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| artefox - ausstellung ... | |||||||||||
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(G.M.) Saarbrücker Zeitung (SZ) hat Angst vor dem roten Mann und widerlegt die landläufige Redensart, dass Kunst nichts bewegen, nichts verändern kann. Die SZ berichtete am 4.6.09 in einem Beitrag über die Ausstellungswoche der Saarbrücker Künstlergruppe artefox und über das täglich stattfindende Rahmenprogramm. Doch ein Programmpunkt wurde in der Berichterstattung ausgespart: Bernd Rausch - Objektbesprechung Lenins Köchin says.... Danke, Saarbrücker Zeitung, auf Dich ist Verlaß. (SZ = Monopoltageszeitung im Saarland). |
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| 2010
Glanz und Elend der saarländischen Kunstgruppe Artefox |
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Fünf Kunstobjekte jenseits der Kunst-Waren-Welt von Bernd Rausch ... | ||||||||||
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Performance - Moderation Steffen Gresch, Autor Bernd Rausch Das Objekt: Lenins cook (Köchin) says: It is time for the revolution. Wäre Lenins Köchin zudem noch Sängerin, hieße ihr Song It is time for the revolution. Mit dem Kochlöffel würde sie den Tellern, Tassen und Kochtöpfen ihren Sound abverlangen. Wichtig in unserem Zusammenhang ist allerdings nicht, ob Lenins Köchin singt oder ob sie sagt: It is time for the revolution. Wichtig in unserem Zusammenhang ist nicht die Form, sondern einzig der Sinn des Dargebrachten. Zwei Fragen gilt es festzuhalten: Bei Betrachtung der Darstellung des Objektes von Lenins Köchin says ... ist mit einigem Vorstellungsvermögen ein Gespenst zu erkennen, ein sehr flüchtiges Wesen. Es entspringt nicht Marxens Satz aus dem Kommunistischen Manifest: Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus. Es bleibt die Frage: Wer ist dieses Gespenst, dieses flüchtige Wesen? Ein Papierknäuel, das mit einer langen Schraube auf dem Untergrund befestigt ist, hat als Inhalt Unterlagen zu einer Wahl, die bei Licht besehen keine ist. Da ein Kunstwerk als komplexes Gebilde Empfindungen seiner Umstände und seines Zusammenhangs als Voraussetzung hat, kommen Sie jetzt nicht mehr unvorbereitet zu unserer Veranstaltung am Freitag, den 5.6.09 ab 19 Uhr in der Galerie Nauwies 19. Gudrun Müller: "Am 5.6.09 fand die Performance: Lenins Köchin says ...in der Galerie NN in Saarbrücken statt. Akteure: 1. Das Kunstwerk selbst, 2. der Moderator Steffen Gresch, 3. die Gäste, 4. der Künstler und Autor Bernd Rausch. Der obere Teil des Textes war als Einladungstext einem Teil der Gäste bekannt. Am Abend des 5.6.09 führte Steffen Gresch mit eben diesem Text in die Bildbetrachtung ein. Der nachfolgende Text war bis zu diesem Abend einzig dem Autor bekannt." Die dritte Frage vornweg: Wer ist dieses Gespenst, dieses flüchtige Wesen? Lenins Köchin sagt: Das Gespenst im Kunstwerk: von "Lenins cook (Köchin) says: It is time for the revolution" ist das sich verflüchtigende, das sich wie in einen Furz auflösende Kapital dieser ökonomischen Krise. Frage zwei: Wer ist eigentlich Lenins Köchin? Lenins Köchin sagt: Lenin hat einmal über mich gesagt: "Jede Köchin muss in der Lage sein, die Staatsmacht zu übernehmen." Ob Lenin ein Gourmet war ist nicht überliefert, dass er allerdings der Köchin die große Aufgabe der Staatsmacht in die Hände legte, ist doch eine schöne Metapher, oder? Zur Frage eins: Warum sagt Lenins Köchin heute und nicht gestern oder morgen: It is time for the revolution? Diese Aussage betrifft die Bedingungen des objektiven und des subjektiven Faktors jeder bedeutenden Veränderung. Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben die Träger und Profiteure der kapitalistischen Barbarei entkleidet. Der Kaiser ist nackt und sieht beschissen aus. Die anhaltende kapitalistische Krise ist eine objektive historische Situation, welche die Transformation der kapitalistischen Verhältnisse in humane sozialistische/kommunistische ermöglicht . Der subjektive Faktor: Lenin sagte: Jede Köchin
muss in der Lage sein, die Staatsmacht zu übernehmen. Lenins Köchin
sagt: Laßt uns das Zeitfenster der objektiv-möglichen Situation
nutzen, im Sinne der Abschaffung der kapitalistischen Barbarei, laßt
uns die Staatsmacht übernehmen, die Mehrwertproduktion der kapitalistischen
Ökonomie außer Kraft setzen und eine neue Gesellschaft aufbauen Bernd Rausch |
Zur
Ausstellung 2009 |
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