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Zwölflinge im Saarland ohne ärztliche Hilfe und Hebamme geboren

Papa Pico kann' s nicht fassen

Von Claude Michael Jung

Bundesfamilienministerin Uschi von der Leyen hat allen Grund zur Euphorie. Im
Saarland wurden erstmals seit der Wiedervereinigung von Mischlingshund Ost mit Mischlingshündin West Zwölflinge geboren. Wie Papa Pico seinen Kumpels beim Spaziergang mit Herrchen zubellte, sei der komplette Wurf samt Mama Lizzy wohlauf. Die Kleinen hätten bereits einen kräftigen Zug an Mamis Zitzen entwickelt. Bei der Vorstellung des Familienreports betonte der stolze Vater, bei der Geburt hätte es nur so geflutscht, die Hilfe eines Veterinärs, oder einer Hebamme sei vollkommen unnötig gewesen. In diesem Zusammenhang bedankte sich Pico auch bei Hauskatze Rabauka die, so Pico, ohne größeres Lamento ihren Korb geräumt hätte, um das Platzangebot für die Welpen zu erweitern. Raubaka habe Zuflucht in den Gardinen gefunden und bestaune von dort aus die neue Familienidylle.

Derweil ist es vor Picos Domizil zu tumultartigen Szenen gekommen. Sogar Fletscher, die Dogge aus dem Nachbarhaus musste scharf intervenieren, um die sensationslüsterne Reportermeute der Boulevardpresse und der privaten TV Sender aus der, ansonsten ruhigen Wohngegend zu vertreiben. Laut Fletscher ist es zu herrlichen Jagdszenen gekommen, man habe im Viertel so richtig die Sau rauslassen können. Anwohner berichten, ein Vertreter der saarländischen CDU Landesregierung, der im Auftrag seines Herrn, dem glücklichen Paar zur Geburt der zwölf neuen Erdenbürger gratulieren wollte, habe sich in den höchsten Ast eines Nussbaums geflüchtet und weigere sich diesen zu verlassen, solange Fletscher am Fuß des Baumes immer noch
lautstark betone, er habe ihn zu fressen gerne.

Wie weiter bekannt wurde suchen Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk noch
immer vergebens nach einem Vetreter der Gemeinde, der mit einem neu berechneten
Hundesteuerbescheid zu Picos und Lizzys Domizil unterwegs gewesen war. Rotweiler
Rocco, Rudelführer der Polizeihundestaffel hatte nach eigenen Angaben mit seiner
Vorausabteilung ein verdächtig riechendes Individuum verfolgt, dieses aber aus den
Augen verloren, als es anscheinend in Panik geraten, in einem nahe gelegenen Weiher
Zuflucht gesucht hatte. Laut Rocco wollte sich niemand der Verfolger bei der Aktion
den Pelz nass machen, nur um den Steuerbescheid der Gemeinde ins Trockene zu bringen.

Unterdessen hofft die glückliche, jedoch leicht gestresste Hundemutter Lizzy auf
ruhigere Tage. Einladungen zu Castingshows hat sie im Namen ihrer Welpen abgelehnt.
Auch auf rührende Homestorys rund ums Hundekörbchen will die stolze Hundemama gerne verzichten. Wenn Lizzy ihre Welpen zur Adoption freigibt, wünscht sie sich
allerdings, dass all ihre Welpen in gute Hände mit Hundeverstand kommen. Den
zukünftigen Herrchen und Frauchen wünscht Lizzy, dass sie niemals in die Fänge der
Hartz IV. Verbrecher in diesem Land geraten. Lizzy weis, dass immer mehr Hunde
hinter Gittern im Tierheim landen, weil der Staat den Menschen kein Geld mehr zum
Leben gönnt. „Bei der nächsten Wahl, keine Stimme den Hartz IV Parteien“, sagt Lizzy
und säugt ihren hungrigen Nachwuchs.

Saarpatriot des Tages: Linke Landeschef Rolf Linsler


Existenz des Saarlandes nicht aufs Spiel setzen


Saarbrücken (sk) - Der Landesvorsitzende der Saar-Linken, Rolf Linsler, hat die von
Ministerpräsident Müller gebilligte Länderschuldenbremse scharf kritisiert. „Peter
Müller hat ein schlechtes Geschäft gemacht. Wenn die 6,5 Milliarden Euro, die die
Regierung Lafontaine für das Saarland locker gemacht hatte, nicht ausgereicht
hätten, dann ist jedem Grundschüler klar, dass die von Müller ausgehandelte Summe
von über zwei Milliarden Euro völlig unzureichend ist.“

Auch wenn man die 260 Millionen Euro im Jahr gegenrechnen würde, fehlten bald im
Landeshaushalt rund 500 Millionen Euro. Linsler: „Wenn Müller der Länderschulden-bremse zustimmt, dann kann er das nur, wenn er die Selbstständigkeit des Landes schon aufgegeben hat.“ Linsler weiter: „Die SPD darf nicht umfallen und einer Verfassungsänderung zustimmen, die das Ende des Saarlandes bedeutet.“

Dagegen schaut der Saarbrücker Thekenphilosoph Max Flabbes auch weiter gelassen in
sein Glas. Laut Flabbes gerät das Saarland derzeit keinesfalls in Gefahr von einem
feindlich gesinnten Bundesland gefressen zu werden. Für den Thekenphilosophen steht
zweifelsfrei fest, je höher der Schuldenpegel, desto geringer die Lust für andere
das Saarland zu verschlucken. Erst ein saniertes Saarland biete Kannibalen, wie dem
pfälzer Häuptling Kurt Beck genügend Anreize, seine Wampe auch mit Schwenkbraten und
Lyonerring zu füllen. Max Flabbes erteilt der geplanten Schuldenbremse eine klare
Absage und sagt: „Was du heute kannst verjubeln, das verschiebe nicht auf morgen“!

Die Linke - Eine sehr traurige Geschichte. Aber wenn Sie zufällig in der Partei Die Linke sind, vertreten Sie bitte die Interessen der Erwerbslosen und der prekär Beschäftigen.
Die Red. Stadtadtzeitung


Aufruf zur Mitarbeit in der Bundesarbeitsgemeinschaft Hartz IV zur Interessenvertretung der Erwerbslosen und prekär Beschäftigen in und bei der Partei DIE LINKE

Im letzten Monat haben Mitglieder aus mehreren Landesarbeitsgemeinschaften die BAG Hartz IV gegründet.

Die konstituierende Sitzung der BAG soll am 06. März 2009 um 13.30 Uhr in Berlin stattfinden.

Auf dieser Sitzung sollen Satzung und Gründungserklärung beraten und beschlossen werden.
Ferner sollen die Sprecherinnen und Sprecher gewählt werden. Die Wahl kann bei Vorliegen einer Wahlbewerbung auch in Abwesenheit der Kandidatin / des Kandidaten erfolgen.

Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise werden noch mehr Menschen in diesem Lande von Hartz IV und prekärer Arbeit betroffen sein. Zur wirksamen Interessenvertretung der Betroffenen innerhalb der Partei sind sowohl eine starke Basis in den Ländern als auch eine Vertretung auf Bundesebene erforderlich.

Wir rufen alle Erwerbslosen, Geringverdiener und alle an diesem Thema Interessierten in der Partei DIE LINKE auf, der BAG beizutreten. Zusätzlich sieht der Satzungsentwurf den kollektiven Beitritt von Landesarbeitsgemein-schaften vor.

Beitrittswillige, die keiner kollektiv beigetretenen Landesarbeits-gemeinschaft angehören, müssen ihren Beitritt schriftlich erklären. Bitte das Beitrittsformular ausfüllen und per Post senden an:
LAG Hartz IV Berlin c/o LinksTreff Wedding, Malplaquetstr. 12, 13347 Berlin

Für den Koordinationskreis


Karin Schwabe(LAG Hartz IV Berlin), Werner Schulten(LAG Hartz IV Berlin), Dieter Hetzel(LAG Hartz IV Berlin), Ralf Knocke (NRW), Norbert Schepers (Bremen), Manfred Steglich (AG Mindestsicherung Hamburg, Bremen), Bernd Nellissen (NRW), Harry Bleckert (Schleswig-Holstein), Ralf Hagelstein (LAG Arbeit HH), Harald Gatermann (LAG Beistand & Beratung Bremen)