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05.11.10 - Deutschland 2010-Die einen hetzen - die anderen morden
Rassistischer Mord in Leipzig: Schluss mit der Hetze gegen Migranten!

Neonazis ermordeten den 19jährigen Iraker Kamal K. am vergangenen Sonntag in Leipzig. Auf der gestrigen Demonstration gegen Rassismus in Leipzig erklärt Christine Buchholz, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der Partei DIE LINKE:

Unsere Solidarität gilt der Familie und den Freunden von Kamal. Die heutige Demonstration gegen Rassismus ist ein wichtiger und richtiger Protest. Die Neonazis ermordeten Kamal, nachdem viele Medien wochenlang die rassistischen, islamfeindlichen Thesen von Thilo Sarrazin verbreiteten. Zu diesem Klima trugen auch Unions-Politiker wie Horst Seehofer bei, der Öl ins Feuer der Hetze gegen Migranten goss, indem er einen Zuwanderungsstopp für Migranten aus muslimischen Ländern forderte.

Die unsägliche, so genannte "Integrationsdebatte" ist nichts anderes als ein Ablenkungsmanöver, um Sozialabbau und Politik für Konzerne besser durchsetzen zu können. Die rassistische Debatte muss sofort beendet werden, bevor noch mehr Menschen aufgrund ihrer Herkunft ermordet werden. Die Mehrheit der Bevölkerung kann den Nazis zeigen, dass sie ihren Terror ablehnt. DIE LINKE ruft dazu auf, den europaweit größten Naziaufmarsch im Februar 2011 in Dresden zu verhindern. Dieses Jahr ist es durch den Protest von zehntausenden Menschen gelungen, den Naziaufmarsch in Dresden zu blockieren.

www.red-skins.de/wrash/index.php/news.szene/Leipzig-Rassistischer-Mord.html

Todesopfer rechter Gewalt 1990 - 2010: www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/todesopfer-rechter-gewalt

 

Auschwitz-Überlebender Alex Deutsch Ehrengast am 9. November 2010 in Homburg

Alex Deutsch und Doris Loeb am 21. Januar bei der Eröffnung der Ausstellung in der Sankt Ingberter Buchhandlung Friedrich - Foto: Palina Hunger

Homburg – Am Dienstag, dem 9. November, lädt die Stadt Homburg zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen und der Katholischen Erwachsenenbildung zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 ein. Das Programm wird gestaltet von der AG Geschichte der 10. Klasse an der ERS Kirkel-Limbach, vom Grundkurs Geschichte der 12. Klasse am Saarpfalz-Gymnasium und vom Grundkurs Evangelische Religion der 12. Klasse am Mannlich-Gymnasium. Ab 17 Uhr ist die Protestantische Stadtkirche geöffnet. Schülerinnen und Schüler werden dort erklärend durch eine Ausstellung zur Judenverfolgung im Saargebiet führen.

Um 18 Uhr beginnt in der Stadtkirche die eigentliche Gedenkfeier. Ehrengast wird Alex Deutsch sein, ein Überlebender des Vernichtungslagers Auschwitz, der sich für Aufklärung und Versöhnung einsetzt. In der Feier präsentieren die Schulklassen Ergebnisse der Auswertung von Akten der Staatsanwaltschaft über die Pogromnacht sowie das Projekt “Provozierend echte Menschen” über Gestalten des Alten Testaments.

Motto der Veranstaltung ist “Erinnerung für morgen”. Das Gedenken an die NS-Zeit soll in heute gelebte Zivilcourage umgesetzt werden.

An die Feier in der Stadtkirche schließt sich ein Schweigemarsch zur Ruine der Synagoge an. Dort spricht Beigeordneter Rüdiger Schneidewind ein Grußwort. Die musikalische Umrahmung besorgen die Cellistin Bettina Sander und das Vocalensemble der Städtischen Musikschule.