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Trotz Wirtschaftskrise könnten neue Fußballsterne an Europas Himmel aufgehen

Neue Fußballsterne an Europas Himmel - Gibraltar, Saarlandund Ostdeutschland schon bald Mitglieder der UEFA?


Von Claude Michael Jung


Nach spanischen Medienberichten haben mehrere tausend Fußballbegeisterte zum Jahresende bei einem Marsch durch Bilbao eine eigene Fußball-Nationalmannschaft für internationale Wettbewerbe gefordert. Großbritannien sei dies erlaubt mit Teams von
Schottland und Wales, es sollte auch bei Spanien oder Frankreich der Fall sein, so die Begründung der Fans.

Vom Baskenland aus droht der fußballerische Separatismus auf ganz Europa überzuschwappen. Auch in Gibraltar, Korsika, Sizilien und dem Elsaß gingen die Menschen auf die Straße und forderten von UEFA Präsident Michel Platini einen Freistoß für ihr Begehren. Selbst auf der Nordseeinsel Helgoland gingen rund ein halbes Dutzend feuriger Nordlichter auf die Straße. Sie drohten damit sich ins Meer
zu stürzen, falls Helgoland nicht umgehend von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) als unabhängige Kickernation anerkannt wird.

Nachdem Belgien politisch immer weiter auseinander driftet, könnte ein
fußballerischer Zerfall des Landes in eine wallonische und eine flämische Nationalelf dem Land vollends den Rest geben und selbst das Königshaus ins Abseits stellen. In Leipzig, Dresden und im Ostteil Berlins forderten Anhänger der runden Lederkugel die Rückkehr von Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack an die Spitze einer ostdeutschen Fußballequipe. Auch Torwart René Adler von Bayer 04 Leverkusen wurde zur Rückkehr in seinen angestammten Strafraum aufgefordert.

Derweil herrscht beim DFB in Frankfurt zum Jahreswechsel tiefe Bestürzung. Ohne die ostdeutschen Spieler werde Deutschland nie wieder ein Sommermärchen teilzeitbesoffener Fans erleben. Auch sei die Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika gefährdet, beklagte ein Vertreter des DFB den scharf geschossenen Elfmeter aus den
neuen Bundesländern. Nach der Neujahrsansprache 2009 von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel will der DFB im Rahmen einer Pressekonferenz eine Erklärung zur Lage der Fußballnation Deutschland abgeben. Ostdeutschen Reportern wurde bereits mitgeteilt, sie hätten gefälligst barfuß oder in Socken an der Pressekonferenz teilzunehmen, damit niemand von fliegenden Fußballschuhen gefoult werden könne.

Unterdessen marschieren bei klirrender Kälte auch Saarländer und Saarländerinnen in den Anstoßkreis. Das Saarland hatte bereits eine anerkannte Fußballnationalelf, die jedoch nach der Okkupation durch die tiefschwarze Bundesrepublik Konrad Adenauers zwangsweise aufgelöst werden musste. Selbst der damalige Saar-Trainer Helmut Schön wurde gezwungen, sein Können für die Reichsinteressen einzusetzen und Typen wie Franz Beckenbauer, Berti Vogts, Rainer Bonhof und Katsche Schwarzenbeck die hohe Dribbelkunst und das Geheimnis der taktischen Foul beizubringen.

„Nieder mit dem DFB“ und „Saarland einig Fußballland“ skandierten aufgebrachte Fans einer eigenständigen saarländischen Fußballnationalelf vor der Saarbrücker Hermann Neuberger Sportschule. Hermann Neuberger (* 12. Dezember 1919 in Völklingen-Fenne; † 27. September 1992 in Homburg) war von 1975 bis 1992 der siebte Präsident des Deutschen Fußball-Bundes DFB. In Neubergers Kommando auf der DFB-Brücke wurde an der Saar und ihren Nebenflüssen Spitzenfußball gespielt. Sogar der 1. FC Saarbrücken war dank Neuberger erstklassig und Gründungsmitglied der Bundesliga. In Neubergers Amtszeit beim DFB fielen die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in der Bundesrepublik Deutschland, der Gewinn der Europameisterschaft 1980, die Vizeweltmeisterschaften in
den Jahren 1982 und 1986 sowie der Weltmeistertitel 1990 in Italien. Dies alles sei genug an Entwicklungshilfe für den bundesrepublikanischen Fußball gewesen, so Manne Schienbein, Fußballprofessor und Spezialist für Blutgrätschen und verbalradikale
Schiedsrichterkritik.

In der kommenden Sylvesternacht wollen zehntausende Saarländer und Saarländerinnen mit dem größten Feuerwerk der Saargeschichte, ihrer Forderung nach einer Rückkehr des jüngsten der alten Bundesländer in die UEFA, Nachdruck verleihen. Mit Böllern
und Raketen sollen die bösen Geister des DFB ein für alle mal ausgetrieben werden.

Nach dem Neujahrskater soll dann ein eigenständiger saarländischer Fußballbund (SFB), in dem auch Thekenmannschaften in den Genuss der Eckball und Abseitslehre kommen sollen, gegründet werden. Fußballpropheten sagen dem Saarland, aber auch Ostdeutschland und Helgoland eine positive Entwicklung voraus. „Das Saarland könne schon bei der WM 2018 eine entscheidende Rolle spielen. Ein Finale zwischen dem Saarland und Brasilien liege im Bereich des Möglichen, so ein Privatgelehrter Saar-Libero zum Abschluss.
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