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Der
„Goldene Puhvogel“ zieht erneut Tausende in die Saarbrücker
Saarlandhalle
Saarländischer Schlampenpreis
wird wieder pünktlich zum Frühjahrsputz verliehen
Von Claude Michael Jung
„Ich bin schwul und das ist auch gut so“, gestand der derzeitig
größte Berliner
Partyhengst Klaus Wowi Wowereit irgendwann mal. „Ich bin schlampig
und das ist
prima, gut und wundervoll so“, gestehen 65 Prozent aller Saarländerinnen
und
Saarländer freimütig. Weitere 30 Prozent haben lieber zu dem
heiklen Thema keine
Meinung und nur fünf Prozent der Bürger des Landes gestehen
kleinlaut: „Ich bin ein
Putzteufel“. Schonungslos hat diese dramatischen Erkenntnisse jetzt
„Der
Schmutzfink“, ein international angesehenes Fachmagazin für
engagierte Schlampen im
Auftrag der saarländischen Sommerlochakademie offen gelegt.
Voller Spannung erwartet das Saarland den kommenden Ostersonntag, denn
dann wird
wieder einmal der „Goldene Puhvogel“, die höchste Auszeichnung
für eine engagierte
männliche oder weibliche Schlampe in der Saarbrücker Saarlandhalle
verliehen. Der
Leiter der Expertenkommission zur Findung der landesweit größten
Schlampe, Hans
Herrmann Schnockenloch, ließ bei schwerer Schlagseite am gestrigen
Abend voll
durchblicken dass, wie im vergangenen Jahr auch diesmal wieder die verarmte
Gräfin
Vulgaris Ypsilante von der Leyen-Gollenstein die besten Aussichten auf
einen der
vorderen Plätze im höchst angesehenen Schmutzranking hat. „Dort
haben wir uns alle
sauwohl gefühlte“, betonte Hans Herrmann Schnockenloch mit
schwerer Zunge und gab zu
Protokoll. „Fettflecke auf Rechnungen und Mahnungen, Zigarettenkippen
in den
Blumentöpfen, prachtvoller Schimmel auf einem Marmeladeglas im Kühlschrank
und um es
nicht zu vergessen, die gräfliche Unterwäsche, samt Gilb, zum
trocknen auf dem
Kristallleuchter im Wohnzimmer, das alles hat die zu vergebenen Punkte
kräftig in
die Höhe schnellen lassen“.
Große Hoffnung auf den goldenen Puhvogel 2008 darf sich der diplomierte
Getränkepfleger Horst-Hicks, Freiherr von Schluckauf machen. Hier
mussten die
Findungsexperten zuerst über eine Barrikade von mehr als fünf
Dutzend leerer
Bierkästen klettern um die Feststellung zu erlangen, das der Freiherr
von Schluckauf
resistent gegen jede Art von Kloputz ist. Eine gewaltige Panzerschicht
eingebrannter
Delikatessen auf der Herdplatte, schirmt im Hause des Freiherrn jeden
Kochtopf gegen
die verzweifelt abgestrahlte Hitze der Kochplatten ab und garantiert die
völlige
Isolierung des Herdes von seinen eigentlichen Aufgaben.
Die Hausarbeit ist bei den Wenigsten beliebt, von den Saarländern
dagegen wird sie
gehasst. Das hat das Dreck und Speckmagazin „Der Schmutzfink“,
in seiner
hochnotpeinlichen Studie, zu der insgesamt mehr als zweitausend saarländische
Haushalte bereitwillig Auskunft gaben, jetzt offen gelegt. Zu den beliebtesten
Tätigkeiten in saarländischen Haushalten gehört noch das
Einschalten des
Mikrowellenherdes und des Geschirrspülers. Hier liegen die Schlampen
im Landkreis
Saarlouis etwa gleich mit den Saarbrücker Hauptstadtschlampen. Waschen
und Bügeln
dagegen sind die, am meisten gehasste Tätigkeit in saarländischen
Haushalten, lässt
„Der Schmutzfink“ seine Leserinnen und Leser wissen.
Was das Waschen anbelangt, so geht der Trend im Saarland seit mehreren
Jahren
bereits in Richtung einer Totalverweigerung und hin zur flauschigen
Einwegkuschelwäsche. Hier denken Ökologen bereits nach dem Strickmuster
des
Dosenpfandes von ex Minister Jürgen Trittin, über die Einführung
eines
Einwegwäschepfandes für Unter und Bettwäsche nach. DIE
LINKE im Saarland will
Einwegwäsche künftig nur auf Bezugsschein und streng limitiert
abgeben, berichtet
„Der Dreckfink“ in seiner aktuellen Ausgabe.
In einer, mit großer Spannung erwarteten Zeremonie mit Musikdarbietungen
aus der
Schlampenszene, können die Saarländer am kommenden Ostersonntag
die neuen
Preisträgerinnen und Preisträger des „Goldenen Puhvogel“
in der Saarbrücker
Saarlandhalle begrüßen und bewundern. Nominiert für den
Puhvogel in Gold, Silber und
Bronze sind zahlreiche Prominente und weniger Prominente mit saarländischem
Pass.
Der Leiter der Expertenkommission zur Findung der landesweit größten
Schlampe, Hans
Herrmann Schnockenloch, der die Verleihung des „Goldenen Puhvogel“
in stilgerechtem
Aufzug moderieren wird, kündigte an: „Wir werden die Wildsau
wie immer über die
Bühne treiben“
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