| Goldene
Axt an Doktor Hanno Sechsgang verliehen
Saarländischer Friedenspreis
geht an einen Ritter der Landstraße
Von
Claude Michael Jung
Im Auftrag des saarländischen Landesfürsten
Peter Müller (CDU), der sich derzeit zur
Roßkur im südfranzösischen Château Blamage aufhält,
hat Staatssekretär Frank Pissler heute die goldene Axt an Dr. Hanno
Sechsgang den Vollgasexperten der
fundamentalistischen Autofahrerpartei des Saarlandes (FAPS) verliehen.
Der
saarländische Friedenspreis wird in unregelmäßigen Abständen
an Personen, die sich um Frieden, Freude und Eierkuchen im menschlichen
Miteinander verdient gemacht
haben, verliehen.
Dr. Hanno Sechsgang war im vergangenen Monat einer
Polizeistreife aufgefallen, als
er mit seinem zweimotorigen Bossler Rennwagen für einen Menschenauflauf
auf einem Parkplatz in Saarlouis sorgte. Über das gesamte Heck der
dreiachsigen roten
Rennmaschiene prangte in Leuchtbuchstaben die Parole: „Ich bremse
auch für Pfälzer“.
Tief bewegt von dieser gewaltigen Portion Friedenswillen meldeten die
Grünröcke die
Botschaft nicht nur ihrem Vorgesetzten, sondern auch direkt der Staatskanzlei
des
Saarlandes, wo sie den Ministerpräsidenten während seines Mittagsschlafes
von einem
linken Albtraum erlöste. Saarfürst Müller war nach eigenen
Angaben sofort bereit die
goldene Axt des Saarlandes an Friedensbotschafter Dr. Hanno Sechsgang
zu verleihen.
Im Verlauf einer Feierstunde im Saarbrücker
FAPS-Kulturpalast „Blechbeule“ würdigte
Staatssekretär Frank Pissler in seiner Laudatio den bewegten Lebensweg
des
saarländischen Vollgasexperten Dr. Hanno Sechsgang: „Schon
aus dem Kinderwagen
heraus trieb der kleine Hanno seine Eltern stets zum Dauerlauf an. Seine
ersten
Worte waren „Vorfahrt“ und „Gib Gas Mama“. Oma
Frieda überlebte die Einladung des lieben Kleinen zu einer Schlittenfahrt
im örtlichen Eiskanal nicht. Sie versteinerte
noch vor der Zielankunft in der vorletzten Kurve und steht heute noch
als Denkmal
zur Erinnerung an die rasante Rodelpartie am Rande des Eiskanals.
Einen weiteren Mega-Geschwindigkeitsrausch durchlebte
Hanno Sechsgang noch im zarten
Kindesalter. Mit dem Knabenfahrrad, dass ihm Tante Rosie zur Erstkommunion
schenkte,
veranstaltete der kleine Hanno ein Radrennen, welches der rasend Saupanns
(dt. Knabe) mit leichten Verletzungen im Hühnerstall des Bürgermeisters
beendete. Während der Trauerfeier für die Hennen und Hahn Fritz,
fabulierte Hanno Sechsgang zum ersten
mal sein Lebensmotto „Wer bremst verliert!“.
Eine weitere Rekordfahrt veranstaltete Hanno Sechsgang
mit seinem Bossler-Mofa in der Saarbrücker Innenstadt. Die Konstruktion
des saarländischen Heimwerkerpräsidenten Emil Bossler erreichte
eine Spitzengeschwindigkeit von sagenhaften 117 Stundenkilometern, meldete
damals der Polizeibericht in seiner
Rubrik „Meisterleistungen der Frisierkunst“.
Mit dem Lappen (Führerschein) der Klassen
eins und drei in der Tasche trat Hanno
Sechsgang der fundamentalistischen Autofahrerpartei des Saarlandes (FAPS)
bei.
Bereits als Vorsitzender der Jugendorganisation „Junge Flitzer“
forderte Sechsgang ein Rabattmarkensystem für in Flensburg eingetragene
Verkehrshelden, sowie ein
Linksfahrgebot für LKW über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht auf Autobahnen
und
Bundesstraßen einzuführen. Seine besonders scharf formulierte
Forderung an das
Bundesverkehrsministerium begründete Hanno Sechsgang mit der massenhaften
Freisetzung von Adrenalin, wenn beispielsweise beim Überholvorgang
auf der Autobahn plötzlich ein 40ig Tonner als Geisterfahrer vor
der eigenen Stoßstange auftaucht und ein gewagtes Ausweichmanöver
den Blutdruck jubilieren lässt“.
Staatssekretär Frank Pissler würdigte
Dr. Hanno Sechsgang als galanten Ritter der
Landstraße der mit seinem Aufkleber „Ich bremse auch für
Pfälzer“ am Heck seines
Rennwagens mutig für eine Aussöhnung der Saarländer mit
ihren Feinden aus der Pfalz
eintritt. „Das von Dr. Hanno Sechsgang gesetzte Zeichen des Friedens
und der
Versöhnung ist ein Aufruf an die Jugend hierzulande unseren saarländischen
Ossis die
Hand zu reichen und sie als Schwestern und Brüder willkommen zu heißen“
so
Staatssekretär Frank Pissler abschließend.
In seiner Dankesrede sagte Dr. Hanno Sechsgang
im Verlauf einer Feier mit
hochoktanischem Sprit, es sei eine anständige Portion Saumagen gewesen,
die ihm ein
Wirt in der Nähe von Kaiserslautern serviert habe und die in ihm
die Erkenntnis geweckt habe, dass es an der Zeit ist auch für Pfälzer
zu bremsen. „Ohne Pfälzer auch kein Saumagen“, so Dr.
Hanno Sechsgang, der mittlerweile auch davon überzeugt ist, dass
zumindest die Liebe zu den Pfälzern durch den Magen geht.
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