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DIE LINKE
Bezirksverband Saarbrücken Mitte
Saarbrücken, 13.5.2008

Presseinformation

Die Linke fordert Barrierefreiheit für Menschne mit Behinderungen.
Behördensprache muss barrierefrei werden

DIE LINKE Saarbrücken Mitte fordert eine einfache und an den natürlichen
Ausdrucksformen der Bürgerinnen und Bürger orientierte Sprache in Anträgen und
Behördenbescheiden. Mike Botzet, Spitzenkandidat der Partei für die Bereichsliste
Saarbrücken Stadt zur Regionalversammlung sieht hier derzeit noch große Defizite:
„Viele Menschen können den Inhalten von Formularen und Bescheiden gar nicht oder
nicht richtig verstehen. Durch eine komplizierte Behördensprache werden Hürden und
Barrieren beim Zugang zu sozialen Leistungen geschaffen. Dies gilt nicht nur für
Menschen, die aufgrund einer Behinderung oder infolge des Alters beim Lesen und
Verstehen von Texten eingeschränkt sind, sondern auch für viele andere. So sind in
Deutschland 2004 nach Schätzungen 0,6% der Erwachsenen totale sowie zwischen etwa
6,5% und 11,2% funktionale Analphabeten, denen durch eine komplizierte
Sprachverwendung eine Integration in die Gesellschaft schwer fällt. Auch die
zunehmende Zahl älterer Menschen erfordert eine verständliche Sprachverwendung durch
die Behörden.“

Nach Ansicht der Linken muss bei der Verwaltungssprache ein grundsätzlicher
Orientierungs-Wandel einsetzen. Mike Botzet betont: „Nicht der Bürger muss sich
bemühen, die Behörden zu verstehen. Die Behörden müssen sich bemühen, sich
verständlich auszudrücken. Eine
einfache und verständliche Sprache ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. In Bezug auf
behinderte Menschen gilt insbesondere: Barrierefreiheit kann und muss auch durch
eine einfache und an der Lebenswelt der Kunden orientierte Schriftsprache
hergestellt werden. Die wirklich große Herausforderung ist nicht die, etwas
möglichst verklausuliert, sondern
möglichst einfach und zielgruppenorientiert auszudrücken.“

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