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Bevölkerungsrückgang an der Saar ist das Ergebnis der CDU Landesregierung. Dies hat allerdings auch Vorteile sagt Iris Mohn von der Organisation ES.

Saarfürst Peter Müller, ein Meister der Negativentwicklung


Zu den bekannt gewordenen Daten über den Bevölkerungsschwund im Saarland äußern sich sowohl die Pressesprecherin der saarländischen Organisation ES, Iris Mohn, der Vorsitzende der Saar-Linken,
Rolf Linsler, wie auch SPD-Generalsekretär Reinhold Jost. Im Wesentlichen herrscht sowohl bei SPD als auch bei der Linken Einigkeit darüber, dass das von der CDU
Landesregierung unter ihrem Chef propagierte Aufsteigerland zum Aussteigerland avanciert ist. Iris Mohn kann der Entwicklung durchaus auch eine postive Seite abgewinnen: "Je weniger Saarländer und Saarländerinnen" sagt sie, "desto weniger arbeitslose Saarländerinnen und Saarländer."

„Eine wesentliche Ursache für den Geburtenrückgang“, so Linke-Chef Linsler, „ist das erklärte Ziel der Landesregierung, niedrig bezahlte, flexiblem Arbeitsplätze an der Saar zu fördern. Im Ergebnis arbeiten immer mehr Saarländerinnen und Saarländer auf schlecht bezahlten und ungesicherten Arbeitsplätzen. Junge Leute die nicht wissen, ob sie in ein paar Monaten noch Geld auf dem Konto haben, können keine Familie gründen und erst recht keine Kinder in die Welt setzen.“ Nur eine neue Wirtschafts- und Sozialpolitik, die wieder auf gesicherte Normalarbeitsverhältnisse setzt, könne den Bevölkerungsschwund an der Saar stoppen, betont der Landesvorsitzende der saarländischen Linken.

„Das Saarland wird durch den anhaltenden Wegzug von jungen, qualifizierten Arbeitskräften und dem dramatischen Geburtenrückgang mehr und mehr zum Aussteigerland“, so SPD-Generalsekretär Reinhold Jost zu den jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes zur Bevölkerungsentwicklung im Saarland.

„Die Landesregierung verspielt durch ihre verfehlte Bildungs- und Familienpolitik die Zukunft unseres Landes“, so Jost weiter. „Der massive Bevölkerungsrückgang der letzten 9 Jahre ist das Ergebnis von 9 Jahren CDU-Regierung im Saarland. Während unter der SPD-Landesregierung zwischen 1992 und 1996 noch 4.000 Menschen mehr ins Saarland eingewandert sind als das Land verlassen haben hat sich dies nun umgekehrt:
Alleine 2006 und 2007 haben unserem Land im Saldo diese 4.000 jungen Leistungsträger und Familien wieder den Rücken gekehrt.

Iris Mohn betont ausdrücklich, dass der Bevölkerungsrückgang auch etwas gutes hat. "Da in unserer Gesellschaft die Nachfrage den Preis bestimmt, muss gesehen werden, je weniger Saarländer und Saarländerinnen z.B. eine Wohnung mieten wollen, desto billiger werden die Wohnungsmieten, da mehr Wohnungen vorhanden sind als es Mieter gibt. Oder nehmen Sie beispielsweise das Parkplatzproblem in der Saarbrücker Innenstadt. Je weniger Saarländer dort herum fahren desto eher bekommen Sie einen Parkplatz. usw.."