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Rote
Verschwörung aufgedeckt
LINKE Bundestagsabgeordnete Bulling Schröter will rote Sonne über
dem Freistaat Bayern aufgehen lassen
Von Claude Michael Jung
Am Abend des 28. September 2008 wird es keinen Sonnenuntergang im weiß-blauen
Freistaat geben. Stattdessen wird eine rote Sonne südlich des Weißwurstäquators
aufgehen und die Botschaft: „DIE LINKE hält Einzug in den Landtag“
auf die Erde
Bayerns hernieder schleudern. Nur wenige Minuten später wird das
blau weiße Firmament zusammenstürzen. In München wird
die germanische Amazone Bavaria,
Schutzpatronin des Landes, ihren Sockel auf der Theresienwiese räumen
und Platz machen für ihre Nachfolgerin, Eva Bulling Schröter,
Chefin der LINKE in Bayern. Dies verkündete der CSU Astrologe Ludfick
Furzelhuber dem noch amtierenden Ministerpräsidenten Bayerns Günther
Beckstein, sowie dem CSU Vorsitzenden Erwin Huber. Beiden stand bei der
Verkündigung des Menetekels der blanke Horror im
Gesicht, so als sei ihnen der babylonische König Belšazar persönlich
erschienen.
Seit der Demontage Edmund Stoibers durch die Fürther Hexe Gabriele
Pauli taumelt und torkelt die CSU von einer Katastrophe in die Nächste.
Da waren die Pleiten mit dem Transrapid, dem „Edmund Stoiber-Express
für Arme“ und das Desaster mit der Bayern-LB. Hinzu kommt das
glücklose fungieren der beiden Stoiber Prinzen Beckstein und Huber,
die wie Kasperl und Seppl über die bayrische Politbühne stolpern
und keinen Fettnapf auslassen. Die Moas zum Überlaufen gebracht hat
aber das „strengste Nichtraucherschutzgesetz aller deutschen Bundesländer“,
dass selbst die
krachledernen Trachtenvereine und Schuhplattergruppen gegen die CSU auf
die Palme gebracht hat. Es bröckelt unaufhörlich bei der CSU
und der schlimmste anzunehmende Unfall (SAU), der Einzug der Linken ins
Parlament der Bajuwaren, scheint nicht mal
mehr mit der Hilfe des Allmächtigen aufzuhalten zu sein.
Seit Wochen schon tobt Franz Josef Strauß auf seiner himmlischen
Wolke herum. Dem Engel Aloysius hat der ehemalige Herr Bayerns bereits
zweimal seine Harfe um die Ohren gehauen. Das Flehen des schwarzen Metzgersohnes,
der Herr möge eine Sintflut
oder eine Feuersbrunst, am besten Beides, über Bayerns LINKE hernieder
kommen lassen, wurde vom Beauftragten des Himmels für irdische Katastrophen
ignoriert. Wie Franz Josef Strauß erfahren musste, soll der für
irdische Katastrophe zuständige
Erzengel vom Typ Cherubim, ein Kegelbruder von Karl Marx und Friedrich
Engels sein und sich mit Marx, Engels und anderen linken Erzengeln, gemeinsam
gegen die CSU
verschworen haben. Selbst der Schwur von Franz Josef Strauß, das
alljährliche Münchner Oktoberfest zu Gunsten eines deftigen
Passionsspiels abzusagen. ignorierten die himmlischen Verschwörer.
Derweil sucht der bayrische Verfassungsschutz nach Schwachstellen im
Leben der linken Anführerin Eva Bulling Schröter. Durchforstet
wird alles, was den Einzug der Roten Garde in das Weihrauch geschwängerte
Palaver der Bayern noch im letzten Moment
verhindern könnte. So soll Bulling Schröter bereits mehrmals,
rittlings auf einem Besen sitzend, im Sturzflug über der Bayrischen
Staatskanzlei aufgetaucht sein,
berichtet ein Spätheimkehrer aus einem Biergarten der Landeshauptstadt.
Auch ein Papier, worauf die rote Eva die Zwangskollektivierung der bayrischen
Bauern, die Verstaatlichung der Schlüsselindustrien, wie das gesamte
Brauereiwesen des Freistaats, den BMW Konzern und den FC Bayern München
fordert, soll in der
„Abteilung Dreckschleuder“ der bayrischen Staatsschützer
aufgetaucht sein und dort
eifrig gelesen werden, berichten gewöhnlich gut unterrichtete Quellen.
Auch die vor kurzem erhobene Forderung Eva Bulling Schröters, den
Bundestagsabgeordneten die Diäten an die Entwicklung des Sozialhilfesatzes
zu koppeln liegt Bayerns
Staatslenkern schwer im Magen. Die Vermutung liegt nahe, DIE LINKE will
nach der Landtagswahl die Regierung des Freistaates nach Leistung bezahlen,
was zu einer Herabsetzung der Minister und Bonzengehälter noch unter
Hartz IV Niveau führen
müsste.
Unterdessen hat das internationale Hochglanzmagazin „Zappenduster“
Fotos von Eva Bulling Schröter, worauf diese in knappen Lederhosen
zu sehen ist, verbreitet. „Mit Latexfotos wie bei Gabriele Pauli
konnten wir leider nicht dienen“, so Michel Mumpitz, Redakteur für
die scharfen Seiten beim „Zappenduster“. Mumpitz fügt
an:
„Leider sind die Fotos, die Eva Bulling Schröter in knappen
Krachlederhosen zeigen, schon in ihrer Kindheit entstanden und auch nicht
besonders scharf und ein wenig
unterbelichtet, jedoch wer soviel Bein zeigt, rückt in Bayern immer
verdächtig nah an Lola Montez, die dem guten König Ludwig I.
einst den Verstand geraubt hat,
heran“. Michel Mumpitz weist darauf hin, dass wegen Eliza Rosanna
Gilbert, alias Maria de los Dolores Porris y Montez (Lola Montez), drei
bayrische Regierungen
zurücktreten mussten und sogar zuletzt im März 1848, der König
selbst.Wie Michel Mumpiz befürchtet, steht bei einem Einzug der Linken
in das Hohe Haus
Bayerns, dem Freistaat mindestens der Abtritt von Kasper Günther
Beckstein und seinem Seppl Erwin Huber bevor. Ob das unglückliche
Duo dem Märchenkönig Ludwig II. in den Starnberger See nachfolgen
wird, vermag in Bayern derzeit noch niemand zu prognostizieren.
Während die CSU im beginnenden Wahlkampf das brave Volk zu Bittprozessionen
für das
christlich-soziale Bayern aufrufen und DIE LINKE als Geissel Gottes brandmarken
will, beabsichtigt Bayerns LINKE eine wahre Alternative für enttäuschte
Wähler von SPD, FDP, DIE GRÜNEN und natürlich ganz besonders
für die Wähler der regierenden CSU
zu sein. Umfragen zufolge könnte DIE LINKE in Bayern alleine schon
mit der Ankündigung, das Raucherdiskriminierungsgesetzes aufheben
zu wollen, ein
Wählerpotenzial von mindestens 20 Prozent erreichen. Selbst rauchende
Anhänger der Monarchie würden DIE LINKE in Bayern wählen,
wenn diese den blauen Dunst im Gasthaus dem Weihrauch im Gotteshaus gleichsetzen
würde. Einige Saupreissn sollen bereits Wetten angenommen haben,
dass es der Roten Eva und ihrer Truppe gelingt, am 28. September über
Bayern die rote Sonne aufgehen zu lassen. Bei der CSU jedenfalls will
momentan niemand dagegen wetten.
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