Politbarometer:
SPD ohne Fallschirm auf dem Weg in die Tiefe
Auch Saar-Sozis müssen Absturz befürchten
Von
Claude Michael Jung
Nach dem Desaster bei der Europa-Wahl ist die SPD
im aktuellen ZDF-Politbarometer
weiter dramatisch abgestürzt. Die Sozis verlieren im Vergleich zu
Ende Mai in der
politischen Wählergunst acht Prozentpunkte und stürzen auf 22
Prozent ab. Schuld an
der Misere, so wird in Berlin gemunkelt, sei Kanzlerkandidat Frank Walter
Steinmeier, der auf die Wähler wie ein eingeschlafener Beamter aus
dem Witzblatt
wirke. Auch Parteichef Müntefering habe die Ausstrahlung einer sauren
Zitrone, wird
ein hemdsärmeliger Jungsozi zitiert. Gerüchte verdichten sich,
wonach bei einem
erneuten Debakel bei der anstehenden Bundestagswahl im Berliner Willy
Brandt Haus
wieder mal Köpfe rollen sollen. Nach dem Flopp mit Matthias Platzeck
und der
gelungenen Treibjagd auf Kurt Beck scheinen die Sozis bereits wieder auf
der Suche
nach Einem zu sein, der dumm genug ist das Traineramt über das letzte
Aufgebot im
demolierten Sozenstadel zu übernehmen.
Wie das investigative Politmagazin Zappenduster
erfahren hat, sucht die SPD bereits
verzweifelt über die Parteigrenze hinweg nach einem geeigneten Nachfolger
für Franz
Müntefering und die Schlafmütze Steinmeier. Felix Magath und
Jürgen Klinsmann sollen
bereits abgewinkt haben, Verona Pooth und Boris Becker seien nicht zu
erreichen
gewesen und selbst in Holland sei derzeit leider kein Trainer mehr abkömmlich,
schreibt das Blatt. So dringen denn immer mehr Fäulnisgase aus dem
Berliner
Sozenzentrum in die Umwelt.
Zwar sind nach der letzten Kaffeesatzlesung die
Sozis im Saarland noch nicht ganz in
den Abstiegsstrudel der Bundespartei eingetaucht, sie führen derzeit
in der
Wählergunst sogar leicht vor der Linken, jedoch das könnte sich
rasch wieder ändern.
Auch im Saarland dürfte die anstehende Landtagswahl zum Killerspiel
der Wählerrinnen
und Wähler für die asozialen Sozis werden. Dort wo die Linke
bei der Kommunalwahl
den Hartz IV genannten Sozialraub massiv thematisiert hat, konnte sie
zweistellige
Ergebnisse einfahren. Gerade im Saarland herrscht durch die Wirtschaftskrise
große
soziale Verunsicherung. Vom Facharbeiter zum 1 Euro-Sklaven ist der Weg
kurz. Sozial
und wirtschaftspolitisch haben die Sozis an der Saar außer unausgegorenen
Wahlversprechern nichts zu bieten. Die politischen Erfahrungen ihres
Spitzenkandidaten Heiko Maas beschränken sich auf das zehnjährige
Praktikum als
Hofnarr unter dem Schreibtisch von Saarfürst Peter Müller (CDU).
Einen Narren an der
Spitze der künftigen Landesregierung können und wollen sich
die Saarländer aber
sicherlich nicht leisten.
So wird wohl auch die Landtagswahl im Saarland
zu einer der vielen verlorenen
Schicksalswahlen für die geschröderte, gemüntete und gestruckte
Agenda 2010-SPD
werden. Zwar tönte SPD Vizechefin Andrea Nahles im Interview mit
dem Hamburger
Abendblatt (Samstagsausgabe): Wir kriegen den Hintern schon wieder hoch.
Der Hintern
von Andrea Nahles und ihrer Rektalpfeifen steht jedoch im Saarland nicht
zur Wahl.
Ob und wie Frau Nahles ihren Hintern wieder hochkriegt und ob die Wählerinnen
und
Wähler dann den Ärschen der Sozis folgen, wird den Saarländern
bei ihrer Stimmabgabe
eher egal sein. Zwischen einer sozialdemokratisierten Union und der Linken
wird die
SPD immer weiter püriert und entsaftet. Was bleibt ist ungenießbar
und gehört auf
den Komposthaufen der Geschichte.
Au, den 13. Juni 2009 |