jetzt wieder die Anhebung der Regelsätze für Hartz IV Betroffene ab, trotz enorm gestiegener Lebenshaltungskosten. Wir wissen nicht ob der vorweihnachtliche Einkauf ihrer neuen Schuhe bereits die 350 Eurogrenze (Regelsatz ) überschritten hat, oder ob ihr modischer Haarschnitt damit auch noch bezahlt werden konnte. Wir glauben eher nicht.

Der Chef der dm-Supermarktkette Goetz Werner lehnt klipp und klar die Ausbeutung der Hartz IV Zwangsarbeit ab. An den Zwangsarbeitern (Hartz IV - Ein Euro-Arbeitern und Arbeiterinnen) machen vor allem Gesellschaften der beiden großen Kirchen (Caritas, Diakonisches Werk) aber auch die SPD nahe Arbeiterwohlfahrt Millionenprofite. Seit einiger Zeit kämpft Goetz Werner offensiv für ein garantiertes Grundeinkommen. Hartz IV gleiche "offenem Strafvollzug ...Hartz IV ist offener Strafvollzug. Es ist die Beraubung von Freiheitsrechten. Hartz IV quält die Menschen, zerstört ihre Kreativität", sagt der Chef der Drogeriemarktkette dm. Es sei ein Skandal, "dass eine rot-grüne Regierung dieses destruktive Element in die Gesellschaft gebracht" habe, so der 62-Jährige.

Nach der Einführung massenhafter Zwangsarbeit durch die SPD und die Grünen will die CDU/CSU nicht länger hinten anstehen und plädiert für Lagerhaltung von Jugendlichen. Hartz IV + Lager erscheint ihnen wohl sinnvoller als ein Grundeinkommen inklusiv Bildungschancen, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass die überwiegende Zahl Ausländerjugendliche sind. Vielleicht können sie dann in den Lagern die rechtsradikalen Gewalttäter zu Aufpassern über die Fremden machen. Man sollte Koch mal fragen, wie er sich das genau vorgestellt hat.

6.8.2011 Handlungsbedarf gegen Altersarmut in der Reichtumsgesellschaft der Deutschland A G von Reinhold Schramm
Bildtitel:SPD Minusmänner zerstören den Sozialstaat - Bild: Bernd Rausch

Nur ein Fünftel der Rentner wechselt aus einer sozialversicherten Arbeit in den Ruhestand. Ein Drittel aller NeurentnerInnen war zuvor arbeitslos oder frühverrentet. Folge: 45 Prozent der Rentner werden die Bezüge gekürzt, die Altersarmut wächst.

Bei 45 Prozent der AltersrentnerInnen werden die Renten im Durchschnitt um fast 120 Euro (monatlich) gekürzt. Nur 21 Prozent der Neurentner des Jahres 2010 waren vor der Rente sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 32 Prozent waren vor der Rente arbeitslos oder schon im Vorruhestand. Entgegen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung ist die Arbeitslosigkeit Älterer sogar gestiegen. Die Rente mit 67 erhöht die Altersarmut weiter, da es viele ältere Erwerbstätige so lange nicht schaffen werden.

Diese Entwicklung ist wirtschafts- und gesellschaftspolitisch in der Lobby- und Deutschland AG erwünscht, werden damit doch die Kosten für die Altersversorgung der vormals lohnabhängigen, produktiven und wertschöpfenden Bevölkerungsmehrheit langfristig weiter reduziert.Die gesetzlichen Altersrenten betrugen im Jahr 2010 durchschnittlich nur noch 673 Euro. [1] ...

Quelle: Altersarmut - DGB-Abteilung Sozialpolitik - Ingo Nürnberger - 18.4.2011 [2]

Quelle vgl.:
[1] DGB-Bundesvorstand - am 28.07.2011.
Altersbezüge auf dem Sinkflug. Altersarmut: Fast die Hälfte geht mit Abschlägen in die Rente.

http://www.dgb.de/themen/++co++16509764-b8fd-11e0-4234-00188b4dc422

[2] Handlungsbedarf gegen Altersarmut im Erwerbsleben.

http://www.volkssolidaritaet.de/cms/vs_media/-p-30327.pdf?rewrite_engine=id