Angst vor Rezession hat Multimilliardär in den Wahnsinn getrieben
Von Willi Enterich
Heute
in den frühen Morgenstunden wurden die sterblichen Überreste von
Dagobert Duck, dem bekanntesten Geldsack der Welt von einem Polizeihund
vor einem seiner leeren Geldbunker nahe dem bekannten schottischen Loch
Ness gefunden. Erste Ermittlungen von Scotland Fox haben ergeben, dass
der Multimilliardär offenbar Pleite war und deswegen Selbstmord begangen
hat. Laut Angaben seines Neffen Donald war Onkel Dagobert bereits vor
Wochen in die Heimat seiner Vorväter gereist, um dem Kapitalismus, den
er zuletzt verflucht hatte, zu entkommen. Wie aus engsten
Familienkreisen bekannt wurde, wollte sich Dagobert Duck von einem
schottischen Spezialisten gegen das bekannte Pleite-Syndrom behandeln
lassen, wurde aber aus der Klink verwiesen, da er ohne jegliche flüssige
Mittel war. Auch die goldene Mitgliedskarte der amerikanischen
Tea-Party-Bewegung wurde von der Klinik nicht akzeptiert. Dem Wahnsinn
verfallen schmierte der Erzkapitalist noch die Sätze: „Es lebe
der
Sozialismus“ und: „Lang lebe Oskar Lafontaine“ an die Außenmauer
der
Irrenanstalt, bevor er sich auf den Weg zum Loch Ness machte.
Augenzeugen
berichten, Dagobert Duck habe zuletzt in den Straßen von
Glasgaow, Edinburgh, Dundee und Inverness gebettelt und wie die Opfer
des kapitalistischen Systems aus Mülltonnen gelebt, in denen er auch
nachts geschlafen habe. Nur mit Mühe und Not konnte sich der gefiederte
Geldsack in Aberdeen vor einem Fuchs retten, der ihn rupfen und auf
einem Armendinner verspeisen wollte. Der Leichnam von Dagobert Duck wird
in einem Pappkarton auf einem Armenfriedhof bei der Ortschaft
Moneymakers in der Grafschaft High-Profit verbuddelt.
Wie
Dagobert Ducks Anwalt Harold Penny auf einer Pressekonferenz vor der
New Yorker Börse bestätigte, sei sein Klient zuletzt völlig
pleite
gewesen. Fehlspekulationen in Immobilienblasen wie Elfenbeintürme und
Luftschlösser hätten ihn in den Ruin getrieben. Fallende Börsenkurse
und
die Angst vor einer Rezession hätten ihr Übriges bei dem sensiblen
Vorzeigekapitalisten angerichtet und ihn in den Wahnsinn getrieben, so
der sichtlich erschütterte Anwalt.
Inzwischen
wurde bekannt, dass die letzte Habe des Verblichenen, ein
ramponierter Zylinderhut, ein ausgefranster Frack und ein alter
Spazierstock in Kürze bei einem Internet-Auktionshaus unter den Hammer
kommen, um wenigsten einen Teil der Kosten für das letzte Hemd des
Erzkapitalisten zu decken. Dagobert Ducks Neffe Donald will in Kürze
die
geheimen Tagebücher seines Onkels veröffentlichen um endlich auch
mal
ganz große Kasse machen zu können. Einem internationalen Finanzmagazin
vertraute Donald an, sein Onkel habe einfach auf das falsche System
gesetzt und sei jetzt sein Opfer geworden.
Lilis Grüns zweiter Roman „Zum Theater“ ist erschienen

Buchbesprechung von Stefan Gleser
Mit der Hartenstein geht´s bergab. Zuviel Alkohol,
zu wenig Disziplin.
Dazu der Hohn der Kollegen, die sie als die „Marlene Dietrich“
des
jeweiligen Provinzkaffs, in dem die Truppe auftritt, bezeichnen. Seit
zwanzig Jahren die grosse Hoffnung des deutschen Schauspiels. Allmählich
verwischen sich bei der Hartenstein die Grenzen zwischen Kunst und Wirklichkeit.
Was ihr auf der Bühne versagt blieb, der umschwärmte Star zu sein,
will sie privat nachholen. Hätte ihr jemand beim Berufsstart erzählt,
eine alternde Diva sei von zu Hause durchgebrannt und würde vom Ehemann
ins traute Heim zurückgeholt, sie hätte es für eine mässige
Komödie gehalten und sich nach dem Verfasser erkundigt. Heute ist es
ihr Leben. - Die Hartenstein in ihrem abgetragenen Glamour ist die Drohung
fürs Ensemble. So wird es dir ergehen, wenn du nicht fleissig und sparsam
bist. Deshalb hockt die junge Schauspielerin Loni Holl in ihrer spärlich
geheizt Dachstube, bei auf Spirituskocher zubereitetem Essen, und lernt die
Rollentexte unentwegt auswendig
Die Wiener Schriftstellerin Lili Grün (1904 –
1942) hat viel selbst
Erfahrenes in ihre Loni Holl montiert. Grün verlor früh die Eltern.
„Das
Kind darf nicht verwöhnt werden“, war der Erbauungsspruch ihrer
Tanten,
bei denen sie aufwuchs. Während sie als Kontoristin arbeitet, opfert
sie
Freizeit und letzten Groschen, um Schauspielunterricht zu nehmen. Grün
zieht nach Berlin um und das Wunder geschieht, dass sie für das,
weswegen sie früher gescholten wurde, „den Fluchten aus Enttäuschung
und Einsamkeit in die Rolle, ins Theater“ plötzlich Geld und Applaus
erhält.
Leser und Kritiker lobten Grüns Kunst, Elend und enttäuschte Liebe
von
Selbstgerechtigkeit und Anklage zu lösen und sie in jene Zukunft
aufzuheben, in der sich ein selbst nicht so wichtig nehmen lohnen
möchte. Schnoddrig schützt sie ihren von der Tuberkulose zerfressenen
Körper in einen Brief an den Verleger, dass sie „huste wie ein
altes
Pferd“ und „heiser sei wie ein Gewohnheitstrinker“.
1933 verpfuschten ihr die Nazis die Zukunft. Jüdische
Abkunft,
ehemalige Mitarbeit an jetzt verfemten Zeitungen und Kabaretts zwangen
sie ins Pariser Exil. Der reichsdeutsche Buchmarkt war ihr verschlossen.
Ihr zweiter Roman „Zum Theater“ (zuerst als „Loni in der
Kleinstadt“
1935 auf den Markt) kam beim Schweizer Ableger des Zsolnay Verlages
heraus. Ein Jahr zuvor hatte Bundeskanzler Dollfuss das Rote Wien „mit
Kerker und Galgen“ ausgelöscht und so das „wirksamste Antidot
gegen das
Nazigift“ wie Alfred Polgar schrieb, beseitigt.
Wie im Austrofaschismus gelesen werden und trotzdem
diesen attackieren?
Sie wendet einen klassischen Trick an und lässt ihre Schauspieler in
einem anderen Land, das nie erwähnt wird und die einzige Demokratie weit
und breit war, gastieren: in der Tschechoslowakei. Die Grün lädt
den
Leser zum Vergleich ein.
Wenn der Notar und Theaterkritiker Dr. Liebig im Kaffeehaus
nach
ausländischen Zeitungen schreit, weil er vor den eintretenden
Schauspielerinnen imponieren möchte, dann wird zwischen den Zeilen an
das Verbot der Arbeiterpresse in Österreich erinnert. Die Loni liegt
„gut und faul“ an der Seite ihres neuen Freundes Peter Störr,
dem
Regisseur und Erfinder des „brauchbaren Kitsches“, und berichtet,
als
sei es ein Rausch gewesen, von ihrem ersten Theaterbesuch. Das Stück
hiess „Don Carlos“ und unvermeidlich muss dem Leser dazu ein „Geben
Sie
Gedankenfreiheit“ einfallen. Den Austrofaschisten konnte sie schlecht
was von „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“ erzählen,
aber die
kleine Loni wurde als Statistin bei Büchners Danton entdeckt. Nach
Texten für eine Wohltätigkeitsveranstaltung befragt, schlägt
Holl sofort
den im Reich verbotenen Erich Kästner vor und es gelingt der Grün
sogar
die Andeutung einer Schwangerschaftsunterbrechung in die Heimat
frömmelnder Christsozialer zu schmuggeln. Sie verbreitet die Wahrheit
listig. Sie hüllt ihren Boxhandschuh in viel zartrosafarbenen Plüsch.
Das müssen die Zeitgenossen bemerkt haben. Ein Kritiker beschrieb ihr
Buch als „klug“. Zu sagen, dass sie den Zensor an der Nase rumführt,
verbot wiederum die Zensur.
„Hanneles Himmelfahrt“ von Gerhart Hauptmann
ist für Loni Holl das Stück
ihres Lebens. Sie trägt es ihrem Schauspiellehrer vor und sie spielt
es
in ihrer ersten Saison. Hannele ist ein Waisenkind, das von ihren
Mitschüler verspottet und vom Stiefvater geschlagen wurde. Es stirbt
im
Armenhaus in der wohltätigen Illusion, wenigsten die letzen Minuten
ihres Siechtums würden sich zum guten wenden. Was der Phantasie als
erschütternd tragisches Leid galt, wurde von den Nationalsozialisten
übertroffen. Sie ermordeten Lili Grün 1942. „Zum Theater“
erhält im
Nachhinein den Ton der düsteren Prophezeiung. Das Anschreiben gegen
„Hannele“ war vergeblich und die Tschechoslowakei wurde zerschlagen.
Mährisch-Niedau, so heisst das honette Städtchen
ein paar Kilometer
nördlich von Wien, ist so gross, dass es sich ein Theatergebäude
leisten kann, und so klein, dass kein Geld für ein festes Ensemble
bleibt. In die Bresche springen Peter Störr, Direktor und seine Truppe,
in der sich die Hoffnung auf den grossen Durchbruch und die Routine des
Alltags buntseligst vermischen. Peter Störr stellt seine
Neuverpflichtung Loni Holl vor und sofort sieht die Gemeinde Kosten auf
sich zukommen. Denn die Verhältnisse sind so, dass Liebe am liebsten
durch den Magen geht und „praktische Verehrer“ Würste und
Kartoffelsalat auf die Bühne werfen, um die Zuneigung der
Darstellerinnen zu gewinnen.
Mährisch-Niedau schwankt in seiner Einstellung
gegenüber den Künstlern.
Einerseits hat es als verschlafenes Nest einen ungeheuren „Bedarf an
Komik“, und muss, will es nicht als Kulturbanause gelten, dem Theater
und seinen Autoren eine gewisse Hochachtung beibringen. Andererseits
gilt das, was es als unstetes Vagabundenleben betrachtet, als Gefahr für
Bürgerstöchter. Die Vorstellungen der Zuschauer über das Lotterleben
der Schauspieler und deren tatsächliche Arbeit kommen sich ständig
in
die Quere. Bei aller Turtelei sind Holl und Störr doch fest der Meinung,
das Fleiss unbedingt von Nöten sei. Loni verzeiht Störr Seitensprung
und missglückten Selbstmordversuch erst, als er einen sie als
Künstlerin verehrenden Brief schreibt, also auf den üblichen Schmu,
wonach sie die schönste und er ihr leidenschaftlich treu und ergeben
usw. sei, verzichtet. Und der bettlägrige Peter Störr weiss auch
nicht
so recht, ob er sich mehr über die zurückgekehrte Geliebte oder
den
Erfolg seiner Inszenierung freuen soll. Aber es ist gut zusammen zu
sein, den Atem des anderen beim Einschlafen zu hören.
In den Gesprächen der Schauspieler untereinander
mischen sich oft
Schlagfertigkeit und Witz. Als ob sie selbst in der Freizeit, den Zwang
unterhalten zu müssen, nicht ablegen könnten. Im Gegensatz dazu
die
ausgeklügelte Naivität und der Respekt vor den kleinen Dingen, wenn
die
Holl mit sich selbst rumgrübelt. Ganz fein gesponnen, voll komischer
Wehmut ernennt sie ihren alten, zerkratzten, wackeligen Tisch zu einem
„braven“ Tisch. Wenn einem ein braver Tisch Gesellschaft leistet,
fühlt
man sich etwas behütet. Wieviel Mühe muss sich die Grün gemacht
, wie
muss sie die Sprache gekeltert haben, um ausgerechnet unter allen
Wörter, die zu einem Tisch gehören könnten, brav herauszufinden.
Ich wiederhole gerne, was ich über „Alles
ist Jazz“ schrieb. Grüns Prosa
schwitzt nicht. Sie tänzelt in den Übermut hinein, während
die Mehrzahl
ihrer Kollegen über Bildung und Schachtelsätze stolpern. Anmut,
heitere
Sinnlichkeit und Lebensfreude sind nur im Frieden, unter freien
Menschen erlebbar. Die Verrohten und Engstirnigen haben Mährisch-Niedau
schon umstellt.
Lili Grün: „Zum Theater“, Herausgegeben
und mit einem Nachwort von Anke
Heimberg, AvivA Verlag, Berlin, 2011, 18.00 EUR
216 Seiten
ISBN 978-3-932338-47-2
Leitlemminge dezimieren scheinbar das eigene Rudel
Von Charles Duremont
Wenn das Alphatier einen Furz lässt, stinkt das ganze Rudel. So
funktionieren Parteien, deren Mitglieder auf Kadavergehorsam abgerichtet sind.
Wer nicht mit dem Rudel heult, gilt als Feind und wird zunächst mundtot
gemacht und danach vom Rudel ausgesetzt. So oder so ähnlich geht es auch
bei einigen Landesverbänden der Linken zu. Das Mittel der Dezimation
oder Dezimierung (lat. decimatio, decem = zehn) kannte man schon im römischen
Heer. Dort war es die Strafe für Meuterei. Die Dezimation als Strafe
hat sich bis heute gehalten. Selbst innerhalb
einer Partei, die sich selbst nach innen als demokratisch und
transparent darstellt, wird die Dezimierung betrieben. „Menschen, die
Interesse an einer Mitarbeit haben, sind bei den Linken herzlich
willkommen,“ so die Linken an der Saar auf ihrer Internetseite. Mit
Mitarbeit ist scheinbar gemeint, dass alle Arbeiten im Sinn der
Parteioberen auszuführen sind und kritische Fragen zu unterbleiben
haben, sonst droht die Lex Linsler, die Landesschiedskomission, und der
Parteiprolet wird mit dem Bann belegt und aus der Gemeinschaft der
Linksgläubigen mit Schimpf und Schande ausgestoßen. Die Dezimation
hat
mittlerweile Wirkung gezeigt. Zwar gibt die Linke im Saarland in ihrer
offiziellen Darstellung noch eine Mitgliederzahl von rund 2.500 an. Doch
es scheint, als seinen die Untoten (Karteileichen) noch immer zu
Propagandazwecken auf dem Papier existent.
Derzeit, so scheint es, kommt zur Dezimierung von oben auch noch die
Dezimierung von unten hinzu. Parteimitglieder laufen davon, einfach weil
sie die Bevormundung von oben satt haben. Andere beschäftigt der Gedanken
an einen Wechsel in eine andere Partei. Hier scheinen die Piraten so etwas
die der politische Spielplatz von morgen zu sein. In einem unserer Redaktion
vorliegenden Dokument wird dem Kreisverband Saarpfalz beispielsweise von Mitgliedern
der Linken unter anderem vorgeworfen „schwarze Kasse(n)" zu unterhalten.
Der Ortsverbandsvorstand Sankt Ingbert soll an den am 12. November 2011 tagenden
Landesparteitag der Saar-Linken folgenden Antrag gestellt haben: „Antrag
an den Landesparteitag am 12.11.2011 Antragsteller: Ortsverbandsvorstand St.
Ingbert
Wenn Kreisverbände in ihren Beschlüssen und ihrem politischen Wirken
erheblich und for tgesetzt gegen die Grundsätze des Programms, der
Satzung oder Grundsatzbeschlüsse der Partei verstoßen, können
sie oder
einzelne Organe durch Beschluss des Landesparteitages aufgelöst werden
-
Bundessatzung $ 13 (1 1). Es gibt Vorgänge, die sich dem prüfenden
Blick eines Außenstehenden fast vollständig entziehen. Offenbar
bewusst und geplant kommt der Kreisverband Saarpfalz, vertreten durch den
Kreisvorstand, seiner
Verantwortung gem. S 13 (6) und $ 27 (1) der BS nicht nach. Er verhält
sich nicht satzungskonform und verstößt fortgesetzt gegen die Satzung
der Partei DIE LINKE. Der Parteitag am 12.11.2011 möge die Auflösung
des Kreisverbandes Saarpfalz beschließen wegen fortgesetzt groben Verstoß
;es gegen S 13 (6) und $ 27 O-O"l Bundessatzung der Partei DIE LINKE.
Verstoß gegen die Bundesfinanzordnung der Partei DIE LlNKE und das fortgesetzte
Negieren
von Beschlüssen der Landesschiedskommission vom 08.01.09 und 11.12.2010
Begründung für die Auflösung des Kreisverbandes Saarpfalz:.
satzungswidrige mangelnde Transparenz seit der Wahl von B. Spaniol im
Mai 2008 . mangelnde Unterstützung von Ortsverbänden -was Aktionen
vor Ort
unmöglich macht (Mitmachen am Aktionstag 15.10.201 1 mangels Stand in
IGB nicht möglich). mangelnde finanzielle Unterstützung für
Ortsverbände - Verstoß gegen die LS. Anstiftung zur Wahlanfechtung
im Ortsverband St. Ingbert
. Negieren eines Schiedsspruches vom 08.01.2009 der LSK Saar: Wahlen
für Kreisfinanzrevisoren durchzuführen . Negieren eines Schiedsspruches
vom 11. Dezember 2010; Aufforderung der LSK Saar, Kreisfinanzrevisoren zu
wählen - u.a. lautet d. Beschluss der LSK Saar v. 11 .12.2010: keine
rechtswirksame Entlastung des Kreisvorstandes am 06.06.2010 . Negieren der
Bundesfinanzordnung, u.a. S 2 (5) Versagung von Beitragsbefreiung für
finanzschwache Mitglieder trotz schriftl. Anträge und mehrf. Aufforderung
über die Anträge zu entscheiden; $ 2 (2) BundesfinanzO. Weigerung
und Offenlegung der Finanzrechenschaftsberichte der Jahre 2008, 2009 und 2010
seit der Wa hl von B. Spaniol im Mai 2008 o mangelnde Kassenführung a)Weigerung
Spendenquittungen zu erstellen Weigerung Abrechnung mit dem Ortsverbandsschatzmeister
vorzunehmen c)schwarze Kasse(n) im Kreisverband Saarpfalz Möglicherweise
haben einzelne Mitglieder im KV SPK finanzielle Zuwendungen erhalten, was
den Verdacht aufkommen lässt, dass es im Kreisvorstand nicht mit rechten
Dingen zugeht. Unverständlich bleibt, warum sich der Kreisvorstand diesem
Verdacht aussetzt. St. lngbert,
13.10.2011“
Soweit das unserer Redaktion vorliegende Dokument. Es gibt innerhalb der
Saar-Linken scheinbar tatsächlich Vorgänge, die sich dem prüfenden
Blick
eines Außenstehenden fast vollständig entziehen. Was hat die dem
Landesvorsitzend en Rolf Linsler hörige Parteiführung unter den
Teppich
zu kehren und warum? Wo bleibt die immer wieder propagierte Transparenz
nach innen und außen? Diese und ähnlich Vorgänge hinter den
roten Kulissen sind der Stoff, aus dem Parteiaustritte und Wechsel gemacht
werden. Sie sind aber auch jener Stoff, der es an linker Politik interessierten
Personen unmöglich macht,
in die Linke einzutreten. Noch zieht Oskar Lafontaine als Zugpferd den Karren
der Linken im Saarland. Als Bremser wirken Rolf Linsler und seine abhängigen
Helfershelfer. Zwar wurde Linsler gerade erst auf dem Landesparteitag im
November wieder zum Vorsitzenden an der Saar gewählt, allerdings ohne
Gegenkandidaten. Die Frage ist warum? Gab es keine Gegenkandidaten,
wollte ode r wagte es niemand, gegen das amtierende Alphatier von Oskars
Gnaden aufzustehen? Die Linke hat ihren Zenit längst überschritten.
Als SPD-Ersatz wird sie nicht gebraucht. Allerdings besitzt die Partei der
sozialen
Gerechtigkeit, wie sie sich gerne sieht, einen hohen Unterhaltungswert,
aber auch dieses Repertoire wird so langsam schal. Zumindest in den
westlichen Bundesländern kommt die Frage, wann sich die Partei wieder
an
der Marginallinie orientiert. Bei denen, die einmal der PDS angehörten,
weiß man ja hoffentlich noch, wie der Abstieg aussieht. Also: „Schaut
talwärts Genossen, der Abgrund ist nahe!“
Von Claude Michael Jung
Fast drei Monate weilte Oberst a.D. Wilfried von Bockschuss, Stabschef der Saarländischen Volksbefreiungsfront, in der bizarren Bergwelt Afghanistans. Begleitet wurde von Bockschuss von dem Saarbrücker Gemüsehändler Jussuf Kemal al Juchei, ein alter Duzfreund von Osama Bin Laden, dem ehemaligen Herrn der Finsterniss und Verderbnis. Beim Besuch einer Manufaktur für Haushaltswaren und Geschenkartikel in der Nähe von Kandahar wurden die Weltreisenden von der Saar Zeugen eines bisher streng gehüteten Geheimnis der Rüstungsindustrie. Mittels einer schultergestützten Biogaskanone trainierte die Afghanische Biathlon-Nationalmannschaft den Abschuss amerikanischer Luftballons und anderem herumfliegenden Gerät. Bis auf eine Distanz von 2000 Metern war “Osamas Rache”, so der Name des Biathlon-Ballermanns, ein echter Volltreffer. Selbst der Pilot eines amerikanischen Aufklärungsflugzeuges konnte sich vom hohen Ausbildungsstand der afghanischen Biathleten überzeugen. Mit seinem Fallschirm landete der Amerikaner mitten im Ausbildungscamp der Biatleten, wo er bis heute bei herrlichen Canabisprodukten die Gastfreundschaft der zukünftigen Olympioniken genießt. Jetzt wurde ein Nachbau von “Osamas Rache” erstmals im Saarland weiterentwickelt und von Heimwerkern wie Emil Bossler und Kurt Knauber zur Serienreife gebracht.
Offizier der saarländischen Volksbefreiungsfront mit dem Donnernden Emil
Der “Donnernde Emil”, so die saarländische Version von “Osamas Rache” wurde am vergangenen Mittwoch auf einem Feld in der Nähe der Großhumpendorfer Kuckuckshöhe in Anwesenheit von Bürgermeister Edgar Lump, Dechant Friedensreich Selighauer und dem gesamten Gemeinderat vorgestellt. Nachdem Dechant Friedensreich Selighauer das Friedensprodukt lange und tief ins mitgebrachte Weihwasser getaucht und eine Reihe neuer Gebete gemurmelt hatte, wurde der “Donnernde Emil” an die Saarländische Volksbefreiungsfront übergeben. Um den Flugverkehr auf dem Saarbrücker Airport nicht zu gefährden wurden bei der Waffenschau keine Luftziele anvisiert. Man beschränkte sich auf Bodenziele wie den alten Westwallbunker am Ortsrand und das Wasserwerk der Nachbargemeinde Schlemmerbach. Beide Ziele wurden durch die mit Teutonium aus dem Bliesgau gehärteten und mit Rilchinger Sprudel abgeschreckten Geschossen pulverriesiert.
Beim anschließende Manöverball in Ännchens Kneipe am Dorfbrunnen sagte Oberst a.D. Wilfried von Bockschuss, man habe nun endlich Gewissheit, dass das Saarland niemals zur Kolonie der Pfälzer Erbfeinde werde. Der “Donnernde Emil” sei der Garant für die ewige Unabhängikeit der Saarländer. Dorfchronist, Studienrat Ernst Nonsens fügte an, man werde zu den Pfälzer Rosenmontagszügen einige Salutschüsse abfeuern, damit den Pfälzern das Lachen vergehen werde.
Werkstatt von Emil Bossler und Kurt Knauber. Hier wurde der Donnernde Emil zur Serienreife gebracht - Foto: Petra Jung/Saarkurier
Aber auch die inneren Feinde der Saarländer müssen die schultergestützten
Biogaskanone der Saarländischen Volkbefreiungsfront fürchten. So
sollen die Sozis, die gerade dabei sind eine kalte Fusion mit der CDU einzugehen,
schon die Hosen voll haben. Jedenfall stinkt es gewaltig rund um das Hinterteil
von Sozenchef Heiko Maas und seiner SPD-Kamarilla, berichtet “Der Hiobsbote”,
das Zentralorgan der Saar-Landesregierung in seiner Online-Ausgabe. Der Verfassungsschutz
befürchtet bei einem Putsch von CDU und SPD eine heftige Reaktion der
Saarländischen Volksbefreiungsfront. Eine Sperre der Saarschleife sei
noch das Geringste, so ein Schlapphut gegenüber unserer Redaktion. Es
sei zu befürchten dass der “Donnernde Emil” nicht nur als
Konfettikanone eingesetzt werde. Sollten Sozis und Christdemokraturen eine
große Koaltion zur kalten Machtergreifung im Saarland bilden, wird sogar
mit einem Volksaufstand gerechnet, berichten verschiedene Medien. Die Ordnungsämter
sind landesweit darauf eingerichtet, dass Genehmigungen zur Revolution beantragt
werden. Die Polizei wurde bereits angewiesen deeskalierend auf die Revoluzzer
einzuwirken und statt Knüppel und Reizgas, Freibier und Flachmänner
mit Hochprozentigem auszuteilen. Allee Hopp – Das war Satire
20. Januar 2012 Linke
Experten tagen am Wochenende zur Vorbereitung des Regierungsprogramms für
das Saarland
Das Herz schlägt links –
Preise für Benzin und Diesel werden an der Saar auf den Stand von 1955
zurückgeführt und eingefroren
Von Yvonne Chantré
Nachdem klar ist, dass den Saarländern nun rasch der Gang zur Urne bevorsteht, beginnen in den Parteizentralen die Hohl und Wasserköpfe mit der Aufbereitung längst abgedroschener Phrasen. Sogenannte Wahlprogramme müssen zusammengeschustert werden. CDU und Sozis planen von einander abzuschreiben. Die FDP will olle Kamellen aufwärmen. Die Grünen werden wohl wie immer das blaue vom Himmel runterlügen und auf Hochglanzpapier drucken und bei den Piraten herrscht Hektik. Auf zu viele Fragen gibt es noch keine Antworten, dafür stehen aber bereits unversalpolitisch geschulte Kandidaten in den Startlöchern.
Die Linke dagegen will völlig neue Wege gehen und hat für das Wochenende eine Expertenrunde in den blauen Salon des Saarbrücker Nobelhotels Grand Marnier geladen. Die internationalen Kapazitäten unter der Leitung von Oskar Lafontaine, dem Politikwissenschaftler Professor Laurent Pastis von der Universität Cognac, sowie dem Wirtschaftswissenschaftler Professor Elmar Fiesling, dem Sozialexperten Professor August Tresendorf und etlichen weiteren, linksgerichteten Leuchtürmen, sollen ein einzigartiges Regierungsprogramm erstellen, das den Saarländern die Spucke wegbleibt und den Linken ein grandioses Abschneiden bei der anstehenden Demokratie-Rallye garantiert. Auf Druck von Professor Fiesling wird die Runde auf den Rat von Landeschef Linsler verzichten. Der rote Rolf darf allerdings als Oberellner die Expertenrunde mit Milch der frommen Denkungsart und Salzstangen versorgen, sickerte aus parteiinternen Quellen bereits durch.
Unser informeller Mitarbeiter (IM) bei den Linken hat unserer Zeitung ein Eckpunktepapier des Wahlprogramms zugespielt, dass den Chefredakteur und den technischen Leiter der SoZ aus den Socken gehauen hat. In den Kneipen des Landes darf nach einem Wahlsieg der Roten wieder geraucht werden, einheimisches Bier und Canabisprodukte werden subventioniert, Lyoner und Schwenker werden einmal pro Woche gratis vom Sozialministerium in haushaltsüblichen Mengen abgegeben.
Auch die langersehnte energiepolitische Wende soll Realität werden. Gas, Wasser, aber vor allem Strom wird es für Saarländer, die ihren Stammbaum über fünf Generationen nachweisen können und keine Pfälzer in ihrer Verwandschaft haben, umsonst geben. Künftig darf im Saarland sogar nachts das Licht im Kühlschrank brennen. Saarländer, die kurz oder längerfristige Kredite, für den Bau eines Eigenheims oder einer Urlaubsreise benötigen, erhalten den Zaster zinslos, wie es die reine christliche und islamische Lehre vorschreibt. Armut und Obdachlosigkeit werden abgeschafft, gegenfinanziert wird das Sozialprogramm mittels einer noch geheimen Daten CD, auf der die Schwarzgeldkonten vieler Saarländer in der Karibik und anderen Steuerinseln festgehalten sind.
Um den Binnenmarkt zu stärken wird endlich zweimal im Jahr Weihnachten gefeiert. Heiratswillige Paare erhalten nach dem kirchlichen Segen von einem SAARTOTO- Mitarbeiter eine Starterprämie von 50 000 Euro. Bei der Geburt des ersten Balgs kommen noch für den Erzeuger, als Prämie für die Leistung seiner Lenden, ein Sonderbonus von 10 000 Euro hinzu, der sich mit der Geburt weiterer Plagen um ein vielfaches erhöht. So soll dem demografischen Wandel an der Saar, der Garaus gemacht werden.
Bildung wird künftig wieder groß geschrieben. Die Universität des Saarlandes will wieder auf die Geistes und Sozialwissenschaften hohen Wert legen. Die unnütze Juristenausbildung (Abmahnanwälte) und die BWL-Bankrotteure werden nach Mecklenburg-Vorpommern ausgelagert.
Grundsätzlich wird in Zukunft die medizinische Behandlungen im Saarland für alle kostenlos sein. Zuzahlungen, Praxisgebühr und andere Abzocktricks werden dann der Vergangenheit angehören. Auch die Kosten für die dritten Zähne wird das Land übernehmen. Den Vorschlag von Oskar Lafontaine an dieser Stelle doch bitte zu sparen und gebrauchte Gebisse umzuarbeiten, wurden von Professor Laurent Pastis, sowie dem Sozialexperten Professor August Tresendorf als wahltaktisch fatal eingestuft. Somit erhalten alle Saarländer bei Bedarf krachneue Zähne aus einheimischen Rohstoffen.
Um gegen den immer noch existierenden Analphabetismus, weit verbreitet bei der FDP und den Sozis, vorzugehen, erhält künftig jeder Haushalt im Saarland das Buch: “Das Herz schlägt links”, mit einer persönlichen Widmung von Oskar Lafontaine.
Eine künftige Regierung, geführt von den Linken, will auch den Saarländern den Urlaub versüßen. Neue Seeenlandschaften mit Wohnwagen und Brettersiedlungen sollen entstehen, um den ausgeprägten Bautrieb der Saarländer zu animieren. Aus Umweltschutzgründen werden die Rasenflächen Samstags einer natürlichen Rasur durch einheimische rote Böcke und Schafe unterzogen.
Das linke Regierungsprogramm sieht weiter vor, umweltfreundliche Familienkutschen aus saarländischer Produktion steuerlich zu entlasten und den Kaufpreis zu 75 Prozent zu subventionieren. Ebenso werden die Preise für Benzin und Diesel auf den Stand von 1955 zurückgeführt und eingefroren.
Professor Laurent Pastis und seine Kollegen garantieren
Oskar Lafontaine mit ihrem revolutionären Regierungsprogramm einen grandiosen
Wahlsieg. Die hochkarätigen Polit-Kapazitäten und Expeten gehen
allerdings davon aus, dass eine Koalition mit dem Hartz IV Sozenpack das Todesurteil
für das sozial ausgewogene und auf die saarländische Lebensart zugeschnittene
Regierungsprogramm bedeutet. Darum liebe Saarländer, wählt einmal
im Leben die richtige Partei! – Das war Saartire.
Güterzug mit tausenden Tonnen Kleister bei Saarhölzbach entgleist.
So könnte schon morgen der Bericht der Bundespolizei getitelt sein, wenn
es zu solch einen Zugunglück käme. Tatsache ist allerdings, im anstehenden
Wahlkrampf , bei dem die Saarländer lediglich zu entscheiden haben, wer
im Regierungsbett künftig oben oder unten liegt, werden Unmengen Kleister
benötigt, um den rund 800 000 Wahlberechtigten nach allen Regeln der
Kunst die Augen zuzuschmieren. Hinzu kommen noch tonnenweise
Streusand und hunderttausende Bretter, um sie dem Wahlvolk vor den Kopf zu
nageln. Dabei könnte man gerade im Saarland die Frage, wer das Sagen
im Regierungsbett haben soll und ob in Missionarsstellung weiter gefummelt
wird, auch per Umfrage entscheiden. Spannend an dem ganzen
Getöse wird letztendlich die Frage sein, zu welchen Verhütungsmitteln
CDU-Ministerpräsidenten Annegret Kramp Karrenbauer greifen wird und welchen
Fetisch ihr der Prinzgemahl von den Sozis unterjubeln wird. Einen Demütigungs-Fetisch
wird sich die erfahrene CDU-Politikerin von Sozenchef Maas kaum gefallen lassen.
Mit dem Blowjob seines Lebens wird der Zipfel von Heiko Maas im Regierungsbett
ebenfalls nicht rechnen können. Schade eigentlich für die Boulevardpresse.
Der anstehende Wahlkampf wird aber diesmal auch seine ehrlichen Darstellungen
und Hintergrundberichte erleben. Die Politikaktion fällt nämlich
voll in die fünfte Jahreszeit. Die Narren werden ausreichend Stoff für
ihre Büttenreden haben und die Kandidatinnen und Kandidaten, leider nur
verbal, dem Publikum bis auf die Unterwäsche nahe bringen.
Voraussichtlich wird die fünfte Jahreszeit diesmal erst am 25. März
beendet sein. Dann darf das Wahlvolk sein Kreuz für die nächsten
fünf Jahre schultern, - jeder aber bitte nur ein Kreuz – Offiziell
beginnt dann auch die Sommerzeit, es steht aber zu befürchtet, dass die
Sonne sich danach verfinstern und die lange Nacht der großen Koalition
über das Saarland kommen wird. - Das war Saartire