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Täter im Dritten Reich (II)
Biografische Annäherungen an Männer aus der Region
Trier (sk) - Im zweiten Teil der Täter-Reihe (erster Teil am 18.11.2008)
werden
Leonhard Drach und Gustav Simon porträtiert. Drach war zur Zeit der
deutschen
Besatzung Luxemburgs Staatsanwalt beim dortigen Sondergericht. Als Vertreter
der
Anklage beim Standgericht, das aus Anlass des Generalstreiks im Jahre
1942 gebildet
worden war, wirkte er an den Todesurteilen für 20 Luxemburger mit.
Sie wurden im KZ
Hinzert vollstreckt. Drach wurde trotz Kenntnis dieser Umstände in
den Justizdienst
des Landes Rheinland-Pfalz übernommen, wo er zuletzt als Oberstaatsanwalt
in
Frankenthal tätig war.
Ebenfalls einen Bezug zu Hinzert hat der zweite NS-Täter: Gustav
Simon. Simon
gründete 1926 die Ortsgruppe der Nazi-Partei in Hermeskeil. Nach
dem deutschen
Überfall auf das Großherzogtum Luxemburg 1940 wurde Simon Chef
der Zivilverwaltung
und damit verantwortlich für den mit Zwang und Terror durchgeführten
Versuch der
Eindeutschung Luxemburgs. So war Simon auch verantwortlich
für die blutige
Niederschlagung des Generalstreiks 1942. Das KZ Hinzert befand sich im
Gebiet des
NS-Gaus Trier-Birkenfeld-Koblenz (ab 1941 Gau Moselland unter
Einbeziehung
Luxemburgs), dem Simon von 1931 bis 1945 vorstand.
Referent des Abends ist Joachim Hennig, Koblenz; Richter am
Oberverwaltungsgericht. Hennig ist Mitglied des Sprecherrates
der
Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen
zur NS-Zeit
in Rheinland-Pfalz. Er wurde aufgrund seiner Verdienste um die Gedenkarbeit
im Jahr
2008 mit dem Kulturpreis der Stadt Koblenz ausgezeichnet.
Datum: Donnerstag, 12. Februar 2009
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte ehem. SS-Sonderlager KZ Hinzert
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. in Kooperation mit der
Evangelischen
Studentinnen- und Studentengemeinde Trier, dem Förderverein Gedenkstätte
KZ Hinzert
e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.
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Neonazis attackieren Teilnehmer der Dresdner
Großdemonstration gegen Rechts aufAutobahnparkplatz
DGB und Linke sprechen von mindestens einem Schwerverletzten
Jena /Homburg (sk) Auf der Rastanlage Teufelstal in Thüringen
sind fünf Menschen
von Rechtsextremisten attackiert und verletzt worden. Nach einem MDR-Bericht
kommen
die mutmaßlichen Angreifer aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz,
Hessen und Schweden. Der Reisebus der Rechtsextremen ist im saarländischen
Homburg zugelassen. Bei den
Opfern handelte es sich um Kundgebungsteil-nehmer aus Nordhessen.
Die Opfer waren bei einer Fahrpause auf dem Rückweg von der Demonstration
"Geh
Denken" in Dresden. Als die Gruppe zu ihren Bussen zurückging,
wurde sie von
Rechtsextremisten angegangen, die aus einem später eintreffenden
Bus ausstiegen. Die
Neonazis attackierten die Opfer zunächst verbal, dann körperlich.
Insgesamt gab es nach Polizeiangaben fünf Verletze unter den Rück-kehrern
von der Dresdner Großdemonstration gegen Rechts.
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