Stadtzeitung Saarbrücken
Hitler - verdammt, wer war das?
75 Jahre nach der Machtergreifung
Vortrag und Diskussion
Am 30. Januar 1933 zog Hitler in Berlin in die Reichskanzlei ein. Paul von
Hindenburg hatte ihn an die Spitze einer Regierung der "nationalen Konzentration"
gestellt. Seitdem sind 75 Jahre vergangen. Wer sich des Tages noch selbst
zu
erinnern vermag, hat neun Lebensjahrzehnte hinter sich. Das Ereignis rückt
mithin
aus der Zeitgeschichte, jener Geschichtsperiode, über die Menschen noch
als
Zeitgenossen berichten können. Fotos, Bilder, Filme, schriftliche und
Hörberichte
sowie Akten – darauf wird die Nachwelt bald allein angewiesen sein?
Muss sie sich
damit befassen? Sind die Ereignisse und Personen nicht von unserem Leben am
Beginn
des 21. Jahrhunderts schon so weit entfernt, dass sich das Umdrehen nach ihnen
nicht
lohnt, weil davon Anregung oder Lehre nicht mehr zu beziehen sind? Und dennoch
wird
auf 1933 und die Folgen beständig zurückgegriffen, von Fernsehredakteuren,
Dokumentar- und Spielfilmmachern, Redakteuren von Zeitungen und Zeitschriften.
Bloßer Unterhaltung wegen? Einziges Schielen nach der Quote? Gesprächsstoff
für eine
Rückbesinnung ist vorhanden.
Die Einleitung für ein Gespräch gibt der Historiker Kurt Pätzold
(Berlin), gemeinsam
mit dem Jenaer Kollegen Manfred Weißbecker Autor u. a. einer Geschichte
der NSDAP
und von Biographien über Adolf Hitler und Rudolf Hess.
Am Donnerstag, den 24. Januar 2008
Veranstaltungsort:
Peter Imandt Gesellschaft & Rosa Luxemburg Stiftung Regionalbüro
Saarland
Futterstraße 17-19 (1. Stock)
66111 Saarbrücken
Beginn: 19.30 Uhr
Kooperationsveranstaltung mit der VVN-Bund der Antifaschisten Saar